Bierflaschen
„Drohende Engpässe sehen wir spätestens im Sommer“

23.05.2022 „Einigen Brauereien droht der Leerlauf, sie stehen vielleicht bald ohne Flaschen da“, heißt es aktuell gegenüber dem packREPORT. Das Statement des Deutschen Brauer-Bundes in Bezug auf die Versorgungssituation mit Glasflaschen.

Deutscher Brauer-Bund: „Leergut nicht im Keller horten.“
© Foto: IMAGO / blickwinkel
Deutscher Brauer-Bund: „Leergut nicht im Keller horten.“

Statement Die deutschen Brauer | Deutscher Brauer-Bund e.V., Berlin:

„Neuglas wird in Europa immer teurer. Wer keine langfristigen Lieferverträge hat, muss für neue Glasflaschen zurzeit 80 Prozent mehr bezahlen als noch vor einem Jahr. Einigen Brauereien droht der Leerlauf, sie stehen vielleicht bald ohne Flaschen da.

Allein die 1.500 deutschen Brauereien bringen insgesamt bis zu vier Milliarden Mehrwegflaschen in Umlauf. Das klimafreundliche Mehrwegsystem in Deutschland ist weltweit einmalig. Leider zurzeit auch einmalig teuer: Die extrem gestiegenen Energiepreise lassen die Produktionskosten für Neuglas in die Höhe schnellen – die Beschaffung von Leergut wird für die Brauereien immer schwieriger.

Noch ist die Versorgung in Deutschland gesichert, weil die meisten Brauereien langfristig und vorausschauend planen.  Die Logistik ist schon seit Jahren äußerst angespannt, nun spitzt sich die Lage erkennbar zu: Weil Lkw-Fahrer fehlen und einzelne Speditionen wegen der hohen Spritpreise viele Strecken nicht mehr bedienen können, wird es für die Brauereien und den Getränkehandel immer schwieriger, die Lieferkette aufrecht zu erhalten.

Drohende Engpässe sehen wir spätestens im Sommer, wenn der Getränkeabsatz nach oben geht.  Je länger das heiße Wetter anhält, desto schwieriger kann die Situation werden. Der Brauerbund appelliert deshalb an die Verbraucherinnen und Verbraucher, Leergut nicht im Keller zu horten, sondern es möglichst schnell im Handel zurückzugeben.“





 

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