Jokey
Eimer mit Ocean-Plastic-Anteil

10.07.2019 Bei der Vorstellung des Management-Leitfadens Eco Design von Kunststoffverpackungen am 12. Juni in Berlin präsentierte Michael Schmitz, Leiter Marketing und Kommunikation, den aktuellen Stand des Jokey Eco Concepts.

Die neuen Jokey-Verpackungseimer sind aus Plastikstrandabfällen und Sekundärrohstoffen der haushaltsnahen Wertstoffsammlungen gefertigt.
© Foto: Jokey
Die neuen Jokey-Verpackungseimer sind aus Plastikstrandabfällen und Sekundärrohstoffen der haushaltsnahen Wertstoffsammlungen gefertigt.

Eingeladen hatte die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V., die mit dem vom „Runden Tisch Eco Design von Kunststoffverpackungen“ entwickelten neuen Leitfaden ein praxisorientiertes Werkzeug für Unternehmen vorlegt.

Passend zum Anlass stellte Michael Schmitz zu Beginn seiner Kurz-Präsentation die neuen Jokey-Eimer mit Ocean-Plastic-Anteil vor. Die meerblauen Gebinde in 35- und 10-Liter-Größe sind das Ergebnis jüngster Versuchsreihen zur Fortschreibung des 2017 gestarteten Jokey Eco Concepts. Das Besondere: Sie bestehen zu 25 Prozent aus Rezyklaten, die aus Plastiksammlungen von Meeresstränden stammen. Die restlichen 75 Prozent sind Rezyklate aus haushaltsnahen Wertstoffsammlungen. Lediglich der Bügel des Eimers ist aus technischen Gründen aus Regranulaten der eigenen Produktion gefertigt. Wenn sich die Sekundärrohstoffe aus Strandabfällen qualitativ bewähren, so Michael Schmitz, könne das Material künftig den konventionell gewonnenen Post Consumer Rezyklaten beigemischt werden. „Mit den neuen Eimern setzen wir unsere jahrelange Entwicklung eines nachhaltigen Designs konsequent fort. Denn wir verarbeiten bereits seit den 90er Jahren Sekundärrohstoffe aus Post-Consumer-Sammlungen zu neuen Verpackungen für Non-Food-Branchen“, bekräftigt Michael Schmitz. „Der Eimer aus Ocean Plastic fokussiert ebenso wie der vorgestellte Management-Leitfaden auf die Vermittlung eines ganzheitlichen Verständnisses von nachhaltigem Design.“ In diesem Sinne sei nicht nur das Meerblau der neuen Gebinde als Hingucker gedacht, sondern auch der aufgedruckte Appell: „Keep Nature Clean“. Die einfach gehaltene Anleitung zum nachsichtigen Umgang mit Plastikabfällen will auch die Endverbraucher für die gemeinsame Verantwortung sensibilisieren, den Wertstoffkreislauf geschlossen zu halten. „Der Schutz von Umwelt und Klima kann nur als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gelingen. Die Botschaft des Eimers aus Meeresmüll lautet: Kunststoff ist eine wertvolle Ressource, die weder achtlos in der Natur zu Land noch in den Ozeanen enden darf“, so Michael Schmitz. In einem ersten Schritt sollen die RAL-zertifizierten Eimer als Müllsammelgefäße an Schulen eingesetzt werden, weitere Anfragen liegen bereits vor.     

Das Jokey Eco Concept – gelungenes Beispiel für nachhaltiges Design

Mit einem kurzen Abriss zur Entwicklung des Jokey Eco Concepts unterstrich der Marketingleiter, dass Jokey im Hinblick auf die vom Branchenverband und der Initiative „Runder Tisch Eco Design von Kunststoffverpackungen“ vorgegebenen Strategieziele für nachhaltiges Design sehr gut aufgestellt sei. Im Hinblick auf eine optimierte Ressourcennutzung hat Jokey seit Beginn der 90er Jahre das Gewicht der gefertigten Verpackungen um über 30 Prozent reduziert, so wertvollen Rohstoff eingespart und den ökologischen Fußabdruck bei Logistik und Transport gesenkt. Eine nachhaltige Materialbeschaffung gelingt Jokey durch den gesteigerten Einsatz von Post-Consumer-Rezyklaten einerseits und zertifizierten Biopolymeren andererseits, sofern diese als ökologisch sinnvoll erachtet werden können. Die Jokey Kunststoffverpackungen sind zu 100 Prozent recyclingfähig, da sie komplett aus PP-Monomaterial bestehen und frei von störenden Fremdmaterialien, wie Papier und Metall sind.  Sie lassen sich umweltverträglich nutzen, denn sie können vollständig entleert und für den privaten Zweitnutzen weiter sinnvoll genutzt werden.  „Als einer der international führenden Hersteller von Kunststoffverpackungen sehen wir uns seit den Anfängen in der Verantwortung, das ökologische Profil von Kunststoffverpackungen ständig zu verbessern. Dazu gehört auch eine klare und zielgerichtete Kommunikation, wie Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette gestaltet werden kann. Auf der Herstellerseite wie auf der Verbraucherseite!“, resümiert Michael Schmitz. „Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Debatte rund um Klimaschutz, Ressourcenschonung und Marine Littering sind wir zunehmend auch mit unserem Expertenwissen gefragt. Dieses bringen wir in den andauernden Dialog mit Verbänden und Institutionen ein – mit sehr positiver Resonanz.“   


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