Marktmonitor für Etiketten
Finat erwartet steigende Volumina

05.03.2021 Die Nachfrage nach Etikettenmaterial bleibt stark. Während sich eine Erholung von der Pandemie abzeichnet, suchen Konsumgüterhersteller nach einer stabilen Lieferkette.

© Foto: Finat

83 % der Markeninhaber gehen davon aus, dass das Einkaufsvolumen für Etiketten im Jahr 2021 über alle Formate hinweg steigen oder mindestes gleich bleiben wird - trotz der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Lieferketten.

Laut der diesjährigen Finat Radar-Umfrage unter Markeninhabern erwarten 74 % der Unternehmen, dass die Volumina steigen werden, obwohl 46 % der Firmen angaben, dass sie in den letzten zehn Monaten Lieferunterbrechungen erlebt haben.

Die ermutigende Nachricht ist, dass trotz der Unsicherheit der Ausblick für den europäischen Schmalbahnmarkt positiv bleibt. 38 % der Firmen geben an, dass sie eine Steigerung des Beschaffungsvolumens zwischen 4 und 6 % planen, und 7 % der befragten Unternehmen meinen, dass das Volumen sogar zwischen 7 und 15 % steigen könnte.

Die Umfrage zeigt jedoch auch, dass sich die Prioritäten angesichts der Pandemie verschieben. Es besteht ein erhöhtes Interesses daran, dass die Lieferketten gegen Schocks besser gewappnet sind. Letztes Jahr gaben nur 7 % der Umfrageteilnehmer an, dass es wichtig sei, dass Etikettenhersteller mehr als eine Produktionsstätte haben. In diesem Jahr ist diese Zahl auf 25 % gestiegen.

Der zweite wichtige Indikator für diesen Trend ist das steigende Interesse an der Flexibilität von digitalen Etikettendruckmaschinen. Selbst auf dem Höhepunkt der Lockdowns reduzierten nur 7 % der Unternehmen ihre Ausgaben für digitale Etiketten. Heute gibt eines von drei Unternehmen die Ereignisse im Jahr 2020 als Motivation für die Beschaffung von mehr digital gedruckten Etiketten an, und zwar aufgrund der Vorteile kürzerer Durchlaufzeiten und größerer Sicherheit der Verfügbarkeit in der Lieferkette, die die Technologie ermöglicht.

Die Verlagerung auf den Digitaldruck ist jedoch nicht unbedingt nur von aktuellen Ereignissen geprägt, da die Umfrage auch andere Faktoren aufzeigt, die den Wandel vorantreiben. Als Hauptgründe werden die Möglichkeit, kleine Auflagen zu drucken, sowie die verbesserte Durchlaufzeit genannt. Was die Umfrage jedoch auch zeigt, weniger Einkäufer sind an Individualisierungsoptionen interessiert, die der Digitaldruck bietet. Das deutet darauf hin, dass Marketingkampagnen mit individualisierten Verpackungen eine geringere Rolle spielen, da sich der geschäftliche Fokus auf Widerstandsfähigkeit und Zuverlässigkeit richtet.

Abgesehen von der Pandemie zeigt die Umfrage auch ein anhaltend starkes Interesse der Käufer an der Aufrechterhaltung von Umweltzertifizierungen. 75 % der Unternehmen geben an, dass eine Umweltzertifizierung entweder „wichtig“ (49 %) oder „entscheidend“ (26 %) für ihre Geschäftstätigkeit ist, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel, Getränke, Kosmetik sowie Pharmazie.

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