British American Tobacco
„Unser klares Bekenntnis: Weniger Kunststoff“

10.11.2021 Was der Tabak-Konzern British American Tobacco (BAT) zur nationalen Umsetzung der EU-Einwegkunststoffrichtlinie sagt. Und welche Schlüsse das Unternehmen daraus zieht.

Die Marke „Lucky Strike“ ist Teil des BAT-Imperiums.
© Foto: IMAGO / Prod.DB
Die Marke „Lucky Strike“ ist Teil des BAT-Imperiums.

Zigarettenverpackungen genossen im Verpackungskosmos lange Zeit eine Sonderstellung. Vor der Einführung von standardisierten Zigarettenverpackungen galt: Die Produktion derselben stellte sowohl in drucktechnischer als auch in konstruktiver Hinsicht hohe Anforderungen an den Faltschachtelhersteller. Entsprechendes technisches Equipment und Know-how waren unabdingbar – die Eintrittsschwelle in das Segment war entsprechend hoch.

Der Wendepunkt: Ende Februar 2014 beschloss das EU-Parlament die Verschärfung der EU-Tabakprodukt-Richtlinie 2012/0366 (TPD) – trotz massiven Protests der Tabakbranche. Mit drastischen Warnhinweisen sollten Raucher vom Tabakkonsum abgehalten werden. Ein negativer Nebeneffekt: „Die grafische Gestaltung der Verpackungen wird nun auf ein niedriges Niveau reduziert“, hieß es dazu etwa im Mai 2014 seitens Mayr-Melnhof Karton. „Die Schwelle für den Markteintritt von Packungs- und Warenfälschungen wird durch standardisierte Verpackungen auf ein Mindestmaß reduziert.“

Ein schwieriges, unbequemes Marktsegment also – das seit Sommer diesen Jahres mit zusätzlichen Warnhinweisen auf der Verpackung umgehen muss.

Exklusiv – die aktuelle Stellungnahme dazu aus dem Hause BAT im Wortlaut:

„Im Rahmen der nationalen Umsetzung der Einwegkunststoffdirektive, die 2019 von der EU verabschiedet wurde, um die Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt zu vermindern, sind wir seit Juli diesen Jahres dazu verpflichtet, Tabakprodukte mit kunststoffhaltigen Filtern sowie kunststoffhaltige Filter, die zur Verwendung in Kombination mit Tabakprodukten vertrieben werden, mit den von Ihnen erwähnten „Umwelthinweisen“ zu versehen.

Die Idee der EU-Kommission hinter dieser Kennzeichnung bestand darin, Verbraucherinnen und Verbraucher darauf hinzuweisen, dass das Produkt Kunststoff enthält und nicht achtlos weggeworfen werden soll, da das negative Auswirkungen auf die Umwelt hat.

Der Kommission zufolge gelangen bestimmte Einwegkunststoffprodukte aufgrund eines erheblichen Mangels an Informationen über die Materialeigenschaften des Produkts oder die geeignete Art der Abfallentsorgung unsachgemäß in die Umwelt. Die Absicht des Regulierers bestand daher nicht unbedingt darin, einen Rückgang der Verkaufsmengen zu bewirken, sondern in erster Linie die Verbraucherinnen und Verbraucher über die Auswirkungen ihres Handelns aufzuklären und Produzenten zu umweltverträglichen Innovationen zu motivieren.

Anders als bei Lebensmittelbehältern und Getränkebechern fallen Tabakwaren mit kunststoffhaltigen Filtern nicht unter die Zielvorgaben für die Verringerung des Verbrauchs oder die Beschränkungen für das Inverkehrbringen, was sich möglicherweise auf die Verkaufsmengen auswirken würde.

Wir glauben, dass das Problem des Wegwerfens von Zigarettenstummeln im öffentlichen Raum am wirksamsten in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten angegangen werden kann. Unser Unternehmenszweck ist, eine bessere Zukunft, „A Better Tomorrow“ für Verbraucher, Mitarbeiter, Aktionäre und die Gesellschaft aufzubauen. Dazu gehört unser Beitrag zu einer Kreislaufwirtschaft, der auf unserem klaren Bekenntnis fußt, weniger Kunststoff zu verwenden, weniger Abfall zu erzeugen und mehr zu recyceln. 

Studien haben gezeigt, dass Initiativen zur Verbraucheraufklärung und -sensibilisierung allem Anschein nach zu den effektivsten Maßnahmen zählen. BAT unterstützt eine Reihe derartiger Initiativen und Aufklärungskampagnen, die sich bei der Reduzierung von weggeworfenen Zigarettenstummeln im öffentlichen Raum als wirksam erwiesen haben, um die Menge der weggeworfenen Zigarettenstummel an öffentlichen Plätzen zu reduzieren. So bieten wir beispielsweise bereits seit mehr als 20 Jahren unsere tragbaren Klick-Klack-Aschenbecher an und haben bereits acht Millionen Stück verteilt, 100.000 Stück allein im letzten Jahr.“



 

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