Verpackung als Qualitätsfaktor

19.01.2015 Die Food-Branche stellt hohe Ansprüche an die Produktion und den Transport von Lebensmitteln. Da IBCs meist zu Beginn der Lebensmittelkette eingesetzt werden, z. B. für Konzentrate, Vorprodukte und Nahrungsrohstoffe, kann jede noch so geringe Beeinträchtigung einen enormen Multiplikationseffekt nach sich ziehen. Sicherheit auf höchstem Niveau ist daher ein Garant für Qualität – von der Produktion über den Transport bis zum Verkauf.

© Foto: Schütz
Auch für ein weltweit tätiges und renommiertes Traditionsunternehmen wie Coca Cola, langjähriger Kunde von Schütz Packaging Systems, hat Lebensmittelsicherheit seit jeher oberste Priorität: „Der Schwerpunkt, den wir auf Lebensmittelsicherheit legen, ist durch unsere Verpflichtung auf Qualität und unser Markenversprechen ‚Perfect Product Trusted Everywhere‘ vorgegeben“, so Neil Marshall, für Qualität und Lebensmittel zuständiger Global Director der Coca Cola Company, in einem Interview mit Schütz.

Entsprechend dieser Anforderungen aus der Branche hat Schütz die neuen Foodcert IBCs und Fässer entwickelt. Sie gewährleisten volle Material-, Produkt- sowie Prozesssicherheit. Dabei erfüllen sie nicht nur alle Vorgaben der Food and Drug Administration (FDA) sowie der europäischen Richtlinien, sondern berücksichtigen zusätzliche Faktoren zur Risikominimierung. Damit tragen die Verpackungen den deutlich gestiegenen Bedürfnissen im Lebensmittelbereich Rechnung. Zugleich gehen sie weit über die übliche reine Fokussierung auf das eingesetzte Material hinaus.

Kunden entsprechen mit dem Einsatz dieser Verpackungen den Wünschen ihrer eigenen Kunden: dem Endverbraucher. Denn schließlich erklärten in einer Umfrage von Infratest-dimap im Auftrag des Bundesagrarministeriums im Januar 2013 zwei Drittel (65 Prozent) der Deutschen, dass ihr persönliches Interesse an Lebensmitteln und deren Herstellungsweise in den letzten Jahren zugenommen habe.

Zertifizierte Sicherheit

Auch Kunden im reinen B2B-Segment registrieren ebenfalls diese gestiegenen Erwartungen – nicht nur in Bezug auf das Produkt selbst. Novozymes A/S ist ein dänisches Biotechnologie-Unternehmen, spezialisiert auf die Herstellung von Enzymen für die industrielle Weiterverarbeitung. Dieser Unternehmensbereich liefert auch Enzyme für Lebensmittel in höchster Qualität und nutzt dafür die Foodcert Verpackungen von Schütz: „Unsere Kunden erwarten, dass wir ihnen Informationen über das Produkt und seinen Schutz zur Verfügung stellen und natürlich auch für Zertifizierungen nach verschiedenen Normen wie zum Beispiel FSSC 22000 sorgen“, erklären die Verantwortlichen bei Novozymes A/S im Gespräch mit Schütz.

Den komplexen Zertifizierungsprozess nach dieser Norm (Food Safety System Certification, basierend auf ISO 22000 in Verbindung mit ISO/TS 22002-4) startete auch Schütz für die Fertigung der neuen Premiumserie an allen Produktionsstätten. Er ist in Kürze abgeschlossen. Schütz orientiert sich dabei an der Global Food Safety Initiative (GFSI), die diese Systemzertifizierung anerkennt. Die GFSI ist die weltweit größte Nonprofit-Organisation zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit. Sie wurde 2000 von Produzenten und Händlern gegründet, um internationale Standards aufzustellen. Auch Coca Cola setzt auf die GFSI. Bei der Wahl der Verpackung für seine Produkte prüft das Unternehmen unter anderem nach folgendem Kriterium: „Der Lieferant muss gemäß einer GFSI-Regelung und für alle anderen Aspekte, die die Eignung für die Berührung mit Lebensmittel betreffen, zugelassen sein“, erläutert Neil Marshall.

