Wellpappe: Paxly: Mehr Transparenz schaffen
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Paxly: Mehr Transparenz schaffen

Die Einkaufsplattform Paxly möchte mit dem neuem Preisindexrechner Druck aus den aktuellen Preisdiskussionen zwischen Händlern und Herstellern im Wellpappenmarkt nehmen.

Preiserhöhungen und Rohstoffmangel in der Verpackungsbranche könnten durch das neue Tool des sachsen-anhaltinischen Start-Ups besser bewertet werden. Der Preisrechner schaffe eine valide Grundlage für Einkäufer bei der Verhandlung neuer indexierter Rahmenverträge, die derzeit aufgrund der Rohstoffkrise neu bewertet werden müssten.

„Dem Preisindexrechner liegen 130.000 Datensätze und das Wissen vieler Wellpappen-Hersteller zugrunde. Er erlaubt Transparenz in einem akut sehr unübersichtlichen Markt und eine detaillierte Grundlage für Preis-Verhandlungen“, so Thomas Auer, CEO der Paxly GmbH. Die Nachfrage auf das neue Tool sei derzeit extrem hoch, bestätigt der Gründer, der mit Paxly bereits über 350 Händler und 50 Hersteller dabei betreut, den optimalen Fit zwischen Angebot und Nachfrage zu finden.

Schon vor der Ukraine-Krise war die Verpackungsbranche einem enormen Preisdruck ausgesetzt. Die Preissteigerungen in den letzten 3 Monaten für Wellpappe belief sich laut Paxly-Daten im Durchschnitt auf 11,74 Prozent. Durch den russischen Angriffskrieg steigen Kosten für Papier und Energie rasant, was Verpackungspreise in neue Höhen treibt. Inzwischen sähen sich selbst Einkäufer in Rahmenverträgen mit Preiserhöhungen von 15 bis 25% konfrontiert. Preisindexierte Rahmenverträge schafften in einer so unsicheren Zeit Abhilfe. Der Paxly-Preisindexrechner liefere hierfür valide Informationen, indem er transparent die Entwicklung aller Kostenkomponenten aufschlüsselt.

Im Wellpappbereich bestehen die einzelnen Kostenkomponenten aus Papier, Strom, Fracht sowie Hilfs- und Betriebsstoffen. Für die Einkaufsabteilungen von Handelsunternehmen ist es nur selten möglich, eine Preiserhöhung je Verpackungsart transparent nachzuvollziehen, denn Hersteller legen oftmals Ihre Kostenkalkulation nicht offen. Dadurch entstündet Misstrauen auf beiden Seiten. In der angespannten Lage leiden selbst langjährig vertraute Handelsbeziehungen zwischen Herstellern und Händlern. Der Preisindexrechner schaffe hier Abhilfe durch eine transparent und indexierte Aufschlüsselung aller Kostenkomponenten. Dadurch entstehe Vertrauen und eine Grundlage für Preisverhandlungen, in denen Händler 3 bis 5% einsparen könnten.

Hinter Paxly stehen die Gründer Thomas Auer, Torsten Beyenbach und Alexander Dür. Nach einer Entwicklungszeit von zwölf Monaten wurde die Plattform im Januar 2019 gelauncht und mittlerweile von 350 Unternehmen wie MediaMarkt, Mister Spex und Storz Schokolade genutzt.

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