Ifo Institut
Geringere Beschaffungsprobleme im Januar

03.02.2022 Der Materialmangel in der deutschen Industrie hat sich im Januar etwas entspannt. 67,3 Prozent der Firmen berichteten über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen.

Zerrissene und nicht mehr funktionierende Lieferketten – ein riesiges Problem.
© Foto: IMAGO / Steinach
Zerrissene und nicht mehr funktionierende Lieferketten – ein riesiges Problem.

Im Dezember waren es noch 81,9 Prozent. Dies geht aus einer Umfrage des Ifo Instituts hervor. „Trotz dieser Entwicklung bleiben viele Sorgenfalten bei den Unternehmen“, so Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Es ist noch nicht abzusehen, ob dies eine Trendwende ist."

Weiterhin angespannt sei die Situation bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen. Dort sank der Anteil nur leicht von 93,8 auf 89,6 Prozent. Ähnliches gelte für den Maschinenbau, wo 80,6 Prozent der Unternehmen von Problemen berichten, nach 91,0 Prozent im Dezember sowie für die Autoindustrie mit 77,9 Prozent, nach 92,9 Prozent. Die Hersteller von Bekleidung hingegen hätten deutlich weniger Probleme mit ihrer Lieferkette als im Vormonat. Dort fiel der Wert von 87,0 auf 44,6 Prozent. Die Getränkehersteller berichteten sogar nur noch zu 12 Prozent von Behinderungen. „Die leichte Entspannung gibt Unternehmen die Chance, ihre hohen Auftragsbestände abzuarbeiten und ihre Produktion zu steigern“, ergänzt Wohlrabe.

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