Amazon: Verzichtet auf Luftpolsterkissen aus ...
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Verzichtet auf Luftpolsterkissen aus Kunststoff

Amazon Kund:innen aus Deutschland erhalten zukünftig keine Artikel mehr, die mit Luftpolsterkissen aus Plastik verpackt sind.

Dies gelte sowohl für Artikel, die Amazon direkt verkauft, als auch für Artikel von Verkaufspartnern, die ihre Produkte über Fulfillment by Amazon (FBA) versenden. Stattdessen werden die Artikel mit 100 % recyceltem und 100 % recycelbarem Packpapier verpackt, um Bewegungen in den Kartons zu verhindern und die Artikel zu schützen.

Dies sei der jüngste Schritt von Amazon zur Reduzierung von Einweg-Plastikverpackungen in deutschen Logistikzentren. Im Dezember 2021 habe man bereits die Umstellung von Umverpackungen aus Einwegplastik auf Versandumschläge und -tüten aus Papier in Deutschland angekündigt.

„Leicht zu recycelnde Verpackungen sind wichtig für Kund:innen - und sie sind wichtig für uns", sagt Olivier Pellegrini, Director Customer Delivery Experience bei Amazon. „Der Verzicht auf Luftpolsterkissen aus Plastik ist ein weiterer Schritt hin zu Verpackungen, die unsere Kund:innen leicht und haushaltsnah recyceln können."

Seit 2015 habe Amazon das Gewicht der Verpackungen pro ausgehende Sendung um mehr als 36 % reduziert und mehr als eine Million Tonnen Verpackungsmaterial eingespart. Das entspreche zwei Milliarden Versandkartons.

Von Pappkartons bis hin zu flexiblen Tüten aus Papier – man arbeite daran, die Nachhaltigkeit der eigenen Verpackungen zu verbessern. Amazon passe die Größe der Verpackungen an die Produkte an, um insgesamt weniger Material zu verbrauchen. Außerdem erhöhe man den Anteil an recyceltem Material, der für die Herstellung der Verpackungen verwendet wird.

Amazons Verpackungsprogramme ermutigten Lieferanten, ihre Produkte in leicht zu öffnenden Verpackungen zu liefern, die zu 100 % recycelbar sind und ohne zusätzliche Amazon-Verpackung an die Kund:innen versandt werden können. Amazon testet Verpackungen in einem speziellen, hochmodernen Labor und in Logistikzentren auf der ganzen Welt, um spezifische Schritte zu identifizieren, die Lieferanten unternehmen können, um ihre Verpackungen zu verbessern und sicherzustellen, dass die Produkte auf dem gesamten Weg bis zur Haustür des Kunden geschützt sind. Man ermutige auch unabhängige Drittanbieter auf Amazon Marketplace - die nicht Amazons Logistiknetzwerk nutzen und daher für ihre eigene Verpackungswahl verantwortlich sind - nachhaltigere Verpackungen zu verwenden.

Obwohl Amazon intensiv daran arbeitet, Einweg-Plastikverpackungen zu reduzieren, könnten Kund:innen in Europa unter den folgenden Umständen noch Produkte in Plastikverpackungen erhalten:

-          Wenn ein Produkt in einer geeigneten Einweg-Plastiktüte des Herstellers geliefert wird, verschickt Amazon es auch in dieser vom Hersteller bereitgestellten Tüte an Kund:innen weiter. Dies vermeide das Hinzufügen von unnötigem zusätzlichem Verpackungsmaterial.

-          Enthält eine Tüte einen Inhalt, der verschüttet werden könnte, kann Amazon entscheiden, eine äußere Verpackungsschicht aus Kunststoff hinzuzufügen.

-          Füllmaterial aus Plastik, wie Luftpolsterfolie, kann bei Bedarf weiterhin verwendet werden, beispielsweise um zerbrechliche Gegenstände wie Glas zu schützen.

-          Bei bestimmten Witterungsbedingungen kann es sein, dass Amazon eine zusätzliche Einweg-Plastiktüte zur Papier- oder Kartonverpackung hinzufügt, um Bestellungen, die vor der Haustür von Kund:innen abgelegt werden, vor Nässe zu schützen.

Amazon besitzt die Kontrolle über die Verpackung von Artikeln, die direkt aus eigenen Logistikzentren versandt werden - sowohl bei Produkten von Amazon selbst als auch solche von Drittanbietern, die den Service „Versand durch Amazon" nutzen. In einigen Fällen versenden diese Verkaufspartner ihre Produkte auch direkt an Kund:innen. Dann habe Amazon keine Kontrolle über die gewählte Umverpackung. Man ermutige die Verkaufspartner, nachhaltigere Verpackungsoptionen zu verwenden, heißt es.

Eine Studie von Oliver Wyman und Logistic Advisory Experts (einem Spin-off des Instituts für Supply Chain Management an der Universität St. Gallen) habe ergeben, dass E-Commerce im Vergleich zum stationären Handel 1,5- bis 2,9-mal weniger Treibhausgasemissionen verursache - inklusive Retourenprozess. Gleichzeitig spare der E-Commerce das Vier- bis Neunfache des Verkehrsaufkommens ein, wobei die Lieferungen der Kunden nur 0,5 % des gesamten Verkehrsaufkommens in städtischen Gebieten ausmachten.

 

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