Aluflexpack
Markt für Pharmaverpackungen schwächelte

31.08.2021 Die Aluflexpack AG, ein führender europäischer Hersteller von qualitativ hochwertigen flexiblen Verpackungslösungen, legte einen gelungenen Start ins Geschäftsjahr 2021 hin. Der Nettoumsatz der Gruppe wuchs im ersten Halbjahr um 9,5 % auf EUR 126,5 Mio.

Aluflexpack: „Anstieg des Nettoumsatzes um 9,5 %.“
© Foto: Aluflexpack
Aluflexpack: „Anstieg des Nettoumsatzes um 9,5 %.“

Bereinigt um Konsolidierungseffekte der im September 2020 erworbenen polnischen Tochtergesellschaft betrug das organische Wachstum 5,5 %. Der weitere Anstieg des EBITDAs der Gruppe auf EUR 21,4 Mio. vor Sondereffekten ist Ergebnis der erfolgreichen Umsetzung der Investitions- und Wachstumsstrategie des Unternehmens und einer steten Verbesserung im operativen Tagesgeschäft. Die EBITDA-Marge stieg vor Sondereffekten auf 16,9 %.

Solides Wachstum hält an

Aluflexpack konnte im ersten Halbjahr 2021 das dynamische Wachstum seines Geschäfts nahtlos fortsetzen. Die Nachfrage nach Produkten des Unternehmens blieb in den meisten Endmärkten auf einem soliden Niveau. Der Nettoumsatz stieg in den ersten sechs Monaten von EUR 115,5 Mio. in der Vergleichsperiode im Vorjahr um 9,5 % auf EUR 126,5 Mio. Bereinigt um Konsolidierungseffekte aus der im September 2020 erworbenen polnischen Tochtergesellschaft betrug das organische Wachstum 5,5 %. Das Wachstum wurde insbesondere von der guten Geschäftsentwicklung in den Endmärkten Kaffee und Tee, Süßwaren und Tiernahrung gestützt, wo der Anstieg des Nettoumsatzes gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr 29 %, 22 % bzw. 14 % ausmachte. Die Nachfrage nach Verpackungen für pharmazeutische Produkte litt jedoch unter Ausgangssperren, strengen Hygieneregeln und Bewegungseinschränkungen, die gemeinsam zu einem deutlichen Rückgang an Erkältungen, Fieber und sonstigen Krankheiten neben Covid-19 führten. Daraus ergab sich für Aluflexpack im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 im Pharma-Endmarkt ein Umsatzrückgang von 19 %.

Positive Entwicklung des Ergebnisses

Aluflexpack erreichte im ersten Halbjahr 2021 ein EBITDA i.H.v. EUR 21,4 Mio. vor Sondereffekten aus der Veräußerung von Vermögenswerten und Kosten für das Incentivierungsprogramm für Mitarbeiter ("Employee phantom stock program"). Damit stieg das EBITDA um 23,5 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 (EUR 17,3 Mio.). Die dazugehörende Marge erhöhte sich von 15,0 % in H1 2020 auf 16,9 %. Dieser Anstieg fußt auf der nachhaltigen Erweiterung des Geschäfts, striktem Kostenmanagement, weiteren Effizienzverbesserungen und positiven Skaleneffekten. Das EBIT stieg von EUR 9,4 Mio. in der Vergleichsperiode im Vorjahr vor Sondereffekten auf EUR 11,2 Mio. in H1 2021. Dies unterstreicht die positiven Auswirkungen der Investitionen, die in den letzten Jahren in die integrierte Plattform der Gruppe getätigt wurden. Das Finanzergebnis betrug in den ersten sechs Monaten 2021 EUR 4,5 Mio. (H1 2020: EUR -6,2 Mio.) und ist im Wesentlichen auf einen positiven Mark-to-Market-Bewertungseffekt aus Derivaten, die zur Absicherung gegenüber Schwankungen des Aluminiumpreises verwendet werden, zurückzuführen. Aluflexpack schloss das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 mit einem Reingewinn von EUR 12,7 Mio. (H1 2020: EUR 2,7 Mio.).

Ausblick bestätigt

Aluflexpack rechnet damit, dass die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2021 von einem weiteren Ausbau des Geschäfts in den Fokusendmärkten des Unternehmens – unterstützt von einer sequenziellen Erholung des Verpackungsmarktes für Pharmazeutika - und deutlicheren Auswirkungen der steigenden Rohmaterialpreise geprägt sein wird. Angesichts des aktuellen Marktumfeldes bestätigt die Konzernleitung den im März 2021 gegebenen Ausblick auf das Gesamtjahr und erwartet einen Nettoumsatz zwischen EUR 260 und EUR 270 Mio. und ein EBITDA vor Sondereffekten zwischen EUR 40 und EUR 43 Mio.

Veränderungen und interne Nachfolge in der Konzernleitung

Johannes Steurer, seit 2012 CFO der Gruppe, wurde vom Verwaltungsrat mit Wirkung zum 1. Januar 2022 zum neuen CEO ernannt. Er folgt auf Igor Arbanas, der das Unternehmen mit Jahreswechsel nach fast einem Jahrzehnt gemeinsam an der Spitze des Unternehmens mit Johannes Steurer verlässt. Lukas Kothbauer, der 2018 zu Aluflexpack kam und die Bereiche Investor Relations und M&A leitete, übernimmt zum 1. Januar 2022 die Position des CFOs. Für beide Positionen beginnt ab heute eine strukturierte Übergabephase.

Der designierte CEO, Johannes Steurer, zu seiner Ernennung: „Ich danke Igor Arbanas von ganzem Herzen für die herausragenden Führungsqualitäten, die er in den letzten Jahren bewiesen hat, und dem Verwaltungsrat für sein Vertrauen. Ich freue mich sehr, den erfolgreichen Weg mit unseren motivierten Mitarbeitern an allen Aluflexpack-Standorten in einer neuen Position fortzusetzen. Ich freue mich auch auf die Kooperation mit Lukas, mit dem ich zuvor eng zusammengearbeitet habe und in den ich großes Vertrauen habe. Gemeinsam werden wir hart daran arbeiten, die wertschaffende Wachstumsstrategie von Aluflexpack international voranzutreiben. Eines ist klar: Unsere Kunden bleiben für uns im Mittelpunkt. Mit unserer Entwicklungskompetenz, einem hohen Maß an flexiblem und leidenschaftlichem Service sowie nachhaltigen und zuverlässigen Verpackungslösungen bieten wir unseren Kunden ein einzigartiges Angebot. Untermauert wird dies durch unser jüngstes Expansionsprogramm in Drnis (Kroatien), das gut voranschreitet und unsere führende Position in unseren attraktiven Endmärkten langfristig sichern wird."



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