Conprinta
„Grundsätzlich blicken wir positiv in das laufende Jahr“

15.03.2022 Im Exklusiv-Interview mit dem packREPORT sprechen Stefanie Wiegand-Picht, Head of Administration & Marketing, und Leonard Dürr, Sales, über künftige Anforderungen des Marktes, Vertriebsaktivitäten, Corona – und den Krieg in der Ukraine.

CONPRINTA: „Der Verpackungsmarkt wächst seit Jahren stärker als das BIP.“
© Foto: Conprinta
CONPRINTA: „Der Verpackungsmarkt wächst seit Jahren stärker als das BIP.“

Innovative Technik und Software made in Germany – CONPRINTA Printing Technology, mit Sitz in Göttingen/Deutschland, entwickelt und vertreibt die CONPRINTA IMD Vordruck-Maschine, welche auf der von CONPRINTA patentierten Belt Technologie basiert. Das Unternehmen (Halle A4, Stand 2146) verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung im Flexodruck-Maschinenbau und in der Wellpappenindustrie. Im Exklusiv-Interview mit dem packREPORT sprechen Stefanie Wiegand-Picht, Head of Administration & Marketing, und Leonard Dürr, Sales, über künftige Anforderungen des Marktes, Vertriebsaktivitäten, Corona – und den Krieg in der Ukraine.

Frau Wiegand-Picht, Herr Dürr, der Preprint-Markt gilt gemeinhin als ausgesprochener Wachstumsmarkt, insbesondere in den Bereichen E-Commerce und Food & Beverage. Welche Prognose wagt diesbezüglich CONPRINTA – sowohl für das eigene Geschäft als auch für den Gesamtmarkt? Sind dabei länderspezifische Unterschiede auszumachen?

Preprint in Verbindung mit der Digitalisierung ist eine gute Antwort auf künftige Anforderungen des Marktes. Richtig angewandt bietet diese Form des Verpackungsdruckes nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern es ermöglicht auch einen vereinfachten Konvertierungsprozess der Verpackungshersteller. Das bedeutet, dass die Produktion verschlankt, die Leadtimes minimiert und der Output maximiert wird.

Wir planen diesbezüglich mit einer erhöhten Nachfrage in der Zukunft. Grundsätzlich weisen die westlichen Länder einen höheren Preprint-Anteil als andere Regionen in der Welt auf. Wir verkaufen jedoch sowohl in Europa und den USA unsere Produkte wie auch in Süd-Ost Asien. Aktuell sind besonders osteuropäische Länder wie Polen, Tschechien und Rumänien zu nennen, welche überproportional stark wachsen. Grundsätzlich ist jedoch jeder Markt auf seine Weise interessant und bedarf Aufmerksamkeit.

Wie reagiert CONPRINTA auf diesen wachsenden Markt? Gab es Umstellungen im Portfolio, welche Weichenstellungen wurden bzw. werden vorgenommen?

Wir sind mit unseren Produkten diversifiziert aufgestellt. Zum einen bieten wir mit unserer CONPRINTA IMD eine vollwertige Preprint-Maschine an, welche bis zu 12 Farben Modular ausbaufähig ist. Als Basis fungiert unser einzigartiges, patentiertes Belt System, welches eine Produktion von unterschiedlichen Repeat-Längen bis zu 4550 mm ermöglicht.

Auf der anderen Seite treffen wir mit unseren Print and Varnish Systemen, kurz CONPRINTA PVS, den Zahn der Zeit. Im Rahmen der Digitalisierung und den sich veränderten Kundenanforderungen gewinnt die Digitaldrucktechnik im Preprint-Bereich immer mehr an Bedeutung. Allerdings sind die Farben verhältnismäßig teuer und die konventionellen Hersteller haben bisher keine preisgünstige Lösung, um volle Flächen zu bedrucken, sowie keine technische Umsetzung im Bereich der Spot-Lackierung. Hier kommen unsere PVS Systeme zum Einsatz, welche individuell in/an eine Digitaldruckmaschine integriert werden können, um einen idealen Workflow zu gewährleisten und die Bedürfnisse der Kunden optimal zu erfüllen.

Erst Corona, jetzt der Krieg in der Ukraine – wie ging und geht CONPRINTA mit diesen schweren Krisen um? Inwiefern war und ist das eigene Geschäft betroffen? Welche Maßnahmen gab und gibt es? Man hört ja zum Beispiel vielerorts, dass Corona ein regelrechter Turbo für die Digitalisierung war.

Es ist schon eine bewegende Zeit… Corona ist immer noch nicht vollkommen überwunden und die Welt leidet unter den wirtschaftlichen Konsequenzen. Als wäre das nicht genug, kommen täglich immer dramatischere Nachrichten, in denen die zerstörerischen Angriffe Russlands auf die Ukraine zu sehen sind. Gerade für unsere Aktivitäten im Osten sind diese Geschehnisse besorgniserregend und wir hoffen inständig, dass es nicht zu noch mehr menschlichen Opfern kommt und die militärische Intervention schnellstmöglich beendet wird.

Wir als CONPRINTA verurteilen jegliche kriegerische Handlungen!

In der Coronakrise haben wir alle gesetzlichen Vorgaben konsequent umgesetzt. Die Nachfrage nach digitalen Lösungen hat zugenommen und da unsere Techniker gar nicht /oder wenn nur erschwert reisen durften, wird immer häufiger unser „Remote Service“ in Anspruch genommen und Kundenanforderungen digital bearbeitet.

Wie wichtig ist für CONPRINTA diese 5. Internationale Fachmesse für die Wellpappen- und Faltschachtelindustrie (CCE International) in München? Mit welchen Lösungen bzw. Neuheiten sind Sie in München präsent?

Wir sind in erster Linie froh, endlich wieder in Kontakt mit Menschen treten zu können. Für uns ist es ein wichtiger Bestanteil unseres Geschäftsmodells, potenzielle Kunden persönlich von uns und unseren einzigartigen Lösungen zu überzeugen. Die CCE International ist daher für uns die ideale Plattform uns zu zeigen und den Besuchern die Technik der CONPRINTA IMD als auch der CONPRINTA PVS näher zu bringen.

Prognosen sind in diesen Tagen sicher schwieriger denn je. Trotzdem: Mit welchen Zielen ist CONPRINTA in das Kalenderjahr 2022 gestartet? Und wo werden Sie mutmaßlich am Ende dieses Jahres stehen? Anders gefragt: Was erhoffen Sie sich von den kommenden Monaten?

Grundsätzlich blicken wir positiv in das laufende Jahr. Der Verpackungsmarkt wächst seit Jahren stärker als das BIP und der Preprint Markt bietet schnell wachsende Absatzchancen. Wir planen, unsere Vertriebsaktivitäten dieses Jahr nochmals deutlich zu verstärken, um uns so noch sichtbarer zu positionieren. Wir wollen zudem unsere Partner weiterhin vollumfänglich zufriedenstellen und die Kundenbeziehungen stetig ausbauen.

 







 

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