Verhandlungsrunde kommt ins Stocken
HPV weiterhin zum zügigen Tarifabschluss bereit

01.04.2021 Die Tarifverhandlungen zwischen dem Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. und der Gewerkschaft Verdi sollten am 31. März 2021 fortgesetzt werden. Doch dazu kam es nicht.

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Trotz mehrfacher Appelle der Arbeitgeber, auf Arbeitskampfmaßnahmen während der Verhandlungsgespräche zu verzichten, habe Verdi erneut zum Streik aufgerufen.

„Wir haben der Gewerkschaft ein zusätzliches, angemessenes Zeitfenster gesetzt, um die Streiks zu beenden und um endlich verhandeln zu können. Gleichwohl hat Verdi dies erneut verweigert“, sagte der HPV-Verhandlungsführer Jürgen Peschel. „Es ist für mich völlig unverständlich, warum Verdi sich der Bitte nach einem friedlichen Verhandlungsrahmen entzieht.“

Die Gewerkschaft habe die von ihr gesetzte lange Verhandlungspause im März dazu genutzt, um ausgiebig zu streiken. Durch die Länge der Verhandlungspause verzögerte Verdi die Verhandlungen. „Wir möchten diese einseitige Verzögerung durchbrechen und senden deshalb ein klares Signal der Wertschätzung an unsere Belegschaften: Wir empfehlen unseren Mitgliedern eine freiwillige Erhöhung der Entgelte um 1,1 Prozent ab April 2021. Die Arbeitgeber wollten immer einen Abschluss noch vor Ostern - das ist ihnen aufgrund der Blockadehaltung Verdis nicht gelungen. Mit der freiwilligen Erhöhung können wir aber wenigstens teilweise im Wort bei den Beschäftigten bleiben,“ so Peschel weiter.

Die sechste Verhandlungsrunde zwischen HPV und Verdi findet am Samstag, den 24. April 2021 in Berlin statt, Corona-bedingt wieder mit jeweils kleinen Kommissionen.

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