Harro Höfliger
Mit noch mehr Analysemöglichkeiten

09.03.2022 Mit einem zweiten Labor bietet Harro Höfliger zusätzliche Analyseverfahren – und reduziert Prozessrisiken im Maschinenbau schon vor Konstruktionsbeginn.

Die Labore bieten schon früh in der Entwicklung umfangreiche Analysemöglichkeiten.
© Foto: Harro Höfliger
Die Labore bieten schon früh in der Entwicklung umfangreiche Analysemöglichkeiten.

Durch die Eröffnung eines neuen Labors hat Harro Höfliger seine Laborfläche mehr als verdoppelt. Insgesamt stehen nun mehr als 120 m² zur Verfügung. Dr. Elke Sternberger-Rützel, Leiterin des Bereichs Pharma Services: „Zwei Labore mit unterschiedlichen Schwerpunkten bieten noch mehr Analysemöglichkeiten. Im neuen Labor sind wir ganz auf Pulver spezialisiert. In unserem bisherigen Labor dreht sich ab sofort alles um Flüssigkeiten und instrumentelle Analytik.“ Mit den Laboren unterstützt Harro Höfliger seine Kunden schon früh in der Produktentwicklung – beispielsweise bei der Galenik und der Entwicklung individueller Dosierprozesse.

Mehr Möglichkeiten durch zusätzliches Equipment

Im Rahmen der Umbauarbeiten haben beide Labore zusätzliches Equipment erhalten. Dr. Elke Sternberger-Rützel: „In unserem Pulverlabor steht jetzt zum Beispiel ein 3D-Scanning-Mikroskop, das verschiedene Aufnahmen als räumliches Bild zusammensetzt. Damit können wir früh die Partikelstruktur von Pulvern abschätzen und erste Rückschlüsse auf ihre Maschinengängigkeit ziehen.“ Mit weiteren Systemen lassen sich etwa Feinstpartikel messen, die einen großen Einfluss darauf haben, wie sich ein Produkt später verarbeiten lässt. Auch erhält das Labor einen zweiten New Generation Impactor (NGI), eine Art aerodynamisches Strömungsmodell der Lunge.

Physiko-chemische Analysen

In zahlreichen Produkten, die auf Anlagen von Harro Höfliger produziert werden, spielen Flüssigkeiten eine Rolle. Dazu zählen Soft Mist Inhalatoren und Oral Dissolvable Films (ODFs), aber auch Waschmittel-Pods. „Unser bisheriges Labor haben wir so umgebaut, dass es zahlreiche physiko-chemische Analysen ermöglicht“, erklärt Dr. Elke Sternberger-Rützel. „Dort bestimmen wir beispielsweise Viskositäten von Flüssigkeiten – eine wichtige Voraussetzung für gut funktionierende Dosierprozesse.“

Neu ist beispielsweise ein Partikel-Messgerät, mit dem sich Nano- und Mikropartikel in Flüssigkeiten charakterisieren lassen. Daneben enthält das Labor unter anderem zwei Geräte für Hochdruckflüssigkeitschromatographie (HPLC). Damit lässt sich prüfen, ob und in welchem Umfang sich Wirkstoffpartikel an Maschinenoberflächen anreichern – so stellt das Team der Pharma Services sicher, dass es beispielsweise bei Abfüllprozessen zu keinen unkontrollierten Wirkstoffverlusten kommt. Ein weiterer Bestandteil ist der sogenannte Laser Defractor. Dieser erlaubt, die Sprühmuster von Soft Mist Inhalatoren zu analysieren. Zusätzliches Equipment ist bereits in Planung.

stats