Groninger
Baut Fertigung in den USA aus

04.10.2021 Das Maschinenbauunternehmen Groninger investiert an seinem US-Standort Charlotte: Rund eine halbe Million US-Dollar wurden für eine 5-achsige CNC-Anlage ausgegeben. Damit möchte das Crailsheimer Familienunternehmen seine Fertigungstiefe vor Ort weiter erhöhen und einen noch schnelleren Service bieten.

Groninger USA: „In den vergangenen Jahren stetig ausgebaut.“
© Foto: Groninger
Groninger USA: „In den vergangenen Jahren stetig ausgebaut.“

Das weltweit agierende Familienunternehmen Groninger baut seine Fertigungstiefe in den USA weiter aus und investiert rund eine halbe Million Dollar in eine neue CNC-Anlage am US-Standort Charlotte, North Carolina. Das deutsche Maschinenbauunternehmen trägt damit der hohen Auftragslage und Nachfrage nach Services, Produkten und Know-how von Groninger im nordamerikanischen Markt weiter Rechnung. „Der US-Markt boomt und gehört zu unseren wichtigsten Märkten“, erklärt Heiner Dornburg, Geschäftsführer der Groninger USA LLC, und ergänzt: „Deshalb möchten wir unsere Service-Niederlassung weiter ausbauen, um unseren Kunden vor Ort einen noch schnelleren Service sowie eine noch bessere Produktverfügbarkeit bieten zu können.“ Im Frühsommer wurde die neue 5-achsige CNC-Anlage in Betrieb genommen, nachdem bereits drei Jahre zuvor eine 3-achisge Anlage installiert wurde. „Die Anforderungen, die unsere Kunden an uns stellen, werden immer komplexer – in vielerlei Hinsicht.“ Einerseits seien die Fertigungsbauteile an sich immer aufwendiger, andererseits erwarte der Kunde – zurecht – eine immer schnellere Verfügbarkeit dieser Bauteile, sagt Dornburg.

Nach 150 Tagen zieht der US-Geschäftsführer jetzt eine erste Bilanz bezüglich des ausgebauten Maschinenparks: „Wir können unsere Kunden bis zu drei Mal schneller mit Teilen versorgen, wenn wir diese hier vor Ort fertigen und nicht aus Deutschland beziehen“, schildert Dornburg. Natürlich sei dies nicht immer möglich, „aber wo es geht, lohnt es sich auf jeden Fall. Für unsere Kunden ist das ein echter Mehrwert. Damit sind wir sehr zufrieden.“ Der Erfolg gibt der Investition recht: Schon im Vorjahr habe man erstmals mehr Teil ein den USA selbst gefertigt oder zugekauft, als aus Deutschland bezogen –ohne, dass die Stückzahl der aus Deutschland bezogenen Bauteile zurückgegangen sei.

60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort

Jetzt, so Dornburg, werde man die Fertigungstiefe in den USA noch stärker ausbauen und damit künftig einen noch schnelleren Service sicherstellen können. „Wir wollen gegenüber unseren nordamerikanischen Kunden ein positives Zeichen setzen. Unsere Firmenphilosophie war schon immer: ‚Wir sind da, wo unsere Kunden sind.‘ Diesem Versprechen werden wir mit der Erweiterung des Maschinenparks jetzt noch bessergerecht“, sind sich auch die Geschäftsführer Volker und Jens Groninger einig. Seit fast einem Vierteljahrhundert unterhält Groninger eine eigene Niederlassung in den USA –zunächst in Basking Ridge nahe New Jersey; später in Charlotte, North Carolina. Hier hat Groninger USA 2012 einen neuen Standort in Betrieb genommen, an dem inzwischen über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Tendenz steigend. Groninger USA wurde in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut. Heute ist die US-Niederlassung in der Lage, komplette Abfüll- und Verschließanlagenmit eigenem Personal zu warten und die hierfür benötigten Ersatzteile zu fertigen. Auch dafür wurde unter anderem ein „Apprenticeship Program“ ins Leben gerufen. Das heißt, Groninger bildet in den USA selbst Nachwuchskräfte nach deutschem Vorbild aus, um dem hohen Qualitätsanspruch an Fachkräften an allen Standorten weltweit gleichermaßen gerecht zu werden.


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