Nachhaltigkeit
Mars Wrigley testet Papierverpackung für Balisto

01.02.2021 Mars Wrigley testet den Verkauf des Schokoladenriegels Balisto in einer papierbasierten Verpackung. Erhältlich sind die Multipacks ab Februar 2021 in mehr als 500 Märkten der Handelspartnerin Edeka Minden-Hannover.

Mars Wrigley testet ab Februar 2021 den Verkauf der Balisto-Multipacks der Variante Honig-Mandel in einer papierpasierten Verpackung in über 500 Edeka-Märkten.
© Foto: Mars Wrigley
Mars Wrigley testet ab Februar 2021 den Verkauf der Balisto-Multipacks der Variante Honig-Mandel in einer papierpasierten Verpackung in über 500 Edeka-Märkten.

Wie Mars Wrigley mitteilte, bestehen bei den rund 100.000 9er-Multipacks des Riegelklassikers Balisto in der Variante Honig-Mandel die Verpackungen des Einzelriegels sowie des Umkartons zu mehr als 90 Prozent aus Papier. Mit dem Praxistest reduziert der Süßwarenhersteller nach eigenen Angaben allein im Testzeitraum den Einsatz von Verpackungsplastik um rund 440 Kilogramm.

Der Balisto-Pilot sei nur eines von vielen Projekten, die in diesem Jahr weltweit in allen Mars-Geschäftsbereichen gestartet werden, so das Unternehmen. Das Ziel sei es, bis 2025 alle Verpackungen wiederverwendbar, recycelbar und kompostierbar zu gestalten und den Verbrauch von Neuplastik um 25 Prozent zu reduzieren. „Ein Produkt ist nur dann wirklich nachhaltig, wenn es auch nachhaltig verpackt ist“, sagt Laurence Etienne, Geschäftsführerin Mars Wrigley Deutschland. „Zum ersten Mal bieten wir einen Schoko-Keks-Riegel in Papier an.“

Auch Dirk Körner, Einkaufsgeschäftsführer bei Edeka Minden-Hannover, freut sich, dass Edeka Teil des Pilotprojekts ist. Edeka Minden-Hannover selbst setze sich seit Jahren im Rahmen einer Nachhaltigkeitsstrategie für die Verwendung nachhaltiger Verpackungen sowie für die Reduzierung von Plastikmüll ein, so Körner.

Balisto-Verpackung: 90 Prozent natürliche Fasern

Schokolade stellt hohe Anforderungen an eine Verpackung. Sie muss einerseits Geschmack und Qualität optimal erhalten und andererseits das Produkt vor Verunreinigung und Nässe schützen. Die für Mars aus Spezialpapier entwickelte Verpackung besteht zu mehr als 90 Prozent aus natürlichen Fasern und ist FSC sowie PEFC zertifiziert. Eine dünne Barrierebeschichtung schützt die Schokolade und verhindert das Durchfetten nach außen.

Das Projekt soll zeigen, wie sich das Papiermaterial in der Praxis bewährt, zum Beispiel bei der Konfektionierung in der Viersener Fabrik, beim Transport und im Regal. Entscheidend für den Erfolg sei zudem, wie die Kunden die nachhaltige Verpackung annehmen, so Mars Wrigley. Alle gewonnenen Erkenntnisse sollen in die zukünftige Gestaltung der Verpackungen für das Mars Schokoriegel-Portfolio einfließen.

Nachhaltige Verpackungen für alle Mars-Produkte

Der Start des Balisto-Pilotprojekts sei ein wichtiger Schritt zum Erreichen des Unternehmensziels, alle Verpackungen bis 2025 nachhaltig zu gestalten. Die Verpackungsstrategie von Mars sieht konkret vor, unnötige Verpackungen zu vermeiden und recycelbare Materialien einzusetzen sowie den Verbrauch von Neuplastik um 25 Prozent zu reduzieren und durchschnittlich 30 Prozent recyceltes Material einzusetzen. „Unsere Verpackungen sollen Teil des Kreislaufs sein, damit keine Verpackung zu Abfall wird. Dafür investieren wir in nachhaltige Lösungen sowie in die Entwicklung von Recycling-Systemen und arbeiten eng mit Partnern wie der Ellen-MacArthur-Stiftung zusammen“, so Etienne.

Auch andere Unternehmen setzen auf papierbasierte Verpackungen. So verbannt beispielsweise Nestlé die Kunststoffdeckel bei Smarties und spart damit rund 191 Tonnen Kunststoffe pro Jahr ein.

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