Gestochen scharfe Flaschencodierungen
Einsparungen durch smarte Lösungen von MFG

23.03.2021 Die Allgäuer Bernadi Bräu setzt auf eine innovative Lösung bei der Flaschenkennzeichnung: die wartungsfreie X1Jet (Thermal Inkjet) Drucktechnologie. Zeitgleich testet die Brauerei eine Drehgeber-Alternative.

Nach einigen Wochen im Praxisbetrieb bewies der X1Jet, dass er für die Kennzeichnung von Flaschenetiketten hervorragend geeignet ist.
© Foto: MFG
Nach einigen Wochen im Praxisbetrieb bewies der X1Jet, dass er für die Kennzeichnung von Flaschenetiketten hervorragend geeignet ist.

Der von MFG entwickelte Speedwagon misst berührungslos an einem drehenden Teil die Geschwindigkeit der Etikettiermaschine und leitet diese Geschwindigkeitsimpulse direkt an den X1Jet.

Bernhard Göhl hat 2014 aus einer Seilbahn-Talstation in Rettenberg die Brauerei Bernadi Bräu gemacht. Nach und nach erweitert, steht heute eine prächtige Anlage am Fuße des Grünten in der Urlaubsregion Oberallgäu. Auf 1.000 Meter Höhe ist sie nebenbei die höchstgelegene Privatbrauerei Deutschlands.

An der Flaschen-Etikettiermaschine war, wie zurzeit immer noch sehr gebräuchlich, ein Rollenstempler eingebaut. Damit wurde das Mindesthaltbarkeitsdatum auf die Flaschenetiketten aufgebracht. Unterhalt und Wartung sind bei diesen Systemen aber überraschend aufwändig und gar nicht so günstig. Außerdem braucht es relativ viel Aufmerksamkeit und Pflege durch den Maschinenführer um ein ordentliches Druckergebnis zu erzielen. Auch hier Perfektionist, waren das die Gründe, warum Göhl sich Gedanken über eine Verbesserung gemacht hat.

Zu den Kennzeichnungsspezialisten von MFG Technik & Service mit Sitz in Kranzberg bei Freising/ München besteht seit langen Jahren ein freundschaftlicher Kontakt. Und so setzte sich der Braumeister mit dem Geschäftsführer von MFG, Hubert Lachner, in Verbindung.

Tintenpatronen sind Herzstück

Da die Abfülllinie ein- bis zweimal die Woche in Betrieb ist, wurde in der Diskussion recht schnell klar, dass ein zuerst angedachter Continuous Inkjet nicht die ideale Lösung für diese Anwendung ist. Lachner schlug Göhl eine neue Lösung vor: Den Einsatz eines X1Jet Thermal Inkjet (TIJ), also eines Drucksystems, bei dem Tintenpatronen das Herzstück sind. Damit kann man in grafisch hochauflösender Art drucken (300 dpi) und hat zudem ein wartungsfreies System. Hier sind nämlich keine Pumpen oder Filter verbaut, somit entfallen entsprechende Instandhaltungskosten. Wenn die Tintenpatrone leer ist, wird sie einfach entnommen und eine neue eingeklippt. Damit bekommt man auch gleich einen neuen Druckkopf, denn die Druckdüsen sind baulich in den Patronen integriert.

Göhl war begeistert von dem Vorschlag und man setzte umgehend einen Inbetriebnahme-Termin an. Zeitgleich wurde eine neue Drehgeber-Alternative getestet. Der von MFG entwickelte Speedwagon misst berührungslos an einem drehenden Teil die Geschwindigkeit der Etikettiermaschine und leitet diese Geschwindigkeitsimpulse direkt an den X1Jet.

Mehrwöchentlicher Praxistest

Nach einigen Wochen im Praxisbetrieb bewies der X1Jet, dass er für die Kennzeichnung von Flaschenetiketten hervorragend geeignet ist. Göhl ist begeistert von der einfachen Handhabung und vom Druckergebnis. Bei Produktionsbeginn wird nur die Tintenpatrone in den X1Jet eingesetzt, welche die restliche Zeit bei Nichtgebrauch luftdicht in einem Verwahr-Clip gelagert wird und so vor dem Eintrocknen gesichert ist. Und schon kann es losgehen, ohne Rüstzeiten oder Einstellaufwand.  Der Braumeister wurde seit der Umstellung sogar von Kunden angesprochen, wie er es geschafft hat, eine so gestochen scharfe Codierung auf seine Etiketten zu zaubern. Zudem hält man sich die Möglichkeit offen, bei Bedarf die genaue Abfüllzeit mit auf das Etikett aufzudrucken. Den X1Jet vom Bauch-Etikettiermodul zum Rücken-Modul zu tauschen wird heute schon erdenklich einfach praktiziert.

Bernhard Göhl ist froh, mit MFG Technik & Service einen Partner zur Seite zu haben, der auch mal neue Wege denkt und umsetzt und ihm so eine perfekte Lösung für die Codierung seiner Flaschenetiketten realisiert hat.

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