Automatisierungstechnik
Sicher geerdet: elektromagnetischer digitaler Durchflussschalter

15.03.2021 Soll der Durchfluss von Medien wie Wasser oder wasserlöslichen Kühlmitteln gemessen werden, kommen elektromagnetische Durchflussschalter zum Einsatz. Durch das Bezugspotenzial der Verrohrung besteht allerdings das Risiko von Ausfällen oder sogar von Stromschlägen. Mithilfe der Durchflussschalter der Serie LFE-Z in isolierter Version werden zum einen ein Spannungspotenzial auf der Rohrleitung und zum anderen ein unerwünschter Stromfluss innerhalb des Systems ausgeschlossen.

Der elektromagnetische digitale Durchflussschalter in isolierter Ausführung der Serie LFE-Z ermöglicht die Potenzialtrennung zwischen Versorgungsspannung und Gehäuse/Verrohrung und schützt damit vor Ausfällen und Stromschlägen.
© Foto: SMC Deutschland
Der elektromagnetische digitale Durchflussschalter in isolierter Ausführung der Serie LFE-Z ermöglicht die Potenzialtrennung zwischen Versorgungsspannung und Gehäuse/Verrohrung und schützt damit vor Ausfällen und Stromschlägen.

Ob druckbeaufschlagtes Kühlwasser für Schweißzangen, Kühlwasser für Metallformen oder wasserlösliche Kühlmittel: Durchflussregelungen gehören branchenweit zu Standardanwendungen in der Industrie. Abhängig von der Gestaltung der Installation kann eine externe galvanische Trennung der Versorgungsspannung unerwünschte Stromflüsse innerhalb des Systems oder ein Spannungspotenzial auf der Rohrleitung verhindern – allerdings sind dazu mehr Bauteile nötig und die Kosten für die Stromversorgung erhöhen sich. SMC, ein Unternehmen für pneumatische und elektrische Automatisierung, hat daher seine Durchflussschalter der Serie LFE um die Serie LFE-Z erweitert, die das Problem aufgrund einer Isolierung des Rohrleitungsanschlusses von der Spannungsversorgung deutlich einfacher löst.

Isolierung über zwei verschiedene Erdungstypen

Der elektromagnetische Durchschlussschalter der Serie LFE-Z schafft durch seine Konstruktion die Potenzialtrennung zwischen Versorgungsspannung und Gehäuse/Verrohrung, um so das Problem von Spannungspotenzial auf der Rohrleitung oder unerwünschten Stromflüssen innerhalb des Systems zu lösen. Dabei können Prozessingenieure je nach Anwendungsfall entweder auf eine positive oder eine negative Masseführung zurückgreifen, ohne dass diese bei der Verkabelung gesondert berücksichtigt werden muss. Durch den Verzicht auf eine externe galvanische Trennung der Versorgungsspannung werden insgesamt weniger Bauteile benötigt.

Anwender können je nach Modell bei einer Temperatur des Betriebsmediums von 0 bis 85 °C auf einen Nenndurchfluss von min. 0,5 (LFE1-Z) bis max. 200 l/min (LFE3-Z) zurückgreifen – bei einem Druckverlust von maximal 0,02 MPa. Während die Wiederholgenauigkeit der angezeigten Werte bei ±2 % F.S. (Full Scale) und bei ±1,5 % F.S. am analogen Ausgang liegt, kann die Durchflussrichtung nach der Installation auch manuell geändert werden. Kommt es zu Rückflüssen, erkennt der Durchflussschalter diese und macht das auf dem 3-farbigen Display als Fehlermeldung sichtbar. Insgesamt lassen sich die folgenden Parameter einstellen und anzeigen: Einstellwert, Durchflussrichtung, kumulierter Wert, Anlagenbezeichnung sowie Höchst- und Tiefstwert.  

Das kompakte Design der Serie LFE-Z mit gerade einmal 40 mm Breite und 56 mm Höhe sorgt dafür, dass Prozessingenieure auch mit wenig zur Verfügung stehenden Platz auskommen können. Zudem handelt es sich mit rund 340 g (LFE1-Z) bis maximal etwa 680 g (LFE3-Z) um Leichtgewichte, die ein schlankes Maschinendesign ermöglichen.

 

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