Nachhaltigkeit
Ritter Sport Mini im Papierbeutel

13.04.2021 Das Unternehmen Alfred Ritter verpackt die Schokoladen Ritter Sport Minis nun nicht mehr im Kunststofffolie umhüllten Tray, sondern in einem Standbeutel aus Papier. Ab 2025 will Ritter Sport alle Verpackungen auf eine papierbasierte Lösung umstellen.

Alfred Ritter verpackt die Mini-Tüte seit Anfang 2021 in einer papierbasierten Sekundärverpackung.
© Foto: Alfred Ritter
Alfred Ritter verpackt die Mini-Tüte seit Anfang 2021 in einer papierbasierten Sekundärverpackung.

Nach ersten Tests mit papierbasierten Primärverpackungen im vergangenen Jahr komme mit der Mini-Tüte nun das erste, dauerhaft im Sortiment verfügbare Produkt in den Handel, dessen Sekundärverpackung vollständig aus Papier bestehe, teilte das Unternehmen mit. „Die Mini-Tüte ist ein wichtiger Schritt, weil wir damit erstmals eine Umverpackung haben, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird, als Wertstoff wiederverwertbar ist und mit der wir im Vergleich zur bisherigen Verpackung 15 Tonnen Kunststofffolie pro Jahr einsparen“, erklärt Katja Binder, Leiterin der Verpackungsentwicklung bei Ritter Sport. Die Mini-Tüte ist seit Januar international sowie seit Anfang März in Deutschland erhältlich.

Entwicklungspartner Koehler Paper Group

Das Papier für die Mini-Tüte wurde gemeinsam mit der Koehler Paper Group entwickelt und ist FSC-zertifiziert. Eine Beschichtung auf der Innenseite ermöglicht es, den Papierbeutel maschinell durch Heißsiegeln zu verschließen und bietet außerdem zusätzlichen Produktschutz. Trotz dieser Beschichtung, die als funktionaler Strich mit geringem Kunststoffanteil aufgetragen wird, ist es möglich, den Beutel im Altpapier zu entsorgen.

Zum Einsatz kommt für die Mini-Tüte das Papier Nexplus Seal Pure 65g/m² von Koehler. „Wir haben zuerst mehrere Testläufe mit dem Nexplus-Seal-Papier von Koehler gefahren“, erklärt Moritz Steinle, Packaging Development Engineer bei Alfred Ritter, „zu Beginn auch ohne Inhalt und uns dann mit Feineinstellungen immer weiter einer optimalen Lösung angenähert.“ Siegeltemperatur, Siegelzeit und Siegeldruck müssten optimal aufeinander abgestimmt sein, damit das Verpackungsergebnis sauber absiegelt. Auf der Verpackungsstraße von Ritter könne mittlerweile das flexible Verpackungspapier von Koehler, aber auch der klassische Duplex-Kunststoff eingesetzt werden, so Steinle.

Primärverpackung weiterhin aus Kunststoff

Die einzelnen Minis sind weiterhin in Polypropylenfolie verpackt. Sie bietet laut Alfred Ritter den besten Produktschutz und Produktsicherheit und ist ebenfalls voll recyclingfähig sowie nach Cradle to Cradle zertifiziert. Auch wenn erste Tests mit papierbasierten Primärverpackungen vielversprechend verlaufen seien, erfüllten bisher verfügbare Materialien noch nicht alle Ansprüche, die Ritter an Produktschutz und maschinelle Verarbeitung stelle.

 

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