Nachhaltige Oberflächenbehandlung
GEA übernimmt Lizenz für Viwateq-Verfahren

08.06.2021 Mit der Erteilung der offiziellen Lizenz steht die Ampel auf Grün für Viwateq: Das Nassstrahlverfahren sorgt dafür, dass Edelstahloberflächen hygienisch glatt sind. Das Verfahren kommt in naher Zukunft im GEA-Produktionswerk für Vibrationsgeräte im dänischen Svendborg zum Einsatz.

Das Nassstrahlverfahren reduziert Kontaminationsrisiken und minimiert den Reinigungsaufwand.
© Foto: GEA
Das Nassstrahlverfahren reduziert Kontaminationsrisiken und minimiert den Reinigungsaufwand.

Die Möglichkeit, das Finishing inhouse zu realisieren, wirkt sich vorteilhaft auf Kosten, Produktionszeiten und Umweltbilanz aus. Interessant ist das Verfahren insbesondere für Unternehmen in der Lebensmittel-, Tiernahrungs- und Pharmaindustrie, die auf hochpolierte, hygienische Oberflächen ihrer Maschinen angewiesen sind.

Viwateq Finishing ist eine innovative Oberflächenbehandlung, die zur Erzeugung hochglänzender, hygienischer Oberflächen im Innen- und Außenbereich von Edelstahlverarbeitungsanlagen eingesetzt wird. Sie kommt ohne Chemikalien aus und belastet die Umwelt entsprechend nicht. Auch wenn Viwateq nicht neu im Angebot von GEA ist, war diese Leistung bis dato doch zwangsläufig mit der Verbringung fertiger Baugruppen an einen externen Anbieter in den Niederlanden verbunden. Dank der neuen Lizenz wird GEA das Verfahren nun selbst in Dänemark durchführen. Kunden profitieren dabei ebenso von dem reduzierten Aufwand für die Verbringung wie von schnelleren Bearbeitungszeiten. Außerdem profitieren die GEA-Mitarbeiter von einem besseren und abwechslungsreicheren Arbeitsumfeld.

Chemikalien und Transport entfallen

Bislang erforderte das Edelstahl-Finishing ein Säurebeizen sowie Schleifarbeiten und war ein ebenso zeitaufwändiger wie arbeitsintensiver Vorgang. Die Behandlung mit der Viwateq-Technologie hingegen ist nicht nur umweltschonender, sondern dem traditionellen Verfahren auch qualitativ überlegen. „Die Möglichkeit, diesen Verfahrensschritt nun inhouse zu realisieren, reduziert sowohl den Chemikalieneinsatz als auch die Transportkosten erheblich – mit entsprechend positivem Effekt auf die Umweltbilanz“, erklärt Kasper Ege Scharff, Produktmanager für Vibrationsgeräte bei GEA. „Über die kürzeren Fertigungszeiten freuen sich unsere Kunden. Und unsere Mitarbeiter, die nun zwischen traditionellen Schleifarbeiten und der Arbeit mit Viwateq wechseln können, freuen sich über einen vielseitigeren Arbeitsplatz. Welche Maschinenteile mit Viwateq bearbeitet werden, hängt von der Anwendung ab.“

GEA hat dieses ressourcenschonende Behandlungsverfahren realisiert, weil eine Vielzahl von Kunden bei ihren Anlagen für Lebensmittel, Tiernahrung und Pharmazeutika auf absolut glatte Oberflächen angewiesen sind. Viwateq entfernt Verunreinigungen jeglicher Art – darunter auch durch Schweißvorgänge verursachte Brandstellen – und sichert so die optimale Oberflächenrauhigkeit. Die daraus resultierend geringere Schmutz- und Bakterienanhaftung reduziert Kontaminationsrisiken signifikant und minimiert den Reinigungsaufwand. Die besonders glatten Oberflächen kommen zudem der Verarbeitung von Produkten klebriger Beschaffenheit zugute.

Installation und Inbetriebnahme im neuen GEA-Werk in Svendborg, Dänemark, erfolgen im dritten Quartal dieses Jahres. „Die Investition in die Viwateq-Technologie bringt GEA bei der Herstellung anspruchsvoller Vibrationsgeräte einen entscheidenden Schritt voran – und reduziert gleichzeitig unseren ökologischen Fußabdruck“, so Torben Nørgaard Hansen, Vice President Powder Handling & Packing bei GEA.

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