Vorwurf aus China
Verpackung soll Corona-Fall ausgelöst haben

10.11.2020 Nach chinesischen Medienberichten soll sich ein Arbeiter in Tianjin mit dem Corona-Virus infiziert haben. Tests hätten ergeben, dass Virus-Spuren an der Verpackung einer gefrorenen Schweinshaxe entdeckt worden seien, die aus Bremen nach Tianjin importiert wurde. Das BfR hält das für unwahrscheinlich.

© Foto: imago images / Alexander Limbach

China hat eine aus Deutschland importierte Schweinshaxe als Auslöser für einen neuen Corona-Fall ausgemacht. Wie staatliche Medien berichteten, habe sich in der ostchinesischen Millionenstadt Tianjin ein Arbeiter in einem Kühlhaus infiziert. Acht Menschen, mit denen der Arbeiter zuvor engen Kontakte hatte, wurden laut der staatlichen Zeitung Global Times vorsorglich unter Quarantäne gestellt.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) will den Fall laut Lebensmittel Zeitung entkräften und teilte mit, dass es nach „derzeitigem Wissensstand“ unwahrscheinlich sei, dass die Schweinshaxe aus Deutschland Auslöser für einen neuen Fall in China sei. Das BfR betonte vielmehr, dass die allgemeinen Hygieneregeln wichtig seien, um sich vor Virusübertragungen zu schützen.

Seit Monaten gibt es in China der Regierung zufolge kaum noch neue Infektionen, so dass sich das Leben und die Wirtschaftstätigkeit wieder normalisieren. Zwar gelten große Teile des Landes als „Corona-frei“, allerdings kommt es immer wieder zu kleineren lokalen Ausbrüchen, die mit strengen Maßnahmen wie Lockdowns und Massentests bekämpft werden.

China hatte bereits mehrfach gefrorene Lebensmittel oder deren Verpackungen, die aus dem Ausland importiert wurden, für Infektionen verantwortlich gemacht.

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