Prototyp
Coca-Cola testet Papierflasche in Ungarn

11.02.2021 Eine erste Variante einer Papierflasche hatte Coca-Cola im Oktober vergangenen Jahres vorgestellt. Eine neue Version testen Konsumenten in Ungarn ab Sommer 2021.

Derzeit bestehen Teile der Papierflasche von Coca-Cola noch aus Kunststoff, zum Beispiel Verschluss und Barriere. Das soll sich in Zukunft ändern.
© Foto: Coca-Cola
Derzeit bestehen Teile der Papierflasche von Coca-Cola noch aus Kunststoff, zum Beispiel Verschluss und Barriere. Das soll sich in Zukunft ändern.

Der aktuelle Prototyp besteht aus einer Papierhülle mit einer recycelbaren Kunststoffauskleidung und -kappe. Wissenschaftler des Coca-Cola Forschungs- und Entwicklungslabors in Brüssel entwickelten ihn gemeinsam mit The Paper Bottle Company (Paboco). Das angestrebte Ziel sei es, eine Flasche zu entwickeln, die wie Papier recycelt werden könne, sagte Stijn Franssen, Europe Packaging Innovation Manager Coca-Cola, bei der heutigen Pressekonferenz von Coca-Cola. Das heißt, die Entwickler wollen in Zukunft eine zu 100 Prozent recycelbare Flaschen aus nachhaltig gewonnenem Holz mit einer Beschichtung aus biobasiertem Material herstellen. Die Flasche soll am Ende CO2- und Sauerstoff zurückhalten und somit für Flüssigkeiten wie kohlensäurehaltige und stille Getränke, Kosmetikprodukte und mehr geeignet sein. Im Vergleich zur Oktobervariante der Papierflasche, habe man bereits die Stabilität weiter erhöhen können, so Franssen.

Coca-Cola führt Marktstudie in Ungarn durch

Im zweiten Quartal dieses Jahres soll die Papierflasche im Rahmen einer Partnerschaft mit dem ungarischen Online-Lebensmittelhändler Kifli.hu getestet werden – laut Daniela Zahariea, Director of Technical Supply Chain & Innovation bei Coca-Cola in Europa „ein Meilenstein hin zu unserem Ziel, eine Papierflasche zu entwickeln.“ Das pflanzenbasierte Getränk Adez von Coca-Cola wird in der Papierflasche 2.000 Konsumenten in Ungarn angeboten. Die Einführung sei ein wichtiger Schritt, um herauszufinden, wie sich der Prototyp der Papierflasche bewährt und wie die Verbraucher darauf reagieren, so Franssen

Franssen betonte, dass sich die Zusammenarbeit des Unternehmens mit Paboco auf die Entwicklung einer Papierflasche konzentriere, die vollständig als Papier recycelt werden könne. „Diese Studie wird uns entscheidende Einblicke und Erkenntnisse liefern“, so Franssen. „Wir werden erfahren, was der Prototyp der Papierflasche als Verpackung leistet und was die Konsumenten darüber denken. Für uns ist das ein aufregender Schritt nach vorn, wenn wir mit der Flasche Laborbedingungen verlassen und sie im realen Marktumfeld erleben.“ Zum ersten Mal würden Konsumenten dann ein Produkt von Coca-Cola tatsächlich aus einer potenziell neuen Art von Papierverpackung trinken.

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