Druckmaschinen
Heidelberg präsentiert neue Speedmaster CX 104

23.06.2021 Heidelberger Druckmaschinen präsentiert mit der neuen Speedmaster CX 104 ein frei skalierbares System für den Verpackungs- und Etikettendruck sowie Akzidenzdruck. Vom 23. bis 27. Juni ist die Druckmaschine auch live auf der China Print in Peking zu sehen.

Die Universaldruckmaschine CX 104 im Format 70x100 ist nun serienmäßig verfügbar.
© Foto: Heidelberger Druckmaschinen
Die Universaldruckmaschine CX 104 im Format 70x100 ist nun serienmäßig verfügbar.

Mit der Speedmaster CX104 stellt Heidelberger Druckmaschinen (Heidelberg) eine Produktneuheit im Kerngeschäftsfeld Bogenoffsetdruck vor: Mit dem Bogenformat 104 bietet die Druckmaschine Anwendern im Verpackungs- und Etikettendruck sowie Akzidenzdruck freie Skalierbarkeit des Systems bis hin zur Push-to-Stop-Funktionalität und sowie individuelle Konfigurationen mit bis zu 15 Druck- beziehungsweise Lackierwerken.

Mit der neuen Druckmaschine will Heidelberg seine Position im wachsenden Verpackungssegment weiter ausbauen. „Mit der intelligenten Speedmaster CX 104 stärken wir deutlich die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden und die von Heidelberg“, sagt Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender bei Heidelberg. „Wir haben die Maschine für ein breites Kundensegment und Anwendungsspektrum entwickelt und adressieren damit ein breites Marktpotenzial.“ Mit der Universalmaschine im Format 70x100 sei modernste Bogenoffsettechnologie von Heidelberg nun für viele Druckereien weltweit verfügbar.

„Der Serienanlauf der Speedmaster CX 104 hat bereits begonnen und weltweit können Interessenten die neue Maschine bestellen“, so Florian Franken, verantwortlicher Produktmanager für die Speedmaster CX 104 bei Heidelberg. Mehrere europäische Pilotkunden in unterschiedlichen Marktsegmenten arbeiten laut dem Fachmann bereits erfolgreich mit der neuen Lösung und „berichten von Produktivitätssteigerungen um bis zu 20 Prozent“, sagt Franken.

Intelligentes Assistenzsystem als Standard

Die Speedmaster CX 104 kommt in einem neuen ergonomischen Design mit guter Zugänglichkeit und bietet Anwendern eine komplett neue Bedienphilosophie (Heidelberg UX) sowie viele serienmäßige Assistenzsysteme. So wird der Bediener bei seiner Arbeit sowohl am Leitstand, dem Prinect Press Center XL 3, als auch an der Maschine bestmöglich unterstützt. Das patentierte System Intellistart 3 ermittelt für konstant kurze Rüstzeiten automatisch die notwendigen Rüstprozesse der zu produzierenden Aufträge. Dafür wird der Zustand der Maschine permanent überwacht und gegen die Folgeaufträge abgeglichen. Intellistart 3 startet und setzt den Rüstprozess automatisch um. Intelliguide und die farblich gesteuerten LED Intelliline an den Druck- und Lackierwerken zeigen dem Bediener jederzeit den Betriebszustand der Maschine an und signalisieren bei Bedarf einen nötigen manuellen Eingriff. Mit der neu entwickelten Software Intellirun hat Heidelberg die Bedienernavigation auch über das Rüsten hinaus ausgeweitet. Der Bediener erhält dadurch situationsabhängig priorisierte Informationen, die ihn dabei unterstützen, rechtzeitig zu agieren und so unnötige Stillstandszeiten zu vermeiden.

Hinzu kommen weitere auf künstlicher Intelligenz beruhende Assistenzsysteme, wie beispielsweise der Wash Assistant oder der Color Assistant Pro. Sie ermöglichen laut Heidelberg eine intuitive und ganzheitliche Bedienung und sollen für präzise kontrollierbare und stabile Prozesse sowie einer Leistungssteigerung mit reduzierten Rüstzeiten, weniger Makulatur und Energieverbrauch sorgen. Verschiedene Prinect-Farbmesssysteme bieten zusätzlich eine reproduzierbare Farbstabilität bei minimaler Makulatur.