Präventive Fertigung auf den Punkt

Maximale Sicherheitsanforderungen verlangen aufwendige Präventivprogramme: Schütz hat daher zahlreiche Maßnahmen im Rahmen des HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points) Konzeopts implementiert. Diese gelten für die Gebäude, die Anlagen sowie das gesamte Produktionsumfeld. Dazu zählen unter anderem detaillierte Hygienevorschriften für Mitarbeiter und Reinigungspläne für die Arbeitsplätze. Hinzu kommen Maßnahmen zur Vermeidung von Fremdkörpern oder Staub, regelmäßige mikrobiologische Untersuchung von Prozesswasser und Blasluft, der Schutz beim Umgang mit Abfällen, sowie das Glas- und Messermanagement. Wartungsvorschriften und -kontrollen der Maschinen, die systematische Schädlingsbekämpfung auf dem gesamten Werksgelände, Vorgaben zum kontrollierten Einsatz aller Arbeitsstoffe, besonders von Chemikalien, und ein gesicherter Wareneingang vervollständigen das Paket. Diese Maßnahmen tragen in ihrer Summe erheblich zum Erhalt der Qualität des Füllguts bei: „Sichere und hochwertige Verpackungen für unsere Produkte bedeuten aber nicht nur Schutz, sie sind auch wesentlicher Bestandteil der Qualität der von uns produzierten und vertriebenen Enzyme. Dazu zählt auch, dass wir mit zuverlässigen und kompetenten Partnern zusammenarbeiten, deren Produkte ebenfalls dieselben weltweit gültigen Standards mit dokumentierter Qualität erfüllen“, so das dänische Unternehmen Novozymes A/S.

Die Foodcert Verpackungen fertigt Schütz auf der Basis kundenspezifischer Einzelaufträge just-in-time: Die IBC-Innenbehälter werden unverzüglich nach dem Blasvorgang in die Endmontage transferiert und verbaut. Jeder Produktionsschritt und jede Komponente sind eindeutig der entsprechenden Verpackung zuzuordnen und außerdem komplett silikonfrei. Die Identifikation über ein Barcodesystem ermöglicht die lückenlose Rückverfolgbarkeit – und das bis auf die Batch- und Prozessebene. Auf Anfrage vergibt Schütz zudem individuelle Identifikationsnummern für Artikel oder Packmittel. Dies deckt sich mit den aktuellen Wünschen der Endverbraucher: Entsprechend einer Umfrage von infratest dimap im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands im Mai 2014 halten 95 Prozent der Befragten eine Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln für „sehr wichtig“ oder zumindest „wichtig“. Fertige Verpackungen werden direkt ohne Lagerung verladen und verschickt. Bereits vorproduzierte Komponenten wie Schraubkappen, Auslaufhähne oder Spundstopfen werden ebenfalls hygienisch verpackt und gesondert gelagert. Soll der Versand doch erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, lagern die Container in speziellen geschlossenen Räumen. Optional bieten Kunststoffhauben zusätzlichen Schutz – bis zum Einsatz für den Transport von Konzentraten und Nahrungsrohstoffen.

EVOH – Schutz für gleichbleibende Qualität

Für den Transport von hochsensiblen Füllgütern wie z. B. von Milch, Fruchtsäften, alkoholischen Getränken und Aromastoffen stattet Schütz die Foodcert IBCs auf Wunsch auch mit einer EVOH-Sperrschicht aus. Die Security Layer Technology, bei der gleichzeitig bis zu sechs Funktionsschichten extruiert werden können, macht dies möglich. Eingebaut zwischen zwei Trägerschichten ist sie ein effektiver Schutz vor Permeationseinflüssen. Der Ein- oder Austritt von Gasen, Aroma- und Duftstoffen sowie Lösemitteln wird vermieden, der Vitaminabbau gestoppt und die Haltbarkeit empfindlicher Füllgüter deutlich verbessert (extended shelf life). Außerdem bietet die EVOH-Barriere die Möglichkeit, Konservierungsmittel im Medium zu reduzieren und sogar auf eine Kühlung während des Transports zu verzichten. Eine weiße oder alternativ schwarze leitfähige Außenschicht schützt vor UV-Strahlung und Licht. Kunden profitieren von der so erzielten unverändert hohen Qualität und Lagerfähigkeit ihrer Produkte.

Eine kontinuierliche Forschung im eigenen Haus sowie eine enge Zusammenarbeit mit Institutionen und Hochschulen zeichnet Schütz Packaging Systems auch in Zukunft aus. So ist gewährleistet, dass der IBC-Spezialist stets mit seinen Produkten nah an den sich stetig wandelnden Erfordernissen der Lebensmittelindustrie bei Lagerung und Transport bleibt.


www.schuetz.net

BU: Besondere Präventionsmaßnahmen bei der Fertigung der Foodcert Verpackungen: Bereits vorproduzierte Komponenten wie z. B. Schraubkappen sind bis zur Endmontage hygienisch verpackt. Die Mitarbeiter tragen Schutzkleidung entsprechend detaillierter Hygienevorschriften.

Foto: Schütz
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