Kunststoff
Coca-Cola stellt auf rPET um

04.05.2021 Aus Getränkeflaschen sollen bei Coca-Cola wieder Getränkeflaschen werden. Deshalb setzt das Unternehmen verstärkt recyceltes Material (rPET) bei seinen PET-Einwegpfandflaschen ein. Noch in diesem Jahr sollen die Flaschen verschiedener Marken umgestellt werden.

Coca-Cola plant, die PET-Flaschen der Marken Vio, Fuze Tea und Powerade im Jahr 2021 vollständig auf rPET umzustellen.
© Foto: Coca-Cola
Coca-Cola plant, die PET-Flaschen der Marken Vio, Fuze Tea und Powerade im Jahr 2021 vollständig auf rPET umzustellen.

Coca-Cola plant, die PET-Flaschen der Marken Vio, Fuze Tea und Powerade vollständig auf rPET umzustellen. Bei allen übrigen Marken sollen künftig alle Flaschen bis zu einer Größe von 0,5 Litern sowie die 1,5-Liter- und die 2-Liter-Flaschen vollständig aus rPET bestehen. Damit erreicht Coca-Cola in Deutschland in diesem Jahr nach eigenen Angaben einen Anteil von recyceltem Material bei den PET-Einwegpfandflaschen von rund 70 Prozent.

Verpackungen machten in Deutschland etwa 27 Prozent des CO2-Fußabdrucks aus, erklärt Tilmann Rothhammer, Geschäftsführer Customer Service und Supply Chain bei Coca-Cola European Partners Deutschland.  Sie stünden daher bei Coca-Cola im Mittelpunkt zur Klimaneutralität. „Mit der systematischen Umstellung unserer Einwegpfandflaschen auf recyceltes PET gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer Kreislaufwirtschaft, bei der wir weitestgehend auf den Einsatz von Primärrohstoffen verzichten und gebrauchte Rohstoffe erneut verwenden“, so Rothhammer.

In Deutschland spart Coca-Cola in diesem Jahr rund 32.000 Tonnen PET-Neumaterial ein und damit einhergehend etwa 57.000 Tonnen CO2. Für Deutschland hätte man sich das Ziel gesetzt gehabt, bis zum Jahr 2023 einen Anteil von 50 Prozent rPET bei Einwegpfandflaschen zu haben, so Rothhammer. „Dieses Ziel erreichen wir nun zwei Jahre früher als geplant und wir werden es mit 70 Prozent auch noch deutlich übertreffen.“

rPET teurer als Neumaterial

Für die Umstellung wendet Coca-Cola in diesem Jahr mehr als 15 Millionen Euro für die Beschaffung des recycelten Materials auf, das deutlich teurer ist als Neumaterial. Zudem sei hochwertiges, lebensmitteltaugliches rPET noch nicht in ausreichendem Maße verfügbar, um alle PET-Flaschen des Unternehmens umstellen zu können, so Coca-Cola. Deshalb investiert das Unternehmen zum einen in innovative Recyclingtechnologien, wie beispielsweise von Cure Technology, und zum anderen in langfristige Liefervereinbarungen mit Recyclingpartnern, um so Kapazitätserweiterungen und Innovationen zu befördern.

Auch bei den Umverpackungen will Coca-Cola Material einsparen wo möglich und auf recyceltes Material umstellen. Bei Mehrwegverpackungen investiert Coca-Cola kontinuierlich: Zwischen 2018 und 2020 flossen in Deutschland rund 150 Millionen Euro in neue Mehrwegproduktionslinien, Mehrweggebinde, in den Ausbau des Mehrwegflaschenpools und in neue Mehrwegkisten. Zuletzt führe Coca-Cola im Jahr 2019 mit den 1-Liter-Glasflaschen für Coca-Cola Classic, Coca-Cola Zero Sugar und das Mineralwasser Vio zwei neue Mehrwegpfandflaschen auf dem deutschen Markt ein. Diese Investitionen sollen laut Unternehmen auch in diesem Jahr fortgesetzt werden, unter anderem mit einer neuen 0,4-Liter-Glasmehrwegflasche.

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