Studie
Falsche Etikettierung führt zu hohen Kosten

07.06.2021 Mehr als zehn Prozent der Waren werden pro Jahr falsch etikettiert. Dies geht aus einer Studie des Softwareentwicklers Nicelabel hervor. 76 Prozent der IT-Leiter in der verarbeitenden Industrie geben darin an, dass ihr Unternehmen davon betroffen sei.

Laut einer Studie von Nicelabel werden jährlich rund zehn Prozent der Waren falsch etikettiert - mit hohen Kosten zur Folge.
© Foto: Imago/Panthermedia
Laut einer Studie von Nicelabel werden jährlich rund zehn Prozent der Waren falsch etikettiert - mit hohen Kosten zur Folge.

Laut Aussage von 300 befragten IT-Leitern kostet das falsche Etikettieren ihren Unternehmen im Durchschnitt rund 75.000 Euro pro Jahr. 61 Prozent betonen laut Nicelabel, dass sie dadurch sogar Verluste verzeichnen – im Schnitt rund 68.000 Euro pro Jahr. Neben diesen direkten Kosten sollten Unternehmen aber auch alle versteckten Kosten einkalkulieren, die ihnen entstehen können, etwa den Verlust des Markenansehens, entgangene Geschäfte oder verlorene Zeit und Geld aufgrund von Versandverzögerungen, so Nicelabel.

Die Minimierung von Etikettierfehlern ist gemäß Studie eine weitere Herausforderung für Hersteller bei der Einführung neuer Etikettendesigns in der Produktion. Dies gaben rund 35 Prozent der Befragten an. Noch dringlicher sei jedoch der Versuch, den Etikettierungsprozess nahtlos auf die gesamte Lieferkette auszudehnen. Dies gaben 38 Prozent der IT-Leiter an.

In Anbetracht dessen sei es nicht überraschend, dass 26 Prozent der Hersteller Kostenreduzierungen und 18 Prozent von ihnen Produktivitätssteigerungen zu den Hauptvorteilen der Modernisierung und Automatisierung ihrer Prozesse durch Technologie zählten, so Nicelabel. Dazu gehöre auch die Etikettierungstechnologie.

„Fehletikettierung ist eine häufige Ursache für Probleme, erläutert Ken Moir, Vice President Marketing von Nicelabel, „sie kann dazu führen, dass Produkte oder Verpackungen zurückgestellt und neu etikettiert werden müssen, was kostspielig, zeitaufwändig und nicht nachhaltig ist.“ Angesichts des zunehmenden Drucks, die Effizienz der Lieferketten zu steigern, Abfälle zu minimieren und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren, könnten Unternehmen ihre Leistung und ihre Nachhaltigkeitsziele vorantreiben, indem sie Fehletikettierungen reduzierten. Der Schlüssel dazu seien Systeme und Tools, die eine zentralisierte Kontrolle des Etikettendesigns und -drucks über mehrere Standorte hinweg ermöglichten.

„Korrekte Etikettierung bedeutet, dass erweiterte Lieferketten effizienter und nachhaltiger werden können“, ergänzt Moir. „In der Vergangenheit haben falsche Etiketten von Partnern und Lieferanten oft zu einer Neuetikettierung nach Erhalt der Ware geführt.“ Die Lösung bestehe darin, die Etikettierung auf diese Lieferanten auszudehnen, um sicherzustellen, dass sie die richtigen Vorlagen und Inhalte verwenden. Damit könnte sich eine kostspielige und zeitaufwändige Neuetikettierung vermeiden lassen.

In der Studie befragte Nicelabel 300 IT-Leiter aus Fertigungsunternehmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA aus den Branchen Einzelhandel, Pharmazie, Lebensmittel und Getränke, Automobilbau, medizinische Geräte und Chemie.

Die Studie gibt es auch als E-Book zum Download.


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