Groninger mit größter Einzel-Investition
„Wir setzen anhaltenden Wachstumstrend fort“

27.08.2021 Groninger baut: Auf 17.500 Quadratmetern wächst seit Februar ein neues Lager- und Logistikzentrum samt angeschlossenem Bürokomplex in die Höhe. Mit einem Investitionsvolumen von über 20 Millionen Euro ist es die größte Einzelinvestition der über 40-jährigen Firmengeschichte.

Groninger baut in Crailsheim derzeit auf rund 17.500 Quadratmetern ein neues Lager- und Logistikzentrum samt vollautomatischem Hochregallager sowie einen angrenzenden Bürokomplex.
© Foto: Groninger
Groninger baut in Crailsheim derzeit auf rund 17.500 Quadratmetern ein neues Lager- und Logistikzentrum samt vollautomatischem Hochregallager sowie einen angrenzenden Bürokomplex.

Bei Groninger entsteht in diesen Tagen etwas Großes – etwas sehr Großes, um genau zu sein. Der Abfüll- und Verschließspezialist baut in Crailsheim derzeit auf rund 17.500 Quadratmetern ein neues Lager- und Logistikzentrum samt vollautomatischem Hochregallager sowie einen angrenzenden Bürokomplex. Kostenpunkt: über 20 Millionen Euro und damit die höchste Einzelinvestition der über 40-jährigen Firmengeschichte.

„Wir tragen mit dem Neubau unserer sehr guten Auftragslage Rechnung und setzen unseren anhaltenden Wachstumstrend der vergangenen Jahre fort“, schildern die Geschäftsführer Jens und Volker Groninger die Beweggründe für die Standorterweiterung.

Der symbolische Spatenstich hat bereits vor einem halben Jahr stattgefunden – angesichts des damals corona-bedingten Lockdowns nur in kleinster Runde. Seither ist viel passiert: Die Erdarbeiten sind abgeschlossen. Derzeit laufen die Rohbau- sowie Stahlbauarbeiten für das Bürogebäude und die Lagerhalle auf Hochtouren. Der Bürokomplex wächst in den letzten Zügen in die Höhe, bei der Lagerhalle werden die letzten Stahlträger verarbeitet. Beim 24 Meter hohen Hochregallager ist man schon einen Schritt weiter. Hier wurde bereits mit der Außenfassadenverkleidung begonnen.

Hoher Platzbedarf

Das automatisierte Hochregallager für Paletten wird in der ersten Ausbaustufe mit drei Gassen und einer Kapazität von 3.100 Stellplätzen gebaut. Bei Bedarf kann es um zwei weitere Gassen auf eine maximale Kapazität von 5.200 Stellplätzen erweitert werden. Das automatisiert Kleinteilelager wird in der ersten Ausbaustufe auf knapp 13.000 Behälter ausgelegt. In einer weiteren Ausbaustufe kann es um weitere 5.000 Stellplätze erweitert werden.

Die Logistikhalle umfasst eine Fläche von 4.000 Quadratmeter, das Hochregallager knapp 1.700 Quadratmeter, der Bürokomplex inklusive Sozial- und Besprechungsräume misst abermals 2.100 Quadratmeter. „Wir brauchen den Platz. Wir kommen bei der anhaltend hohen Auslastung andernfalls an unsere Grenzen“, gibt Jens Groninger Einblick in die aktuelle und mittelfristige Auftragslage des Maschinenbauunternehmens. Eine Abflachung ist derzeit nicht in Sicht – im Gegenteil. „Unsere Auftragsbücher sind bestens gefüllt – mitunter bis ins Jahr 2024!“

Neue Dimension erreicht

Bauen hat bei Groninger Tradition. Die Firmenchronik ist voll von Standorterweiterungen und -umgestaltungen. Und dennoch: „Ein so ambitioniertes Projekt hatten wir in den vergangenen 40 Jahren noch nicht realisiert“, erklärt Michaela Groninger. Als Architektin verantwortet und koordiniert sie im Familienunternehmen Bauprojekte aller Art. „Wir sprechen hier von einer für uns völlig neuen Dimension – allein, was die reine Fläche angeht, aber vor allem auch im Bereich der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit“, ergänzt Volker Groninger. Bei der gesamten Planung habe man sich vom Gedanken der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit leiten lassen. Mit externen Energieberater:innen habe man deshalb einen „Masterplan Energie“ erarbeitet.

„Herausgekommen ist ein über 80 Prozent energieautarker Neubau“, erklärt die Architektin. Das bedeutet, die notwendige Energie wie Strom und Wärme wird vor Ort weitgehend selbst erzeugt. Möglich macht das einerseits je eine Photovoltaikanlage auf den Dächern der Lagerhalle und des Hochregallagers, andererseits die Installation eines 30.000 Liter umfassenden Schichtenspeichers sowie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung: Ein Wärmetauscher in der Lüftungsanlage überträgt dabei die Wärme der Abluft auf die einströmende Frischluft. Bis über 90 Prozent der Wärme lassen sich so zurückgewinnen. Michaela Groninger: „Die Technik im gesamten Gebäude ist auf maximale Klima-Effizienz ausgelegt und das bei idealen Raumbedingungen für unsere Mitarbeiter:innen. Für uns ein optimaler Mix.“

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