Gerresheimer
Neue Wanne für Weißglas

23.09.2021 Das Gerresheimer-Werk in Lohr plant mit dem Einsatz der Hybridtechnologie 2023 eine Glasschmelzwanne für Weißglas zu bauen, die deutlich mehr CO2 einsparen wird als die herkömmliche Technik.

Gerresheimer: „Wegweisendes Technologieprojekt“
© Foto: IMAGO / sepp spiegl
Gerresheimer: „Wegweisendes Technologieprojekt“

Für dieses innovative Projekt hat das Unternehmen einen Förderantrag beim Bundesumweltministerium gestellt.

„Dieses wegweisende Technologieprojekt dient der Stärkung des Industrie- und Glasstandortes Deutschland. Wir werden mit dieser innovativen Technologie neue Maßstäbe in Bezug auf Nachhaltigkeit und Vermeidung von Emissionen setzen,“ sagte Andreas Kohl, der als Global Senior Vice President Operations für die weltweite Behälterglasproduktion und deren technische Weiterentwicklung bei der Gerresheimer-Gruppe verantwortlich ist.

Am Standort Lohr produziert Gerresheimer mit zwei Schmelzwannen für Klar- und Braunglas jährlich mehr als eine Milliarde Glasbehälter für die Pharma- und die Lebensmittelindustrie. „Mit dem Einsatz dieser nachhaltigen Wannentechnologie in Verbindung mit grüner Energie für die Glasschmelze werden wir den CO2-Ausstoss der Produktion um rund 25.000 Jahrestonnen deutlich senken,“ sagt Jörg Buchmayer, Head of Production and Technology, der das Projekt verantwortet. „Wir setzen auf Hybridtechnologie, die es ermöglicht, die benötigte Schmelzenergie in der Wanne zur einen Hälfte mit grünem Strom und zur anderen Hälfte mit Erdgas abzudecken.“

Gerresheimer produziert auch an den deutschen Standorten Essen und Tettau Glasbehälter für zahlreiche namhafte Markenprodukte der Pharma- und Kosmetikwelt. Im Rahmen seiner globalen Nachhaltigkeitsstrategie hat sich Gerresheimer zum Ziel gesetzt, seine CO2-Emissionen bis 2030 um 50 % im Vergleich zu 2019 zu reduzieren. Dabei spielt die ressourcenschonende Herstellung von Glas eine entscheidende Rolle. Die für das Werk in Lohr vorgesehene innovative Technologie ist insofern wegweisend.



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