Alpla
„Diese Chancen nutzen wir konsequent“

25.10.2021 Die Alpla Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG, Hard/Österreich – kaum ein Unternehmen tauchte 2021 häufiger in unseren News auf. Der packREPORT fragt nach: Weshalb ist das so?

Alpla: „Auch geographische Aspekte spielen eine Rolle.“
© Foto: Alpla Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG
Alpla: „Auch geographische Aspekte spielen eine Rolle.“

Im Jahr 2021 ist fast kein Konzern so aktiv wie Alpla, hier eine kleine Auswahl: „Alpla übernimmt BTB PET-Recycling“ (5. Oktober), „Alpla übernimmt spanischen Flaschenhersteller Plastisax“ (29. September), „Alpla übernimmt Verpackungshersteller Wolf Plastics“ (20. August), „Alpla steigt bei Panara ein“ (22. Juli), „Alpla Group baut Recycling-Geschäft aus“ (19. Februar).

Die Fülle an Übernahmen in kurzer Zeit ist immens. Wir wollten daher wissen: Welche Strategie steckt dahinter?

Alpla: „Organisches Wachstum ist einerseits begrenzt. Die Übernahme anderer Unternehmen oder der Zusammenschluss mit anderen Firmen ist ein zentraler Baustein unserer Wachstumsstrategie. Darüber hinaus sehen wir weltweit einen wachsenden Bedarf seitens unserer Kunden, insbesondere an Produkten, die Recyclingmaterial enthalten. Wir haben den Anspruch, weltweit lokale Stoffkreisläufe zu schließen. Unser langjähriges Know-how verleiht uns die Möglichkeit, hier zahlreiche Investitionsprojekte anzuschieben. Am Ende des Tages zählt für uns als Konverter und Recycler jede Flasche, um Verpackungen im Kreislauf zu halten und den CO2-Footprint zu reduzieren.“

Geht es tatsächlich nur über Größe?

Alpla: „Als Unternehmen weiter zu wachsen ist wichtig, jedoch spielen bei weitem nicht nur quantitative Aspekte eine Rolle, sondern insbesondere auch qualitative, wie sie sich in Produktionstechnologie, Produktsortiment, Standort oder bestehende Kundenstruktur ausdrücken. Die Integration neuer Betriebe in die Alpla-Organisation ist die eigentliche Herausforderung, denn hier haben wir hohe Produktions- und Qualitätsstandards, die global einheitlich gültig sind. Am Ende des Tages muss eine Akquisition perfekt zu uns und unserer Strategie passen.“

Was sind erhoffte Synergieeffekte all dieser Transaktionen?

Alpla: „Alpla möchte lokale Kreisläufe schließen, und zwar weltweit. Gleichzeitig haben die großen Konsumgüterhersteller mittlerweile umfassende Nachhaltigkeitsprogramme mit ehrgeizigen Zielen formuliert. Gleiches gilt für gesetzliche Vorgaben, beispielsweise in der EU. Diese Chancen nutzen wir konsequent und treffen die notwendigen Entscheidungen. Insgesamt besitzen diese Prozesse eine Menge Dynamik und Potenzial.“

Welche Unternehmen sind, ganz allgemein gesprochen, potenzielle Übernahmekandidaten? Und warum?

Alpla: „Solche, die entlang der Wertschöpfungskette einen Mehrwert für Alpla haben und perfekt in unser Portfolio passen bzw. Segmente abdecken, in denen wir noch wachsen wollen. Darüber hinaus spielen auch geographische Aspekte eine Rolle, sprich die Nähe zum Abfüllwerk eines Kunden oder bei Recyclingwerken zu unseren nächsten Produktionswerken.“



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