Cosmed rechnet vor
Produktoptimierung: Wie hoch sind Einsparungen möglich?

22.06.2021 Während der Corona-Pandemie hat sich die Lage auf dem Kunststoffmarkt dramatisch zugespitzt. Eine nie gesehene Preisexplosion sowie europaweite Versorgungsengpässe waren die Folge. Hier kommt der Lösungsansatz der Cosmed GmbH voll zur Geltung: eine erhebliche Senkung des Materialeinsatzes durch intelligente Produktoptimierungen.

Eine Optimierung des Schaumapplikator „SFD brachte über 50% Materialersparnis. Eine Win-Win-Situation für Umwelt und Unternehmen.
© Foto: Cosmed
Eine Optimierung des Schaumapplikator „SFD brachte über 50% Materialersparnis. Eine Win-Win-Situation für Umwelt und Unternehmen.

Viele Produkte aus Kunststoff, ob Einzelteile oder komplette Baugruppen, lassen sich hinsichtlich des Materialeinsatzes optimieren. „Ansatzpunkte für eine materialtechnische Optimierung sind in der Regel vielfältig“, erklärt Dirk Kröger, Vertriebsmitarbeiter von Cosmed. So gelingt es nicht selten durch konsequentes Projektmanagement, eine Materialersparnis im zweistelligen Prozentbereich sicherzustellen. Rechnet man diese dann auf den Lebenszyklus eines Produktes hoch, lassen sich somit in erheblichen Umfang Material und Kosten sparen. „Das ist gerade in der aktuellen Situation ein anderer strategischer Denkansatz, den wir hier in Löhne allerdings schon viel länger verfolgen. Der ist vor allem nachhaltiger für das Unternehmen und natürlich in erster Linie auch für die Umwelt“, so Kröger. Denn wo weniger Material eingesetzt wird, entsteht in der Folge natürlich auch weniger Kunststoffabfall.

Ganzheitliche Produktanalyse

Der Kunststoffverarbeiter aus dem Ostwestfälischen Löhne macht die Herangehensweise an einem Beispiel aus dem eigenen Hause deutlich. Pumpapplikatoren, wie man diese beispielsweise von Seifenspendern her kennt, gibt es eine Vielzahl im Markt. Ein entscheidender Nachteil dieser häufig genutzten Baugruppenzusammensetzung ist aber die Verwendung unterschiedlicher Kunststoffe sowie von Metallen für den Pumpmechanismus. Die Neuentwicklung von Cosmed, die aktuell unter den Namen SFD (Squeeze Foaming Device) im Markt vertrieben wird, ist rein aus Polypropylen (PP) gefertigt, was sich vor allem vor dem Hintergrund einer späteren Entsorgung als hilfreich erweist, weil keine Materialien aufwendig getrennt werden müssen. Die singuläre Materialkombination des Produktes ermöglicht eine 100-prozentige Rückführung in den Wertstoffkreislauf.

Das Ergebnis der Entwicklung beruht auf einer ganzheitlichen Produktanalyse. Eine Stärken- und Schwächenanalyse von vergleichbaren Bestandprodukten im Markt trug zur Erarbeitung von Lösungsansätzen ebenso bei, wie der technisch neu gedachte Pumpmechanismus, dessen Inneres aus einem speziell entwickelten, patentrechtlich geschützten Konstrukt aus Feinsieben besteht.

Materialersparnis im 6-stelligen Euro Bereich jährlich

Durch die Anpassung des SFD an die notwendige und gewünschte Funktionalität kommt die medienführende Flasche mit weniger als der Hälfte an Material gegenüber den Vergleichsprodukten aus. „Und die von uns errechneten Zahlen zeigen erst das immense Einsparpotenzial auf“, macht Dirk Kröger deutlich. Basierend auf der Annahme von fünf Millionen Einheiten jährlich würden für die Produktion des SFD ca. 130 Tonnen Rohmaterial genutzt. Aktuell am Markt gesetzte Vergleichsprodukte benötigen Ressourcen von mehr als 270 Tonnen. Eine Differenz beim Kunststoff, der dann auch noch sortenrein verarbeitet wird, von >140 Tonnen. „Multipliziert man die Differenzsumme nun mit dem aktuellen Einkaufspreis des Kunststoffgranulats kommen da schon beachtliche Eurobeträge im höheren 6-stelligen Eurobereich an Kosteneinsparungen zusammen“, versichert Dirk Kröger.

„Wir sind davon überzeugt, dass bei der Optimierung von Bestandsprodukten in diversen Branchen viel Potenzial schlummert, wodurch Produkte günstiger, umweltschonender und mitunter auch noch funktionaler gestaltet werden können“, ist sich Dirk Kröger sicher. Deshalb plädiert Cosmed dafür, den Fokus mehr auf das Einsparen von wertvollen Ressourcen zu lenken, als stattdessen über steigende Preise beim Rohmaterial und Versorgungsengpässe zu klagen. „Die angespannte Marktsituation wird sich mittelfristig wieder normalisieren“, da ist sich Dirk Kröger sicher. Die Verpflichtung zur nachhaltigen Schonung von Ressourcen wird bleiben und bietet somit der gesamten Branche der Kunststoffverarbeiter großes Potenzial für die Zukunft.

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