Schott und der Corona-Impfstoff: „Wir haben d...
Schott und der Corona-Impfstoff

„Wir haben durchproduziert“

Drei von vier COVID-19-Impfstoffprojekten verwenden Pharma-Fläschchen der Mainzer Schott AG. So titelte der packREPORT im September 2020. Wir wollten wissen: Wie sieht es aktuell bei dem Spezialglas-Hersteller aus? Läuft alles nach Plan?

Im Zuge der Booster-Impfungen wird wieder massiv Impfstoff benötigt. Stellt dies Schott vor besondere Herausforderungen? Oder ist alles Notwendige bereits "verpackt"?

Salvatore Ruggiero, Vizepräsident Marketing und Kommunikation bei Schott:

„Die Pharma-Branche ist seit jeher von Booster-Impfungen ausgegangen und hat sozusagen ‚durchproduziert‘ (wie wir auch), so dass sich durch die Empfehlung der Stiko keine wesentlichen Änderungen für uns ergeben.“

Können Sie schon ein kurzes Fazit zum Jahr 2021 ziehen, gerade was die Auslastung der Kapazitäten betrifft? Anders gefragt: War Schott in seiner langen Historie schon jemals so gut beschäftigt wie aktuell? Inwieweit werden die Anlagen, auf denen all das Verpackungsglas für die Impfstoffe produziert wurde, eigentlich in Zukunft genutzt/benötigt?

Salvatore Ruggiero, Vizepräsident Marketing und Kommunikation bei Schott:

„Ein Fazit zum Jahr 2021 wollen wir an unserer Bilanzpressekonferenz am 19. Januar veröffentlichen. Wir können aber schon sagen, dass wir unser Ziel, bis Ende 2021 genügend Fläschchen für 2 Milliarden COVID-Injektionen auszuliefern, deutlich übertreffen werden.

Die Nachfrage nach Pharmaverpackungen war bereits vor der Pandemie hoch, daher hatten wir Anfang 2019 ein Investmentprogramm von 1 Mrd US-Dollar in unser Pharmageschäft angestoßen. Da die Ausbaupläne weiterhin voll im Zeitplan liegen, konnten wir die Kapazitäten schnell hochfahren. Corona hat eher für eine Verschiebung der Prioritäten gesorgt – zum Beispiel sind auch die Abfüllkapazitäten bei den Herstellern begrenzt. Daher werden unsere neu aufgebauten Kapazitäten auch in Zukunft gut ausgelastet sein.“

 

 

stats