Bei der Speedmaster CX 104 lassen sich die Rasterwalzen von nur einem Bediener wechseln, was bis zu 75 Prozent Zeitersparnis ermöglicht. © Foto: Heidelberger Druckmaschinen
Bei der Speedmaster CX 104 lassen sich die Rasterwalzen von nur einem Bediener wechseln, was bis zu 75 Prozent Zeitersparnis ermöglicht.

Neues Lackierwerk für effiziente und flexible Veredelung

Ein Highlight der Speedmaster CX 104 ist für Heidelberg das neue Lackierwerk. Es basiert auf der XL-Technologie, bei der vereinfachte Bedienung, schnelleres Rüsten und eine weitere Verbesserung der Lackierqualität im Fokus stehen. Heidelberg hat die Zugänglichkeit durch die Anordnung wesentlicher Elemente optimiert. Der Wechselprozess der Rasterwalzen ist durch die Verringerung des Walzengewichts um 30 Prozent ergonomischer und deutlich schneller: Bis zu 75 Prozent Zeitersparnis in Verbindung mit einer Ein-Personen Bedienung haben sich laut Unternehmen bei Pilotkunden unter Praxisbedingungen bestätigt. Durch den neuen Lacktuchzylinder lassen sich künftig die Lackformen einfacher und bis zu 25 Prozent schneller wechseln. Die Kombination aus einer neuen Kompaktlagerung und einem neuen Kammerrakelkonzept sorgt laut Unternehmen für einen homogenen Lackauftrag auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten.

Erstmals kommen bei der Speedmaster CX 104 die neuen von Heidelberg gefertigten Puls-Laser-Prozess-Rasterwalzen (PLP) serienmäßig zu Einsatz. Mit dem patentierten Verfahren will Heidelberg mit gezielten Laserpulsen eine schonende Gravur ermöglichen, die zu homogenen Lackoberflächen und dadurch gleichmäßig hohen Glanzwerten führt. Ein gleichbleibender Druck in der Kammer verhindert laut Unternehmen Lufteinschlüsse im Lack und unterdrückt damit die Schaumbildung. So lassen sich hohe Glanzergebnisse und -wirkungen auch bei maximalen Druckgeschwindigkeiten unter konstanten Produktionsbedingungen realisieren. Die intuitive Bedienung aller Funktionen des Lackierwerks ist am Werk möglich, zusätzlich lassen sich viele Funktionen fernverstellbar über das Press Center XL 3 bedienen.

Eine integrierte Farbnebelabsaugung sorgt insbesondere bei hohen Druckgeschwindigkeiten für weniger Emissionen im Drucksaal. © Foto: Heidelberger Druckmaschinen
Eine integrierte Farbnebelabsaugung sorgt insbesondere bei hohen Druckgeschwindigkeiten für weniger Emissionen im Drucksaal.

Innovationen im Farb-/Feuchtwerk

Anwender können mit zusätzlich erhältlichen Funktionen die Leistungsfähigkeit des Farb-/Feuchtwerks vor allem im UV-Druck weiter steigern. So sorgt eine integrierte Farbnebelabsaugung insbesondere bei hohen Druckgeschwindigkeiten für weniger Emissionen im Drucksaal. Ein automatisches Farbverrührsystem soll die Druckqualität durch eine konstante Viskosität der UV-Farbe sichern. Als Option ist eine zusätzliche Waschmittelversorgung für den Mischbetrieb von konventionellen und UV-Farben erhältlich. Durch den Wechsel zwischen UV- und konventionellem Betrieb wird vollautomatisch das richtige Waschmittel verwendet. Die Option Auto Protect schützt die Walzen in den Farbwerken ohne Farbbelegung durch Aufbringen des Saphira Roller Protection Liquid. Intellistart 3 steuert dies automatisch anhand der Auftragsdaten und der Druckwerksbelegung, sodass kein manueller Eingriff notwendig ist. Dies gilt auch für die ebenfalls zusätzlich erhältliche Tiefenreinigung. Diese wird automatisch für den Wechsel von dunklen auf helle Farben vorgeschlagen – der Bediener kann parallel andere Aufgaben erledigen. Laut Heidelberg führt dies zu einer Zeitersparnis von rund fünf Minuten pro Druckwerk.


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