Multivac: Peilt die zwei Milliarden-Marke an
Multivac

Peilt die zwei Milliarden-Marke an

Auf der IFFA blickten die Geschäftsführenden Direktoren von Multivac Christian Traumann und Guido Spix auf ein erfolgreiches Jahr 2021 zurück und gaben einen Ausblick auf strategische Weichenstellungen für die kommenden Jahre.

Trotz der anhaltenden Herausforderungen, die mit der Corona-Pandemie einhergehen, war 2021 ein erfolgreiches Jahr für das Unternehmen: Die Multivac Gruppe steigerte ihren Umsatz um ca. 15 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro. „Neben unseren Verpackungslösungen haben auch unsere jüngsten Investitionen im Bereich der Lebensmittelverarbeitung zu diesem Geschäftsergebnis beigetragen. So konnte Fritsch im Bäckereimaschinengeschäft seinen Auftragseingang 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent steigern“, berichtete Christian Traumann.

Agenda 2025

„2 Milliarden Umsatz. Global. Digital und nachhaltig.“ So lassen sich die strategischen Ziele, die das Unternehmen bis zum Jahr 2025 verfolgt, zusammenfassen. „Wir verfügen über beste Voraussetzungen, um diese Ziele zu erreichen“, zeigte sich Christian Traumann überzeugt. „Wir bieten die Produkte an, die unsere Kunden weltweit brauchen. Wir sind bereits heute in vielen Märkten aktiv. Wir sind für weiteres Wachstum gut aufgestellt. Und nicht zuletzt haben wir die volle Unterstützung unserer Eigentümer“, sagte Christian Traumann.

Um diese ambitionierten Wachstumsziele zu erreichen, investiert das Unternehmen nicht nur konsequent in die Entwicklung neuer Produkte, sondern auch in neue Anlagen und Produktionsstandorte: 2021 wurde ein neues Trainings- und Anwendungszentrum für Slicer und Automatisierungslösungen am Stammsitz in Wolfertschwenden in Betrieb genommen. Zudem befinden sich ein neues Logistikzentrum für Ersatzteile sowie eine Erweiterung der Produktionskapazitäten in der Planung. Aber auch international wächst Multivac weiter: Zu den jüngsten Erweiterungen zählen ein neues Werk in Japan, ein neuer Produktionsstandort in Indien sowie der Ausbau der bestehenden Produktionsstätte in Bulgarien. Fritsch plant aktuell den Bau eines neuen Produktionsstandorts in Unterfranken. Neben dem Trainings- und Anwendungszentrum „World of Bakery“ in Kitzingen, wurde bereits ein weiteres Kundenzentrum in Kanada eröffnet. Weitere sind in Australien, Südamerika und Asien geplant.

Mit mehr als 6.800 Mitarbeitern, 13 Produktionsstandorten und 83 Vertriebs- und Servicegesellschaften ist Multivac bereits heute ein Global Player mit weltweiter Präsenz. „Insbesondere in der Subsahara-Region und in Asien sehen wir wachsende Märkte mit Potential für zukünftiges geografisches Wachstum“, erklärte Christian Traumann.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Neben der Digitalisierung von Prozessen innerhalb der Multivac Gruppe wird auch die Entwicklung digitaler Produkte und Dienstleistungen für Kunden weiter vorangetrieben. „Als Beispiel möchte ich myMultivac hervorheben. Unsere zentrale Kundenplattform bietet zahlreiche Nutzungsoptionen, von der Ersatzteil-Bestellung über eine Bestellhistorie, Sendungsverfolgung, die Bereitstellung von Maschinendaten, Dokumenten und 3D-Katalog bis hin zu unseren digitalen Smart Services.“

„Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie von Multivac, den wir als zentrale Aufgabe und Verantwortung sehen, denn er sichert als Geschäftsmodell nicht zuletzt auch den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens. Dabei ist Nachhaltigkeit für uns ein Querschnittsthema. Zum einen fördern wir mit unserer Technologie und unseren Lösungen eine nachhaltige Entwicklung weltweit, aber wir handeln als Unternehmen auch energie- und ressourcenschonend und setzen mit z.B. innovativer Technik und Steigerung der Effizienz auf eine nachhaltige Produktion. Als Technologieführer kommen wir damit nicht nur unserer unternehmerischen, sondern auch unserer gesellschaftlichen Verpflichtung nach“, resümierte Christian Traumann.

Strategie für weiteres Wachstum

Im Anschluss präsentierte Guido Spix die Innovationsstrategie für zukünftiges Wachstum: „Unsere Themen für die Zukunft werden vorrangig die Verschmelzung von Maschinenbau und Digitalisierung und der weitere Ausbau unserer Linienkompetenz sein.“

Zu den aktuellen Produktinnovationen, die auf der Messe erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden, zählt unter anderem eine neue Schlauchbeutelmaschine des Typs W 500. „Mit der Flowpacking-Lösung erweitern wir unser Portfolio um eine neue Technologie. Diese Lösung eignet sich für schnelle Produktwechsel und zeichnet sich durch ihre Wirtschaftlichkeit bei hoher Leistung aus“, sagte Guido Spix.

Für die Packungskennzeichnung bringt Multivac mit dem L 312 einen neuen Transportbandetikettierer auf den Markt, der die attraktive Full Wrap Etikettierung jetzt auch für ungleichgewichtige Produkte ermöglicht.

Zu den weiteren Produktinnovationen zählt eine hochflexible Portionierlinie für SB-Packungen. Dabei handelt es sich um eine Inline-Lösung mit einem Traysealer der mittleren Leistungsklasse. „Das neue kompakte Portioniersystem GMS 400 wurde speziell für den Einstiegsbereich entwickelt und sorgt für beste Portionierqualität und die optimale Ausbeute des Ausgangsprodukts“, kommentierte Guido Spix. „Und mit dem kompakten, vollautomatischen T 305 stellen wir einen neuen Traysealer vor, der sich durch seine Leistungsstärke, eine hohe Packungsqualität und Flexibilität beim Verpacken auszeichnet.“

Dezentrale Organisation

Um weiteres Wachstum zu ermöglichen, setzt Multivac auf eine internationale Produktion, wie Guido Spix erklärte: „Unser dezentrales Produktionsnetzwerk trägt dazu bei, die jeweiligen Märkte noch besser zu bedienen, indem wir gezielt auf die regionalen Anforderungen eingehen können.“

Eine wichtige Rolle bei neuen Entwicklungsprojekten spielt auch die Digitalisierung der Lösungen. „Maschinen und Anlagen werden im Industrie-4.0-Zeitalter immer komplexer. Für viele Unternehmen ist es deshalb eine große Herausforderung, ihre Anlagen sicher und effizient in Betrieb zu halten. Unsere digitalen Angebote, die Multivac Smart Services, können hier einen wesentlichen Beitrag leisten und zur Erhöhung der Produktivität beitragen.“

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