Alpla Group
Vervielfacht PET-Recyclingkapazität in Deutschland

17.03.2022 Nach der im Oktober 2021 erfolgten Akquisition von BTB Recycling steigert Alpla das Verarbeitungsvolumen in Deutschland auf insgesamt rund 75.000 Tonnen PET-Input.

Der Texplast-Standort in Bitterfeld-Wolfen.
© Foto: Alpla/Steffen Mainka
Der Texplast-Standort in Bitterfeld-Wolfen.

Alpla verstärkt sein Engagement am deutschen Recycling-Markt. Durch die vollständige Übernahme des Unternehmens Texplast mit Standort Bitterfeld-Wolfen, bisher Teil der Fromm Gruppe, sowie des gemeinsamen Joint Ventures PET Recycling Team Wolfen vervielfacht der international tätige Spezialist für Verpackungslösungen und Recycling seine Kapazität. Alpla investiert so in Qualität und Verfügbarkeit von PET-Rezyklat für den deutschen „Bottle-to-Bottle“-Kreislauf.

Nach der im Oktober 2021 erfolgten Akquisition von BTB Recycling steigert Alpla das Verarbeitungsvolumen in Deutschland auf insgesamt rund 75.000 Tonnen PET-Input. Davon entfallen 55.000 Tonnen auf Texplast und das PET Recycling Team Wolfen und 20.000 Tonnen auf BTB. „Unser Ziel ist der Kreislauf von Flasche zu Flasche. Wir forcieren weltweit unsere Aktivitäten, um die wachsende Nachfrage nach Post-Consumer-Rezyklat zu decken. Diese Investition stärkt unsere Position am deutschen Markt und garantiert unseren Kunden eine hohe Qualität und Verfügbarkeit des Materials“, erklärt Alpla CEO Philipp Lehner.

Weiterführung der erfolgreichen Kooperation

Das 1992 gegründete Unternehmen Texplast produziert PET-Regranulat und PET-Flakes aus gebrauchten PET-Flaschen. Das Regranulat wird in erster Linie für Preforms für neue PET-Flaschen verwendet. Die im Prozess anfallenden bunten PET-Flakes nutzt Verpackungsmittelhersteller Fromm für die Produktion von Verpackungsbändern. Der Fokus hat sich in den letzten Jahren jedoch zunehmend in Richtung Flaschenkreislauf verschoben.

„Die langjährige, kooperative und faire Zusammenarbeit mit der Fromm Gruppe war die ideale Basis für diese Weiterentwicklung. Die Übernahme ermöglicht uns eine rasche und effiziente Kapazitätssteigerung. Gleichzeitig sichern wir damit auch in Zukunft die Produktion für beide Seiten“, betont Georg Lässer, Head of Recycling bei Alpla. Die bunten Flakes werden auch künftig exklusiv an Fromm geliefert. „Wir können auf ein topmotiviertes, vollfunktionales Team setzen und sind stolz, alle 125 Beschäftigten von Texplast in der Alpla Familie begrüßen zu dürfen“, ergänzt Lässer.

Rico Seiler, Geschäftsführer der Textplast GmbH, sagt zur Übernahme: „Der Eigentümerwechsel unterstreicht den Transformationsprozess von Texplast vom Rohstofflieferanten für Kunststoffbänder hin zum bedeutenden Akteur im Flaschenkreislauf. Mit den neuen Inhabern wird das Unternehmen seine Potenziale in diesem Bereich noch besser ausschöpfen können.“

Das PET Recycling Team Wolfen ist auf die Verwertung von PET-Flaschen aus dem Gelben Sack spezialisiert. Diese werden dabei aus der haushaltsnahen Sammlung wieder zurück in den Wertstoffkreislauf geführt. Die weltweit einzigartigen Sortier- und Aufbereitungsanlagen am Standort von Texplast in Wolfen wurden 2019 errichtet.

Die Übernahme wurde am 25. Februar 2022 vertraglich geregelt. Über den Kaufpreis sowie weitere Details wurde Stillschweigen vereinbart. Der Kauf erfolgt vorbehaltlich der rechtlichen und behördlichen Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.

Weltweiter Ausbau der Recyclingaktivitäten

Anfang des Jahres 2021 hatte die Alpla Group angekündigt, bis 2025 jährlich durchschnittlich 50 Millionen Euro in den weiteren Ausbau der Recyclingaktivitäten zu investieren. Geplant ist vor allem die Internationalisierung der Maßnahmen für hochqualitative Rezyklate, um Wertstoffkreisläufe in möglichst vielen Regionen zu schließen. Insgesamt beläuft sich die jährliche Produktionskapazität der Alpla Recyclingunternehmen sowie Joint Ventures und Kooperationen auf rund 203.000 Tonnen für rPET (recyceltes PET) und 74.000 Tonnen für rHDPE (recyceltes HDPE).




 

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