Ökobilanz von Getränkekartons
„Einem konstruktiven Dialog verweigert“

22.11.2021 „Umweltbundesamt bestätigt ökologische Vorteile des Getränkekartons“ – so titelte der packREPORT im Oktober. „An der positiven ökologischen Bewertung des Getränkekartons durch das Umweltbundesamt (UBA) ändert sich nichts“, hieß es da seitens des Fachverbands Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel (FKN), Berlin.

FKN: „Nur ansatzweise zur Mitwirkung bereit.“
© Foto: FKN
FKN: „Nur ansatzweise zur Mitwirkung bereit.“

An diesem Beitrag hat sich im weiteren Verlauf eine hitzige Debatte entspannt, die mit Stellungnahmen seitens der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und des Aktionsforums Glasverpackung ihren Lauf nahm. Nun kontert der FKN die darin geäußerte Kritik.

Statement FKN (im Wortlaut):

„Es war zu erwarten, dass die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Ergebnisse von Ökobilanzen auch dann nicht akzeptiert, wenn sie vom Umweltbundesamt (UBA) fachlich geprüft und bewertet wurden. Bereits 2016 hat sich die DUH als einziger Umweltverband einem konstruktiven Dialog über methodische Fragen verweigert und erklärt, den UBA-Methodenstandard nicht anzuerkennen.

Bei der Erhebung und Verifizierung von Daten waren Verbände und Unternehmen der Mehrweg-Lobby trotz freundlicher Aufforderung des UBA nur ansatzweise zur Mitwirkung bereit. Alle nun vorgetragenen Kritikpunkte der DUH werden in der Studie selbst und in der Bewertung des UBA aufgegriffen und ausführlich diskutiert.

Dies gilt insbesondere für angeblich zu hohe CO2-Gutschriften für den Getränkekarton und die These, für das Klima sei es am besten, die Bäume stehen zu lassen. Der Holzrohstoff für den europäischen Getränkekarton-Markt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern Nordeuropas. Dort wachst jährlich mehr Holz nach als eingeschlagen wird. Entgegen der DUH-Annahme sinkt die CO2-Aufnahme, wenn Wälder ein bestimmtes Alter erreichen — es sei denn, man sorgt für eine ständige Waldverjüngung.“


 

stats