Intralogistik
Westfalia verlagert Standort

15.02.2021 Der Intralogistik-Spezialist Westfalia Logistics Solutions Europe zieht zum 1. Januar 2023 um. Das Unternehmen, dass im Februar außerdem 50. Jubiläum feiert, blickt auf gut gefüllte Auftragsbücher.

Zum 1. Januar 2023 siedelt Westfalia vollständig aus der Industriestraße in das Interkommunale Industrie- und Gewerbegebiet Borgholzhausen/Versmold (IBV) um.
© Foto: Crayen+Bergedieck
Zum 1. Januar 2023 siedelt Westfalia vollständig aus der Industriestraße in das Interkommunale Industrie- und Gewerbegebiet Borgholzhausen/Versmold (IBV) um.


Zum 1. Januar 2023 zieht Westfalia vollständig vom Stammsitz in der Industriestraße 11 Borgholzhausen in das Interkommunale Gewerbegebiet Borgholzhausen/Versmold (IBV) um. Der Corona-Pandemie zum Trotz läuft die Fertigung des zur Hüllhorster Wortmann-Gruppe (Terra-Computer) gehörenden Maschinen- und Anlagenbauers derzeit sehr gut: „Die Preise für Logistikdienstleistungen und Transport gehen gerade durch die Decke“, umreißt Andreas Gartemann, geschäftsführender Gesellschafter von Westfalia, die Marktlage.

Büro und Verwaltung werden am neuen Standort von rund 3.000 auf 5000 m² vergrößert, Produktion und Lager von rund 6.000 auf 10.000 m².  Die Abläufe im Werk sollen mit dem Neubau optimiert werden. Auch wird Westfalia zukünftig mit einem zweispurigen Teststand nicht nur die doppelte Testkapazität zur Verfügung stehen, sondern auch die wegen der Unplanbarkeit im Projektgeschäft notwendigen Pufferzonen für fertige Regalbediengeräte. Am Stammsitz in Borgholzhausen arbeiten derzeit rund 160 Mitarbeiter.

Gut gefüllte Auftragsbücher

Aktuell schaut Westfalia auf gut gefüllte Auftragsbücher, die es auslasten und Planungssicherheit bis weit ins Jahr 2022 schaffen. So hat die Unternehmensgruppe zu Beginn des Jahres gleich doppelten Grund zu feiern: „Neben dem bevorstehenden Baubeginn feiern wir am 18. Februar unser 50. Firmenjubiläum. Wir freuen uns, mit dem Neubau auch weiterhin ein klares Bekenntnis zum Standort Borgholzhausen abzugeben“, so Gartemann. Mit einem Jahresumsatz von mehr als 40 Millionen Euro sei das Unternehmen sehr stabil durch das für viele Unternehmen schwierige Wirtschaftsjahr 2020 gegangen.

Zwar seien die Kunden, die vor allem aus der Nahrungsmittel-, Getränke-, Verpackungs- und Wellpappenindustrie kommen, im vergangenen Jahr mit Investitionen in Neuanlagen zunächst zurückhaltend gewesen. „Wir haben aber zum Jahreswechsel noch mehrere große Aufträge gewinnen können. Auch unsere deutlich ausgebaute Dienstleistungssparte mit Service- und Modernisierungsgeschäft sowie der stark gewachsene Software- & IT-Bereich bringen uns in eine gute Ausgangslage für die nächsten 50 Jahre aktiver und partnerschaftlicher Kundenbetreuung“, sagt Gartemann.

Klebstoffsystem-Hersteller bezieht Westfalia-Grundstück

Mit dem Umzug des gesamten Unternehmens wird auch für den direkten Westfalia-Nachbarn, den Klebstoffsystem-Hersteller Bostik, der Weg frei, um am Hauptsitz seine Standorte zu bündeln: Bostik hat rund 5000 m² des derzeitigen Westfalia-Areals von rund 21.000 m² gekauft und wird den verbleibenden Teil und die bestehenden Gebäude (rd. 15.000 m²) langfristig mieten. Den entsprechenden Vertrag unterzeichneten die Geschäftsführungen Ende 2020.

 

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