Preisgekröntes Maschinen-Design im B2B
Gutes Design puscht Umsätze

27.01.2021 Ein stimmiges Industrial Design macht bekanntlich die Bedienung sicherer und anwenderfreundlicher, sowie die Wartung der Maschinen effizienter. Doch längst ist das Design auch zu einem wichtigen Verkaufsargument geworden. Erhöhte Sichtbarkeit garantiert

Mit der Extrusions-Blasformmaschine „Concept 808“ der Firma Bekum werden PET-Flaschen in unterschiedliche Größen und Form hergestellt. Das Design begeisterte die Juroren des Good Design Awards.
© Foto: Bekum
Mit der Extrusions-Blasformmaschine „Concept 808“ der Firma Bekum werden PET-Flaschen in unterschiedliche Größen und Form hergestellt. Das Design begeisterte die Juroren des Good Design Awards.

Dementsprechend begehrt sind heute auch bei Maschinenbauern international vergebene Design-Awards. Das baden-württembergische Design Unternehmen Design Tech überzeugte mit seinen Entwürfen jetzt gleich fünfmal die Juroren des Good Design Award. Eine Auszeichnung, die 1950 in Chicago von den weltweit bekannten Designern Eero Saarinen und Charles und Ray Eames ins Leben gerufen wurde und nach wie vor das älteste und weltweit anerkannteste Programm für herausragendes Design ist.

Ende Dezember 2020 verkündeten die Jury des Chicago Athenaeum, Museum of Architecture and Design und The European Centre for Architecture Art Design and Urban Studies ihre lang erwarteten Entscheidungen. Gleich fünf Designs des Ammerbucher Design Unternehmens Design Tech schafften es in die Bestenliste des ältesten und weltweit wohl anerkanntesten Programms für herausragendes Design. Ein riesiger Erfolg, denn das Museum erhielt 2020 eine Rekordzahl an Einreichungen aus über 48 Ländern. Dementsprechend groß war laut Jürgen Schmid, Industrial Designer und Geschäftsführer von Design Tech, auch die Freude – insbesondere bei den fünf Firmen.

Denn „Produkte mit einem stimmigen Design verkaufen sich einfach besser“, so Schmid, der zwar keine konkreten Zahlen für die Branche erhoben hat, aber aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und seiner engen Zusammenarbeit mit den Kunden fest von der Richtigkeit dieser Einschätzung überzeugt ist. Dabei wird er nicht müde zu betonen, dass es ihm nicht darum geht, „die Maschinen aufzuhübschen.“ Damit Design verkauft, „muss das Innovative und die funktionale sowie die Ausführungswertigkeit zielgenau kommuniziert werden“, so der Designer, der mit seinem 12köpfigen Team seit fast 40 Jahren ausschließlich Maschinen und Geräte designt. Ein anschauliches Beispiel, wie Design den Nutzen für den Anwender visualisiert, ist die Konzeptmaschine „808“. Sie demonstriert eine Reihe von Merkmalen, die bei zukünftigen Blasformmaschinen der Firma Bekum zu sehen sein werden.

Features, die auf einen Blick überzeugen

Bekum ist Weltmarktführer für Blasmaschinen in der Automobil-, Getränke-, Pharma-, Kosmetik- und Chemieindustrie. Die Features der künftigen Maschinenbaureihe zur Herstellung von PET-Flaschen dürften dabei Maschinenführer und Produktionsleiter gleichermaßen begeistern. Denn sie zeichnen sich u. a. durch eine geringe Standfläche, sehr gute Zugangsmöglichkeiten und ausgesprochen kurze Umrüstzeiten aus.

Herstellen lassen sich mit dieser Blasmaschine PET-Flaschen in unterschiedlichen Größen und Formen. Den dafür notwendigen Formwechsel beschleunigt die „Concept 808“ optional durch ein magnetisches Form-Schnellwechselsystem. Dieser lässt sich mit dem neuen Feature jetzt in lediglich 15 Minuten pro Schließeinheit bewerkstelligen – und zwar ohne Werkzeug und ohne speziellen Formenwagen.

Diese hohe Dynamik im Formenwechsel und bei der Fertigung unterstreicht das Industrial Design der Bekum Blasmaschinen mit abgeschrägten Flächen, die mit großen, leicht getönten Sichtscheiben kombiniert wurden. Letztere ermöglichen dem Maschinenbediener zudem einen optimalen Blick auf den Bearbeitungsprozess. Und sie vereinfachen bzw. beschleunigen das Umrüsten der Maschine, da sie sich komplett mit dem Rahmen öffnen lassen.

Für Bekum zeichnet sich das neue, ästhetisch ansprechende Design durch eine zeitgemäße Farb- und Formgebung sowie durch erhöhte Funktionalität und verbesserte Ergonomie aus. „Das Design unterstreicht die hohe Innovationskraft der Bekum Blasformmaschinen“, so Michael Mehnert von Bekum. Für den Geschäftsführer vermitteln dabei die schrägen Flächen ein Gefühl von Dynamik und das minimalistische Design visualisiert „die hervorragende Qualität unserer Maschinen“. Dank der großflächigen, gelben Farbgebung wird zudem sofort ersichtlich, dass es sich um eine Bekum Blasformmaschine handelt.

Auch die Juroren des Good Design Award überzeugte das Design der „Concept 808“. Den Geschäftsführer von Bekum freut die Design-Auszeichnung. „Dieser Award erhöht die Aufmerksamkeit der Kunden und wird unser Geschäft weiter beflügeln“, ist er sich sicher.

Auch für die anderen vier Good Design Preisträger, die mit Design Tech zusammenarbeiten, wird sich der Award wirtschaftlich auszahlen, ist sich der Industrial Designer Schmid sicher. Denn da auch diese Entwürfe die innovative Stärke der jeweiligen Produkte visualisieren, verringert sich die Gefahr, dass die Kaufentscheidung ausschließlich oder vorrangig über den Preis fällt. Denn eine Preisschlacht, so der erfahrene Industrial Designer, ist insbesondere für Firmen aus Hochlohnländern wie Deutschland „alles andere als vorteilhaft“.

Die Ultraschall-Schweißmaschine HIQ G2 der Herrmann Ultraschall GmbH & Co. KG erhielt einen Good Design Award 2020. Bei der Entwicklung des Gerätes wurde der Bediener in den Mittelpunkt gestellt. © Foto: Herrmann Ultraschall
Die Ultraschall-Schweißmaschine HIQ G2 der Herrmann Ultraschall GmbH & Co. KG erhielt einen Good Design Award 2020. Bei der Entwicklung des Gerätes wurde der Bediener in den Mittelpunkt gestellt.

Ebenfalls einen Good Design Award 2020 erhielt die Ultraschall-Schweißmaschine HIQ G2. Die Herrmann Ultraschall GmbH & Co. KG stellte bei der Entwicklung mit den Industrial Designern konsequent den Bediener in den Mittelpunkt. Ein Ansatz, der durch die klare Formensprache und die ergonomisch strukturierte Anordnung der einzelnen Maschinenkomponenten sichtbar unterstrichen wird.

Alle Auszeichnungen werden in Kürze auf der Website des Museums unter good-designawards.com veröffentlicht.

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