Mehrheit an Zollikofer-Gruppe angekündigt
Koehler-Gruppe will Biomassegeschäft ausbauen

26.05.2021 Die Koehler-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zu produzieren, als für die Papierproduktion benötigt wird. Deshalb plant das Unternehmen, 60 Prozent der Zollikofer-Gruppe zu übernehmen.

Firmenzentrale der Koehler-Gruppe am Standort Oberkirch.
© Foto: Koehler
Firmenzentrale der Koehler-Gruppe am Standort Oberkirch.

Die Übernahme erfolgt unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Prüfung und soll mit Wirkung zum Juli 2021 durchgeführt werden. Koehler plant, die schon bestehenden und weiter geplanten Biomasse-Kraftwerke langfristig mit Biomasse versorgen zu können.

Zollikofer ist ein internationales Logistik- und Handelsunternehmen für Sägenebenprodukte sowie Gebraucht-, Wald- und Energieholz, mit Hauptsitz in Bad Wurzach.

Nachhaltiger Brennstoff hilft Ziele zu erreichen

Um sein „Versprechen 2030“ zu erreichen, setzt die Koehler-Gruppe mit der Koehler Renewable Energy (KRE) seit 2012 auf nachhaltige Energie. Zahlreiche Projekte im Bereich Windkraft, Photovoltaik, Wasser-kraft und Kraftwärmekopplung wurden europaweit bereits umgesetzt. Erst kürzlich hat das Familienunternehmen bekannt gegeben, dass es im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie sein Kraftwerk am Stand-ort Oberkirch auf Biomasse umstellen wird. Der Einsatz von Biomasse statt Kohle reduziert damit die CO2 Emissionen um mehr als 150.000 t pro Jahr. Die Unternehmensgruppe ist bereits im Besitz mehrerer Holzhöfe zur Produktion von stofflichen und thermischen Hackschnitzel, um die Versorgung seiner Biomassekraftwerke mit regionalem Brennstoff zu gewährleisten. Kai M. Furler, Vorstandsvorsitzender von Koehler, stellt fest: „Das Joint Venture soll langfristig die benötigten Mengen an Brennstoff für unsere Biomassekraftwerke sicherstellen. Mit Zollikofer haben wir einen starken Partner gefunden, der als Familienunternehmen wie wir langfristige, ambitionierte Wachstumsziele in der stofflichen und thermischen Verwertung verfolgt.“

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