Pharma-Rundum-Etikettiermaschine
Upgrade auf kontinuierlichen Etikettierprozess

26.01.2021 Bei der Pharma-Rundum-Etikettiermaschine 132M HC von Herma lassen sich Etiketten- und Trägerbandrollen jetzt ohne die bislang üblichen Stillstände wechseln. Möglich machen das die neuen Module Easysplicer und Easycutter.

Um nahezu kontinuierlich produzieren zu können, lässt sich die Etikettiermaschine 132M HC mit dem Easysplicer ausrüsten, der einen praktisch unterbrechungsfreien Wechsel der Etikettenrollen ermöglicht.
© Foto: Herma
Um nahezu kontinuierlich produzieren zu können, lässt sich die Etikettiermaschine 132M HC mit dem Easysplicer ausrüsten, der einen praktisch unterbrechungsfreien Wechsel der Etikettenrollen ermöglicht.

Um das Bereitstellen von Impfstoffen wie etwa gegen Covid-19 weiter zu beschleunigen, hat Herma bei der Rundum-Etikettiermaschine 132M HC erstmals die Möglichkeit für einen kontinuierlichen Etikettierprozess geschaffen. Mit den neuen Modulen Easysplicer und Easycutter findet ein Wechsel der Etiketten- bzw. die Entsorgung der leeren Trägerbandrollen praktisch ohne den bislang üblichen Stillstand der Maschine statt.

In dem Easysplicer sind dafür zwei Etikettenrollen senkrecht übereinander angeordnet. Das jeweils aktive Etikettenband wird über einen Anklebetisch geführt und bei Bandende dort fixiert. Weil der Easysplicer mit einem Etikettenpuffer ausgestattet ist, läuft die Etikettiermaschine trotz Bandende weiter. Der Bediener kann den Anklebevorgang dann so ausführen, dass das neue Etikettenband an das fixierte Band angeklebt wird, bevor der Puffer leergefahren ist. Sollte das einmal nicht gelingen, stoppt die Maschine automatisch und wird manuell wieder angefahren.

Mit dem Easycutter dagegen ist es möglich, das leere Trägerband abzusaugen und klein zu häckseln. Die Schnipsel werden automatisch gesammelt und können dann recycelt werden. Das manuelle Entnehmen des aufgewickelten leeren Trägerbands entfällt komplett. Ulrich Fischer, Leiter Produktmanagement bei Herma Etikettiermaschinen, erläutert, dass sich „mit Easysplicer und Easycutter die rollenwechselbedingten Stillstände der 132M HC auf ein Minimum reduzieren“ ließen, „im Idealfall sogar gänzlich vermeiden.“

Auf hohe Taktzahlen getrimmt

Die durch Rollenwechsel bedingten Stillstände so gering wie möglich zu halten, ist laut Fischer aus einem einfachen Grund sehr sinnvoll: „Eine typische Etikettenrolle mit 5.000 Etiketten ist bei den derzeit üblichen 400 Takten in etwas mehr als zehn Minuten leer“, so der Experte. Zwar sei der Etikettierer Herma 500, das Herzstück der Etikettiermaschine, von vornherein ausgelegt für sehr schnelle Rollenwechsel. Aber bei einem Drei-Schicht-Betrieb summierten sich die einzelnen Stillstände, zumal normalerweise nicht nur die Etikettenrolle gewechselt, sondern immer auch das aufgewickelte leere Trägerband entsorgt werden müsse.

Die Geschwindigkeit, also die Taktzahl, weiter zu erhöhen, wäre mit dem Herma 500 zwar problemlos möglich, so Fischer, „der limitierende Faktor sind jedoch die Drucksysteme, die zum Beispiel das Verfalldatum und die Chargennummer aufbringen müssen.“ Die Rundum-Etikettiermaschine 132M HC wurde von Anfang an mit Blick auf die Anforderungen von runden Pharma- und Healthcare-Produkten wie etwas Glas-Vials mit entsprechend hohen Stückzahlen konzipiert. Dazu zählen auch Maßnahmen für die Optimierung der Gesamtanlageneffektivität wie etwa neuartige Drehteller, digitale Positionsanzeigen und werkzeuglos zu wechselnde Formatsätze für schnelle Formatumstellungen sowie die Bedienung der gesamten Maschine inklusive Kamera und Drucker über einen Industrie-Panel-PC und damit erstmals über einen einzigen Monitor.

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