Ab dem Jahr 2025
Österreich führt Einwegpfand für Plastikflaschen und Getränkedosen ein

19.10.2021 Jedes Jahr fallen in Österreich mehr als 900.000 Tonnen Plastikmüll an, davon rund 50.000 Tonnen an Getränkeverpackungen. Das sind beinahe 2,5 Milliarden Flaschen und Dosen, die viel zu oft achtlos weggeworfen werden und die Natur stark belasten, heißt es seitens des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), Wien.

BMK: „Mehrwegverpflichtung erfolgt schrittweise.“
© Foto: IMAGO / Jan Huebner
BMK: „Mehrwegverpflichtung erfolgt schrittweise.“

Ein großer Teil dieser Müllmengen kann laut BMK durch die richtigen Maßnahmen vermieden werden: Die nun beschlossene Novelle für das neue Abfallwirtschaftsgesetz setze auf Einwegpfand für Plastikflaschen und Dosen sowie ein verbindliches Mehrwegangebot in allen Geschäften.

Konkrete Pfandhöhe noch nicht klar

Ab dem Jahr 2025 gilt für Plastikflaschen und Getränkedosen ein Einwegpfand. Das bedeutet: Beim Kauf von Einweggetränkeverpackungen wird ein Pfand fällig – dieses bekommen Kund:innen zurück, wenn die Verpackung zurück ins Geschäft gebracht wird.

Schon 2024 kehrt das verbindliche Mehrwegangebot schrittweise in die Geschäfte zurück. Ab diesem Zeitpunkt sollen in allen Supermärkten für sämtliche Getränkekategorien wiederbefüllbare Gebinde angeboten werden – vom Bier über Säfte bis zur Milch. Dies schütze nicht nur das Klima, sondern spare auch wertvolle Energie und Ressourcen, heißt es. Im nächsten Schritt erarbeitet das Klimaschutzministerium gemeinsam mit Partner:innen aus der Wirtschaft die Details des Pfandsystems, wie zum Beispiel die konkrete Pfandhöhe.

Um die Einführung auch im Handel gut vorzubereiten und umzusetzen, erfolgt die Mehrwegverpflichtung laut BMK schrittweise. Ab 2024 muss in mindestens jeder dritten Filiale eines Unternehmens Mehrweg angeboten werden, ab 2025 in 90 Prozent. Mit Jahresende 2025 gilt die Mehrwegquote auch für die restlichen Filialen.



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