STI Group
Workshop zu aktuellen Entwicklungen im Packaging

05.05.2022 Mit einem Verpackungsworkshop gab die STI Group ein Forum, um aktuelle Trends in der Verpackung zu reflektieren.

STI Group CEO Jakob Rinninger.
© Foto: STI Group
STI Group CEO Jakob Rinninger.

Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Technologie, gesellschaftliche Entwicklungen und neue Ideen – welche Faktoren die zukünftige Entwicklung der Verpackung beeinflussen, wird aktuell auf allen Ebenen diskutiert.

Mit einem Verpackungsworkshop gab die STI Group am 28. April 2022 in Greven ein Forum, um aktuelle Trends in der Verpackung zu reflektieren. Zahlreiche Markenartikler, der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer, Studierende der Design Hochschule Münster, E-Commerce-Experten der metacrew und der Verband der Faltschachtel-Industrie (FFI) nutzten die Veranstaltung für einen anregenden interdisziplinären Austausch.

Darüber, dass Nachhaltigkeit weiterhin ein Top-Thema sein wird, waren sich die Workshop-Teilnehmer einig. „Unsere Industrie ist seit jeher auf einen funktionierendes Kreislaufsystem – nämlich den Altpapierkreislauf – angewiesen und folglich hervorragend positioniert, um auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Konsumlandschaft vorwegzugehen“, so STI Group CEO Jakob Rinninger zu Beginn der Veranstaltung. „Der Fokus unseres Unternehmens liegt dabei auf geschlossenen und effizienten Kreislaufsystemen im Sinne einer Circular Economy, einer Optimierung der Recyclingfähigkeit und einer Erweiterung des Anwendungsspektrums von faserbasierten Verpackungen. Durch Innovationen am Produkt und entlang der gesamten Wertschöpfungskette sehen wir enorme Potenziale für ressourceneffiziente und damit nachhaltige Verpackungslösungen.“ Davon ist auch FFI-Geschäftsführer Christian Schiffers überzeugt. Großes Potenzial in Sachen Nachhaltigkeit sieht er in der Erzeugung von Papier und Karton sowie bei To-Go-Verpackungen für Lebensmittel und Snacks, die ohne Kunststoff auskommen.

Barrierelack statt PE-Beschichtung

Die innovativen Monomateriallösungen für Tiefkühl- oder TO GO-Produkte der STI Group optimieren die Recyclingfähigkeit. Durch den Einsatz nachhaltiger Barrieren wird das Anwendungsspektrum von faserbasierten Verpackungen erweitert und die Menge an wiederverwendbaren Fasern im Kreislauf maximiert. Die aktuellen Entwicklungen an den Rohstoffmärkten, welche durch extreme Preissteigerungen gekennzeichnet sind, wirken sich förderlich auf die Nachfrage dieser Produkte aus. Neben der verbesserten Rezyklierbarkeit verkürzt das Aufbringen des Barrierelacks innerhalb des Druckprozesses die Lieferzeit, da ein breites Spektrum an verfügbaren Standardkartonqualitäten eingesetzt werden kann.

Effizienz durch sieben Farben statt Sonderfarben

Die neue Hybrid-Druckmaschine 106-X von Koenig & Bauer, die Ende 2021 am Faltschachtelstandort der STI Group in Greven installiert wurde, bietet aufgrund ihrer technischen Ausstattung viele Optionen, um Prozesse nachhaltiger zu gestalten. Neben einer höheren Prozessqualität sind es vor allem die sieben Farbwerke, da hiermit viele Sonderfarben abgelöst werden können. Dies erfordert eine intensivere Abstimmung in der Druckdatenaufbereitung, reduziert jedoch die Verschwendung von Farbresten und Makulaturbögen und ermöglicht die Optimierung von Maschinenlaufzeiten. 

STI Design Challenge: Neue Impulse von Studierenden

Aus der Design- und Verbraucherperspektive haben sich vier Studierenden-Gruppen der Münster School of Design unter Leitung von Prof. Steffen Schulz dem Thema nachhaltiger Verpackungen genähert. Die Präsentation der Ergebnisse der STI Design Challenge begeisterte die Teilnehmer mit unkonventionellen Ideen, darunter eine Süßwarenbox, die gleichzeitig ein vollwertiges Brettspiel ist oder eine materialreduzierte Faltschachtel mit spannenden Einblicken auf das Produkt im Inneren. Prof. Schulz betonte den Ansatz des „Universal Design“, der nicht nur alle Zielgruppen umfasst, sondern auch den kompletten Kreislauf einer Verpackung beleuchtet.  „Die innovativen Lösungen der Studierenden haben eindrucksvoll gezeigt, dass nachhaltiges Verpackungsdesign in der Produktentwicklung beginnt. Hier wird die Basis für die effiziente Nutzung von Materialien und deren Recyclingfähigkeit gelegt“, so STI Group CEO Jakob Rinninger. „Heute spielt Nachhaltigkeit für den Endverbraucher eine so entscheidende Rolle, dass Markenartikler und Handel hier Differenzierungsmöglichkeiten sehen und Lösungen suchen, die für Recyclingfähigkeit und mehr Klimaschutz stehen, Ressourcen schonen und relevante Botschaften senden.“



 

 

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