Labelexpo Europe: VskE: „Erschließt sich den ...
Labelexpo Europe

VskE: „Erschließt sich den meisten Betrachtern nicht“

Es war ein Paukenschlag, der da in der vergangenen Woche verkündet wurde: Der Veranstalter Tarsus Group hatte bekannt gegeben, dass die Labelexpo Europe, die ursprünglich vom 26. bis 29. April 2022 in Brüssel stattfinden sollte, auf den 11. bis 14. September 2023 verschoben wurde. Wir haben Reaktionen aus der Branche gesammelt.

Statement VskE – Verband der Hersteller selbstklebender Etiketten und Schmalbahnconverter e.V.

Ist für den VskE die Entscheidung der Tarsus Group nachvollziehbar?

„Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Verschiebung auf September 2023 nachvollziehbar. Auf der Ausstellerseite gab es bereits eklatante Lücken und bezüglich Besucherbeteiligung hätte der Veranstalter ebenfalls mit einer deutlich reduzierten Resonanz rechnen müssen. Dieser Aspekt wird in der Pressemitteilung von Tarsus mit der wortreichen Erklärung für die Entscheidung vollkommen ausgeblendet. Als Gründe werden die unsägliche Kriegssituation in der Ukraine angeführt, was noch nachvollziehbar ist. Die Materialengpässe in der Etikettenindustrie als Grund für die Absage anzuführen, findet in der Branche dagegen weniger Verständnis. Schließlich hat sich diese Entwicklung bereits seit Anfang 2021 abgezeichnet. Welche direkte Auswirkung sie auf die Organisation einer Fachmesse haben sollte, erschließt sich den meisten Betrachtern nicht.“

Wie sehen Sie das? Ist die Maßnahme richtig?

„Um beurteilen zu können, ob die Maßnahme richtig ist, bräuchte es einen Maßstab zur Beurteilung der Entscheidung pro oder contra April-Termin. Am Ende hängt es von der Perspektive ab, ob die Verlegung der Veranstaltung richtig oder falsch war.“

 

Statement Konica Minolta:

„Als europäischer Marktführer für digitale Etikettendrucksysteme und Partner der Label- und Packaging Industrie hat die Labelexpo Europe für uns einen besonderen Stellenwert. Wir hatten eine ganze Reihe an Überraschungen und Innovationen geplant, die wir dort erstmals präsentieren wollten. Zudem haben wir uns natürlich sehr darauf gefreut, uns mit Partnern, Kunden und Interessenten einmal wieder persönlich austauschen zu können und haben daher auch bis zuletzt an dem Event festgehalten. Dennoch können wir die Entscheidung der Tarsus-Gruppe, mit der uns eine langjährige Partnerschaft verbindet, sehr gut nachvollziehen. Auch wir sind uns der Tragweite des erheblichen Drucks auf die Lieferkette, dem die europäische Etikettenindustrie derzeit ausgesetzt ist, bewusst. Allen voran verurteilen wir jeden Akt der Gewalt und Kriegsführung, der sich aktuell in der Ukraine ereignet und können die Entscheidung auch vor diesem Hintergrund sehr gut nachvollziehen. Wir selbst haben rund 100 Kolleg*innen in der Ukraine und unterstützen sie und ihre Familien im Verbund unserer europäischen Konica Minolta Familie mit allen Kräften und sind in Gedanken sowie in Wort und Taten stets bei ihnen.“




 

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