Neue Verpackungen für den Bio-Molkereisektor
Jokey stellt Becher aus Kreislauf-PP vor

05.03.2021 Das spanische Unternehmen Repsol hat eine Vereinbarung mit der Jokey Group und dem spanischen Bio-Molkereiunternehmen Cantero de Letur getroffen. Die drei Unternehmen planen die Markteinführung neuer Kreislaufverpackungslösungen für Käseprodukte.

© Foto: Jokey

Die Unternehmensgruppe Cantero de Letur wird den Weg für die Verwendung von recycelten Kunststoffverpackungen in der Bio-Molkereiindustrie in Spanien für ihre Käseprodukte bereiten. Für diese von Jokey hergestellte nachhaltige Verpackung wird Kreislauf-Polypropylen von Repsol Reciclex verwendet, das eine ISCC Plus-Zertifizierung besitzt.

Die von Repsol angewandten Technologien zur Herstellung dieser Kreislaufharze ermöglichen die Verwendung von nicht recycelbaren Kunststoffabfällen, die andernfalls auf der Mülldeponie landen würden. Somit wird Abfall zu einem neuen Rohstoff für Repsols Prozesse, um neue Kreislaufmaterialien mit derselben Qualität und Funktionalität wie Neuharze zu produzieren. Und damit sind sie sogar für die Lebensmittelindustrie mit ihren hohen Qualitäts- und Hygieneanforderungen geeignet. Anfang 2020 hat Repsol all seine petrochemischen Komplexe für die Produktion nach ISCC Plus zertifiziert. Jokey erhielt diese Zertifizierung im August 2020 für vier Produktionsstandorte, einschließlich Spanien. Diese Zertifizierung steht für die Verwendung und Rückverfolgbarkeit von recycelten Materialien.

„In Anbetracht des sich entwickelnden Marktes für neue nachhaltige Materialien ist das Repsol-Jokey-Cantero-Projekt eines der ersten Pilotprojekte, das den Zweck hat, die langfristige Anwendbarkeit von recycelten Kunststoffen zu demonstrieren. Echte, funktionierende Geschäfts- und Materialflussmodelle werden mehr Partner anziehen und Segmente und die Kunststoffindustrie in Richtung einer Kreislaufwirtschaft vorantreiben“, betonte Michael Schmidt, Chief Procurement Officer bei Jokey.

„Diese neue Allianz ermöglicht es uns, in unserem Bestreben weiter voranzukommen, das Äquivalent von 20 Prozent unserer Polyolefin-Produktion zu recyceln. Wir bei Repsol haben uns voll und ganz der Kreislaufwirtschaft verschrieben und besitzen seit 2016 eine Kreislaufwirtschaftsstrategie. Deshalb ist es unser Ziel, der Gesellschaft Materialien anzubieten, die das Recycling einbeziehen, um die Endverbraucher an einem verantwortungsvollen Kreislaufverbrauch teilnehmen zu lassen, ohne dass sie Veränderungen in ihrer Qualität wahrnehmen“, erklärt Fernando Arroyo, Polypropylen-Leiter bei Repsol.

Durch die Investition in diese Technologie „werden wir die dauerhafte Nachfrage unserer Kunden nach der Schaffung von Produkten und Verpackungen mit möglichst geringer Auswirkung auf die Umwelt erfüllen.“ Sagt Pablo Cuervo-Arango, CEO von Cantero de Letur.

Mit dieser Allianz zeigen die drei Unternehmen ihr Engagement für die Umwelt und Kreislaufwirtschaft, reduzieren die Produktion und den Verbrauch von Neumaterialien und reagieren auf die Nachfrage der Verbraucher nach umweltfreundlicheren Verpackungen, was zu einer Umstellung in einem Sektor mit hohen Hygienesicherheitsanforderungen führt.

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