KELLOGG Europa
Weltweit erste Produktverpackungen für Blinde und Sehbehinderte

02.07.2021 KELLOGG Europa stattet ab 2022 alle Produktverpackungen mit einer neuen, weltweit einzigartigen Technologie aus, um sie für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich zu machen.

KELLOGG Europa: weltweit erste Produktverpackungen für Blinde und Sehbehinderte.
© Foto: KELLOGG GmbH
KELLOGG Europa: weltweit erste Produktverpackungen für Blinde und Sehbehinderte.

Wichtige Informationen auf Lebensmittelverpackungen, wie z. B. Angaben zu Allergenen, sind für blinde oder sehbehinderte Menschen oft nicht zugänglich. Die neuen Boxen ermöglichen es einem Smartphone, einen eindeutigen Code auf der Verpackung zu erkennen und den sehbehinderten Käufer:innen die Etikettinformationen wiederzugeben.

KELLOGG wird alle seine Produktverpackungen in Europa ändern, beginnend im Jahr 2022 mit Kellogg's® Special K®. Das Unternehmen hofft außerdem, dass durch den Erfahrungsaustausch mit anderen Marken die Möglichkeit besteht, die Supermarktregale für Menschen mit Sehbehinderung insgesamt zugänglicher zu machen, sodass sie unabhängiger einkaufen und Informationen von verschiedenen Verpackungen abrufen können.

Vorausgegangen ist der Markteinführung ein erfolgreicher Pilotversuch 2020 auf den in England vermarkteten Verpackungen von Kellogg's® Choco Krispies®. Die Auswertung durch die britische Wohltätigkeitsorganisation Royal National Institute of Blind People (RNIB) ergab, dass 97 Prozent der Teilnehmer:innen sich wünschen, in Zukunft mehr dieser Zugänglichkeitsmerkmale auf Lebensmittelverpackungen zu sehen.

„Aus bis zu drei Metern Entfernung“

Im Gegensatz zu anderen Arten von gedruckten Codes enthält die neue Technologie mit dem Namen NaviLens kontrastreiche farbige Quadrate auf schwarzem Hintergrund. Die Benutzer:innen müssen nicht genau wissen, wo sich der Code befindet, um ihn zu scannen. Es ermöglicht Smartphones, den Code auf der Verpackung aus bis zu drei Metern Entfernung zu erkennen, wenn blinde oder sehbehinderte Käufer:innen ihre Geräte in Richtung der Produkte hält. Daraufhin wird das Telefon alarmiert und der/die Käufer:in kann sich die Informationen zu Inhaltsstoffen, Allergenen und Recycling vorlesen lassen - oder sie mit Hilfe von Barrierefreiheitstools auf dem Gerät lesen.

Die Technologie wird derzeit in den Verkehrssystemen der Städte Barcelona, Madrid und Murcia eingesetzt und erleichtert Tausenden von sehbehinderten Bürger:innen die Navigation in den Städten. In Großbritannien wurde sie erstmals im Rahmen der Kellogg-Studie eingeführt.



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