Papierfabrik Palm
Der Bau kann beginnen

31.05.2019 Die Papierfabrik Palm kann mit dem Bau von wesentlichen Teilen der geplanten neuen Papierfabrik in Aalen-Neukochen starten. Das Aalener Familienunternehmen Palm hatte beim Regierungspräsidium Stuttgart eine Interimsgenehmigung beantragt.

Luftaufnahme der Papierfabrik Palm am Standort Aalen-Neukochen
© Foto: Papierfabrik Palm
Luftaufnahme der Papierfabrik Palm am Standort Aalen-Neukochen

Sie wurde vom RP Stuttgart am 23. Mai 2019 erteilt. Baubeginn ist am Montag, den 3. Juni 2019. Palm möchte am Standort Aalen-Neukochen 500 Mio. Euro in eine neue Papierfabrik zur Herstellung von Verpackungspapieren investieren. Die neue Papierfabrik wird in den Jahren 2019 bis 2022 entstehen. Sie wird besonders energieeffizient und nachhaltig zukunftsfähige Verpackungspapiere herstellen und am Stammsitz Arbeitsplätze langfristig sichern.

Die jetzt vom Regierungspräsidium Stuttgart erlassene Interimsgenehmigung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Kläranlage und auf den Rohbau der Papiermaschinenhalle. Dazu gehören auch das Kraftwerk und die Stoffaufbereitung, die zusammen mit dem Papiermaschinengebäude einen zusammenhängenden Komplex bilden. Die selbständigen Baukörper des Rollenlagers und des Rohstofflagers sind momentan von dieser Genehmigung ausdrücklich ausgenommen.

Palm hat darüber hinaus die komplette Genehmigung zum Erstellen der PKW- und der LKW-Parkplätze erhalten. Ihre Neukonzeption wird die innerbetriebliche Logistik verbessern und zu einer spürbaren Entlastung des Durchgangsverkehrs in Aalen-Unterkochen sorgen. In der Genehmigung enthalten ist auch der Neubau eines Pförtnerhauses am Eingang zum Betriebsareal.

Palm hat sich zum Ziel gesetzt, Aufträge bevorzugt an regionale Unternehmen zu vergeben. Dadurch sorgt Palm auch bei Lieferunternehmen in der Region für Arbeit und für Beschäftigung. Den Bau der Kläranlage wird die Firma Traub aus Ebnat allein durchführen. Mit den Arbeiten für ein neues Wasserentnahmebauwerk hat sie im Rahmen einer gesonderten Genehmigung bereits vorab begonnen, was am 1. Baukran von außen sichtbar ist. Für alle anderen Rohbauarbeiten einschließlich der umfangreichen Betonfertigteile ging der Auftrag an die Arbeitsgemeinschaft Traub aus Ebnat und Glass aus Mindelheim bei Memmingen. Die Firma Glass bringt spezielles Know-how bei der Errichtung von technisch komplizierten Papiermaschinenhallen mit. Sie hat dies auch bei der Errichtung der letzten Palm Papiermaschine in England bewiesen.

Den Auftrag für den Bau der LKW- und PKW-Parkplätze hat die alt eingesessene Aalener Baufirma Rossaro erhalten. Dr. Wolfgang Palm sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir vor Ort auf so kompetente Unternehmen zurückgreifen können, die für uns die wesentlichen Arbeiten durchführen werden. Dadurch bleiben auch große Summen der Investition in der Region. Sie beleben die hiesige Wirtschaft und das Handwerk gerade in einer Phase eines sich abzeichnenden wirtschaftlichen Abschwungs“.

Dr. Wolfgang Palm fasst zusammen: „Die Baumaßnahmen werden in allen Bereichen unverzüglich beginnen. Zwar liegen wir in unserem Zeitplan einige Wochen zurück. Wir werden dies aber problemlos durch entsprechende Anstrengungen und Beschleunigungen wieder aufholen. Der von uns geplante Zeitpunkt der Inbetriebnahme bleibt daher unverändert“.

Die sorgfältige Prüfung und Abwägung der Genehmigungsverfahren durch das Regierungspräsidium Stuttgart wird noch einige Monate in Anspruch nehmen. Das RP hat die endgültigen Genehmigungen für September 2019 in Aussicht gestellt. Sie werden dann die vollständige Errichtung (komplette Baugenehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz), sowie den Betrieb der neuen Anlagen (Betriebserlaubnis) inkl. der wasserrechtlichen Genehmigungen umfassen.

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