Nachhaltigkeit
Südpack setzt auf Recyclingfähigkeit und Kreislaufwirtschaft

12.07.2021 Südpack hat seine Nachhaltigkeitsziele vorgestellt. Was das Unternehmen bis 2025 erreichen will, wie eine funktionierende Kreislaufwirtschaft umgesetzt werden soll und wie das chemische Recycling dazu beitragen kann, stellte der Folienhersteller bei einer Pressekonferenz vor.

Mit der MAP-Oberfolie Veraplex Plus von Südpack lässt sich beispielsweise der Materialverbrauch reduzieren.
© Foto: Südpack Verpackungen
Mit der MAP-Oberfolie Veraplex Plus von Südpack lässt sich beispielsweise der Materialverbrauch reduzieren.

Nachhaltigkeit müsse ganzheitlich in allen Stufen der Prozesskette und als Teil eines kontinuierlichen Optimierungsprozesses einer ganzen Branche gedacht werden, sagte Erik Bouts, Sprecher der Geschäftsführung von Südpack. Bereits zum dritten Mal veröffentlichte der Folienhersteller mit Hauptsitz in Ochsenhausen auf freiwilliger Basis seinen Nachhaltigkeitsbericht, in dem bisher erreichte Nachhaltigkeitsziele in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales dokumentiert und aktuelle wie künftige Projekte definiert werden. Die vier Hauptaspekte Recyclingfähigkeit, Materialeffizienz, nachwachsende Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft stehen bei der Weiterentwicklung des Produktportfolios im Fokus.

Frühzeitig habe man sich im Unternehmen auf die Entwicklung besonders ressourcenschonender, materialeffizienter und vor allem recyclingfähiger Konzepte konzentriert, so Südpack. Denn für bestimmte Anwendungsbereiche wie etwa in der Lebensmittelindustrie seien hochperformante Kunststofffolien aus unterschiedlichen Gründen auch in Zukunft unverzichtbar.

„Wir verfolgen das Ziel, bis zum Jahr 2025 etwa 50 Prozent des Umsatzes mit Produkten aus unserer Nachhaltigkeits-Roadmap zu generieren“, sagte Bouts. Derzeit liege der Umsatzanteil bei etwa 35 Prozent. Die Folienfamilie Pureline beispielsweise umfasst Mono-Materialien aus PE, PP und PET, die laut Unternehmen dieselben Schutz- und Convenience-Funktionen wie herkömmliche Folienstrukturen aufweisen.

Nachhaltige Produktionsprozesse

Südpack konzentriert sich auch auf die Implementierung eines effizienten Wertstoffmanagements. Dabei dient der Standort Schwendi als Kompetenzzentrum für das Aufbereiten und Recyceln von Wertstoffen. Die Integration einer eigenen Regranulierung sei ein Meilenstein in Richtung Nachhaltigkeit und ein Bekenntnis zu einer kompromisslosen internen Kreislaufwirtschaft, verkündete das Unternehmen. Denn die produktionsbedingten Folienabfälle an den deutschen Betriebsstätten werden sortenrein gesammelt und dann in Schwendi für die Wiederverwertung aufbereitet. So ließ sich in nahezu allen Fertigungsstufen bei Südpack in den vergangenen Jahren der Rohstoffverbrauch und die Abfallmenge senken.

Chemisches Recycling als Lösungsansatz für Kreislaufwirtschaft

Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft für flexible Verpackungen will das Unternehmen nicht nur in eigenen Prozessen, sondern auch im Markt fest verankern. In diesem Zusammenhang steht vor allem die Anerkennung des chemischen Recyclings als ergänzende Recyclingalternative zum mechanischen Recycling auf der Agenda des Folienherstellers. „Wir investieren damit massiv in eine Zukunft, die von einem verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen geprägt ist“, so Bouts.

Durch das chemische Recycling lassen sich aus mehrschichtigen, gemischten oder auch verunreinigten Folienverbunden, die bisher nicht durch das Verfahren des mechanischen Recyclings verwertet werden können, ressourcenschonend neue, hochwertige Basis-Chemikalien gewinnen. Die hieraus gewonnenen Kunststoffe eignen sich wiederum für die Herstellung von Hochleistungsfolien, die für das Verpacken von Produkten mit hohen Qualitäts- und Hygieneanforderungen wie beispielsweise in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden können.

Virtuelle Messe

Südpack bietet seit Kurzem seine erste virtuelle Messe an: Sie ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet.

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