Automatisierte Verpackungslösung
3D-Verpackungssystem für erhöhte Nachfrage

02.03.2021 Auch im Corona-Lockdown konnte der österreichische Online-Händler Sport Okay eine erhöhte Nachfrage problemlos bewältigen. Dazu setzte der Sportartikelversender auf die automatisierte Verpackungslösung CVP Impack.

CVP Impack: Bis zu 500 passgenaue Transportpakete produziert die automatisierte Lösung von Packing by Quadient pro Stunde.
© Foto: Sport Okay
CVP Impack: Bis zu 500 passgenaue Transportpakete produziert die automatisierte Lösung von Packing by Quadient pro Stunde.

Das E-Commerce-Unternehmen Sport Okay setzt seit Mitte Oktober 2020 in seinem neuen Logistikzentrum in Innsbruck auf eine Anlage des Typs CVP Impack, die pro Stunde bis zu 500 passgenaue Pakete produziert. Es ist außerdem das erste automatisierte 3D-Verpackungssystem, dass Packing by Quadient in Österreich aufgebaut hat. „Nachdem wir dieses Jahr verstärkt in den Vertrieb in der DACH-Region eingestiegen sind, freuen wir uns sehr, dass wir mehrere Verträge in Deutschland abschließen konnten und jetzt die erste Anlage nach Österreich verkauft haben”, erklärt Richard Nijboer, Director Sales and Operations bei Quadient.

Im 16 Meter hohen Logistikzentrum von Sport Okay wird das gesamte Artikelspektrum der Firma automatisiert in Pakete verpackt – von der weichen Daunenjacke bis zum harten, faltbaren Tourenstock. Mehr als 40.000 Artikel für den Outdoor-, Berg-, Fahrrad- und Skisport von mehr als 300 Marken liegen im Distributionszentrum in Tirol auf Lager. Wer bis mittags Waren online bestellt, bekommt sie in Deutschland und Österreich in aller Regel am nächsten Tag geliefert. Das Lieferversprechen löst Sport Okay zu 95 Prozent ein.

In sieben Sekunden transportbereit

Damit die alpine Bekleidung und Sportausrüstung so schnell wie möglich das Lager verlassen kann, setzt das Unternehmen im Obergeschoss auf ein vollautomatisiertes Kleinteilelager und im Untergeschoss auf ein Robotersystem, das Regale an Kommissionierplätze fährt. Nachdem die Waren in der CVP Impack platziert sind, läuft der Verpackungsprozess schnell: Ganze sieben Sekunden dauert der Vorgang. Die Maschine schneidet, füllt, faltet, verklebt und etikettiert Transportpakete automatisch. Durch maßgeschneiderte Kartons können Versender laut Quadient im Schnitt bis zu 30 Prozent Wellpappe und bis zu 50 Prozent des Transportvolumens einsparen. Für die Mehrzahl der Bestellungen benötigen die Unternehmen auch kein Füllmaterial mehr in den Paketen.

Ausschlaggebend für das Investment war bei Sport Okay neben dem hohen Durchsatz der Anlage und dem einfachen Ausgleich von saisonalen Nachfrageschwankungen die Kompetenz des Anbieters in puncto Prozessautomatisierung. „Da die Anlage rasch in Betrieb genommen wurde, konnten wir in kurzer Zeit eine enorme Leistungssteigerung verzeichnen. Nachdem die manuelle Verpackung Geschichte ist, können sich jetzt vier von ehemals sieben Mitarbeitern aus dem Verpackungsbereich anderen Aufgaben widmen”, betont Konrad Plankensteiner, CEO von Sport Okay.

Ohne Zeitverzögerung versenden

Die Anschaffung der nachhaltigen Verpackungslösung erfolgte kurz nachdem Plankensteiner ein Vorführmodell am Produktionsstandort im niederländischen Drachten unter die Lupe genommen hatte. Sport Okay will sich mit der Prozessautomatisierung im Verpackungsbereich für das angestrebte Umsatzwachstum von 25 Prozent pro Jahr rüsten. 2019 verschickte der E-Commerce-Spezialist mehr als 250.000 Pakete in die gesamte EU. „Weil wir unseren Kunden auch an Aktionstagen wie dem Black Friday oder der Vorweihnachtszeit sehr schnelle Lieferungen garantieren, war eine Automatisierung des Verpackungsbereichs unumgänglich”, berichtet der Firmenchef.

Die erste Leistungsprüfung hat die Maschine bereits bestanden. Nachdem neben dem Vorweihnachtsgeschäft zusätzlich ein Lockdown in vielen europäischen Ländern das Online-Business ankurbelt, verzeichnete Sport Okay im November ein Umsatzplus von 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. „Trotz der Nachfragespitze konnten wir die bestellten Sendungen ohne Zeitverzögerung an die Paketdienste übergeben. Außerdem ist dank der CVP Impack das Risiko einer Infektion der Mitarbeiter mit Covid-19 im Verpackungsbereich gesunken, weil dort jetzt weniger als die Hälfte des ursprünglichen Personals arbeitet”, erläutert Plankensteiner.


stats