Geschäftsjahr 2020
Leuze gut durch das Corona-Jahr gekommen

20.01.2021 Als ein „besonderes Jahr“ bezeichnete Leuze CEO Ulrich Balbach das vergangene Jahr 2020. Besonders war es für alle Industrien. Leuze ist dabei mit fünf Prozent Umsatzeinbußen gut herausgegangen.

Leuze baut in Malaysia: Die erste Ausbaustufe soll bis zum ersten Quartal 2022 abgeschlossen sein.
© Foto: Leuze
Leuze baut in Malaysia: Die erste Ausbaustufe soll bis zum ersten Quartal 2022 abgeschlossen sein.

Während das erste Quartal bei dem Automatisierungsunternehmen Leuze noch gut lief, wurde es ab dem zweiten Quartal 2020 bereits schwieriger. Dies gab das Unternehmen bei einer Pressekonferenz bekannt. Den niedrigsten Umsatz erreichte Leuze im Juli 2020. Dazu hätten Reisebeschränkungen beigetragen, erklärt CEO Ulrich Balbach, und dass „dadurch Inbetriebnahmen unserer Kunden im Ausland nicht mehr stattfinden konnten.“ Ab Ende August ging es dann laut Balbach langsam wieder aufwärts und Leuze verzeichnete einen stetig ansteigenden Auftragseingang. In Summe erzielte das Unternehmen (vor letztendgültig attestiertem Jahresabschluss) im Jahr 2020 einen Umsatz von 210 Millionen Euro. Im Jahr 2019 waren es noch 222 Millionen Euro. Somit ging der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um rund fünf Prozent zurück. „Für ein Corona-Jahr ein Ergebnis, mit dem wir durchaus zufrieden sind“, resümiert Balbach.

Der Geschäftsführer führt den vergleichsweise geringen Umsatzrückgang darauf zurück, dass Leuze bereits Ende Februar 2020 als Corona-Gegenmaßnahme ein alternierendes Wechselschicht-System in Verbindung mit einer höheren Digitalisierung eingeführt hatte. Leuzes Kerngeschäft liegt außerdem in den Bereichen Verpackungsindustrie, Intralogistik und Labor-Automation. „Gerade die letzten beiden haben durch Corona sogar massiv gewonnen“, so Balbach, etwa „die Blutanalyse durch die bekanntermaßen deutlich gestiegene Anzahl an PCR-Tests, wo wir sogar einen systemrelevanten Beitrag leisten. Die Intralogistik durch den massiven Ausbau des Paketversands und E-Commerce.“

Leuze investiert in neue Standorte

Trotz Umsatzrückgang hat Leuze vergangenes Jahr in neue Mitarbeiter und internationale Strukturen investiert. Weltweit arbeiten derzeit rund 1.200 „Sensor People“ in 21 eigenen Vertriebsgesellschaften. Neu entstanden ist eine eigene Vertriebsgesellschaft in Kattowitz in Polen sowie ein neues internationales Distributionszentrum in Unterlenningen.

Im Jahr 2021 geht es bereits weiter: zum Beispiel mit dem Baustart eines neuen Werks in Melaka, Malaysia. Dort entsteht ein internationaler Produktionsstandort gemäß Leuzes Mehrproduktions-Standortstrategie. Die erste Ausbaustufe soll bis zum ersten Quartal 2022 abgeschlossen sein. Insgesamt plant das Unternehmen dort mit einer Fläche von rund 2.000 bis 2.500 m² sowie circa 100 bis 150 neuen Mitarbeitern.

„Wir Sensor People sehen auf das Jahr 2021 mit großer Spannung, und eben auch mit großer Zuversicht“, sagt Balbach. In den nächsten Jahren plant das Unternehmen, seinen Umsatz nochmals zu verdoppeln. (mns)

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