Verpackungsdruck: Germark setzt auf Bobst-Tec...
Verpackungsdruck

Germark setzt auf Bobst-Technologien

Mit Investitionen in eine Inkjet-Digitaldruckmaschine Mouvent LB702-UV von Bobst und in eine Inline-Flexodruckmaschine Bobst Masters M5 hat Germark seinen Produktionsprozess optimiert.

Diese strategischen Investitionen geben dem führenden spanischen Etikettenspezialisten zusätzliche Flexibilität an die Hand, so dass er ein breiteres Anwendungsspektrum abdecken und seinen Kunden aus den Bereichen Gesundheit, Kosmetik, Pharma und anderen Industriebranchen kürzere Lieferzeiten bieten kann.

Germark S.A. mit Sitz in Barcelona beschäftigt 115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2021 erzielte das Unternehmen mit seinen Geschäftsbereichen Etiketten und Systeme einen Umsatz von annähernd 14 Mio. Euro. Dabei beträgt der Etikettenanteil 70 %. Die verbleibenden 30 % erwirtschaftet das Unternehmen mit eigenentwickelten Etikettier-Systemen, die es unter eigener Marke vertreibt. Mehr als die Hälfte der wichtigsten Kunden kommen aus dem Kosmetik-Markt.

Das Familienunternehmen wurde 1958 gegründet und verfügt heute über Vertretungen in weltweit 20 Ländern. Es exportiert 27 % seiner Produktion. Germark zählt zu den Pionieren in der Herstellung von Premium-Haftetiketten in Spanien. Zudem stieg das Unternehmen vor mehr als 20 Jahren mit der Installation einer tonerbasierten Druckmaschine als einer der ersten Etikettenhersteller des Landes in den Digitaldruck ein. Im Laufe der Jahre implementierte es weitere digitale Technologien. Unter anderem stieg Germark 2019 in den Inkjet-Druck ein.

Das Unternehmen produziert nicht nur Etiketten. Vielmehr fungiert es auch als Berater, der seine Kunden von der ersten Entwurfsphase ihrer Verpackungen bis zu den fertigen Produkten unterstützt, ihre Projekte bei minimalen Kosten umzusetzen. Ein starker Fokus auf Nachhaltigkeit untermauert die Philosophie des Unternehmens, in erstklassige Technik zu investieren, die den Abfall minimiert und die CO2-Emissionen in der Druckproduktion reduziert.

Wegbereiter der Etikettenproduktion

Germark investiert und expandiert kontinuierlich. Derzeit arbeitet das Unternehmen in seinem 7.000 m² großen Werk in Cornellà de Llobregat am Stadtrand von Barcelona mit neun Druckmaschinen und vier Weiterverarbeitungslinien. Es ist nach ISO 9001 und 14001 sowie nach BRCGS für Verpackungsmaterialien zertifiziert und der einzige Etikettenhersteller in Spanien, der den AuditOne Packaging-Standard erfüllt. Deshalb kann das Unternehmen für die weltweit größten Kosmetikhersteller wie unter anderem P&G, Unilever, L'Oréal und Johnson & Johnson produzieren. 

„Wir verfügen über langjähriges, praxisbewährtes Know-how rund um die Etikettenherstellung und investieren massiv in unsere Forschung und Entwicklung, um Innovationen voranzutreiben. Entsprechend brauchen wir Technik, die unseren hohen Ansprüchen gerecht wird“, erklärt Germark-Geschäftsführer Iban Cid, der das Unternehmen vor annähernd 25 Jahren von seinem Vater übernommen hat. „Unsere Partnerschaft mit Bobst begann mit einer Inkjet-Druckmaschine LB702-UV. In ihr sahen wir den nächsten Schritt unserer digitalen Entwicklung. Wir sind mit ihr im Markt ausgesprochen erfolgreich. Nun haben wir auch in die hochdigitalisierte Flexodrucktechnik von Bobst investiert. Sie passt perfekt zu unserer Strategie und unseren Nachhaltigkeitszielen.“

Mehr Inkjet- und Flexodruckleistung

Die hochproduktive 7-Farben-Inkjet-Druckmaschine LB702-UV von Germark druckt mit den Farben CMYKOV+W bei Geschwindigkeiten bis 100 m/min (45 m/min mit digitalem Weiß bei 70 % Deckkraft) und kurzen Rüstzeiten. Sie gibt dem Unternehmen die benötigte zusätzliche digitale Kapazität an die Hand und erlaubt ihm kürzere Durchlaufzeiten. Gleichzeitig bringt die von Bobst entwickelte Inkjet-Technik mit ihrer Auflösung von 1.200 x 1.200 dpi eine höhere Druckqualität mit sich. Sie garantiert scharfe Bilder, lebendige Farben, feine Linien und glatte Farbverläufe. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die Möglichkeit, in der Herstellung von Etiketten für die Kosmetikindustrie transparente und metallisierte Materialien zu bedrucken. Dabei braucht kein digitaler Primer aufgetragen zu werden.

Cid: „Der wichtigste Vorteil der neuen Inkjet-Druckmaschine besteht darin, dass wir von der bisherigen Auflösung von 600 x 600 dpi auf ein höheres Niveau umsteigen konnten, mit dem wir die extrem hohen qualitativen Anforderungen der Kosmetikindustrie abdecken können. Die Möglichkeit, kostengünstig mit 1.200 x 1.200 dpi Auflösung zu drucken, hebt auch den bisherigen Unterschied zwischen der Inkjet- und der tonerbasierten Technik auf. In Kombination mit dem schnellen digitalen Weiß und der geringen Makulatur repräsentiert die Maschine eine bahnbrechende Innovation. Tatsächlich handelt es sich bei unserer LB702-UV – die Maschine ist die erste in Spanien – um die rentabelste Druckmaschine in unserer Produktion.“

Obwohl Germark einen starken Fokus auf den Digitaldruck legt, investiert das Unternehmen weiter in konventionelle Druckmaschinen, um sich zusätzliche Möglichkeiten zu erschließen. Bei einem Besuch im Competence Center von Bobst Firenze in Italien lernte Cid das gesamte One LABEL Portfolio kennen, das Flexodruck-, Digitaldruck- und All-in-One-Technologien umfasst. Dabei sprang ihm die Inline-Flexodruckmaschine Master M5 ins Auge. Nur wenig später entschied er, eine ältere Maschine gegen diese Maschine auszutauschen.

Die Master M5 wartet mit zahlreichen Automatisierungsfunktionen auf, die signifikant die Rüstzeiten verkürzen und die Makulatur verringern. Die mit UV-LED-Trocknung ausgestattete Druckmaschine erreicht eine Druckgeschwindigkeit von 200 m pro Minute. Germark verbraucht mit ihr 60 % weniger Energie, was die Nachhaltigkeit des Produktionsprozesses noch verbessert. Zudem wählte das Unternehmen die Funktion Combo Coupon, mit der sich mehrlagige Etiketten bei 150 m/min in einem Durchgang produzieren lassen.

stats