Horváth
Studie zur europäischen Verpackungsindustrie 2025

27.10.2021 Was der Megatrend Nachhaltigkeit für die Branche bedeutet, welche weiteren Trends den Markt umwälzen – und auf welche Erfolgsfaktoren es ankommt.

Horváth: „Verpackungsindustrie kann mit krisenresistenten Umsätzen rechnen.“
© Foto: IMAGO / Rech
Horváth: „Verpackungsindustrie kann mit krisenresistenten Umsätzen rechnen.“

Die Verpackungsindustrie wächst und kann mit krisenresistenten Umsätzen rechnen. Bis 2025 wird sich die Branche weltweit zum Billionen-Dollar-Markt entwickeln. Welche Unternehmen von diesem Potenzial profitieren und welche von der Marktdynamik abgehängt werden, hängt davon ab, wie gut sie auf die wichtigsten aktuellen und zukünftigen Marktherausforderungen vorbereitet sind. Diese ergeben sich aus fünf maßgeblichen Branchentrends, wie die aktuelle Horváth-Studie zur europäischen Verpackungsindustrie 2025 zeigt.

Allen voran steht der Trend zur Nachhaltigkeit, der auch in diesem Industriezweig einen Paradigmenwechsel einleitet. Weiterer Handlungsbedarf ergibt sich durch ein sich veränderndes Konsumentenverhalten – resultierend aus dem demografischen und gesellschaftlichen Wandel – sowie einen zunehmenden Margendruck, eine fortschreitende Marktkonsolidierung und Innovation, wie z.B. Smart-Packaging Lösungen.

„Margendruck kommt vor allem aus der Kommoditisierung“

Die Studienautoren beleuchten die Trends intensiv, identifizieren die sich daraus ergebenen Herausforderungen und die jeweils wichtigsten Erfolgsfaktoren. So stehen im Bereich Nachhaltigkeit die Aspekte Kreislaufwirtschaft, ressourcenschonende Ausgangsmaterialien, Recycling und CO2-Vermeidung im Fokus, für die es Strategien und Lösungen zu finden gilt. Der Margendruck kommt vor allem aus der Kommoditisierung der Verpackungslösungen, Wettbewerbsdruck in der Branche und Verhandlungsmacht und Professionalisierung der Kunden, insbesondere der großen Brand Owner, die zu hohem Effizienzdruck in allen Bereichen, wie Operations, Einkauf, Vertrieb oder Administration, führt.

Zur Pflichtlektüre für Verantwortliche aus Verpackungsunternehmen, so heißt es seitens Horváth, werde die Studie durch ihre umfangreichen Handlungsempfehlungen. Studienleiter Christoph Kopp und sein Expertenteam zeigen anhand von praxiserprobten Ansätzen, wie Verpackungsunternehmen die nötigen Transformationen ganz konkret angehen und umsetzen können. Beispiele dafür seien die Umsetzung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnisses, die Stärkung und Weiterentwicklung des Einkaufs zum strategischen Weichensteller auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit, die Professionalisierung des Vertriebs, eine effektive Förderung von Innovation sowie eine Umstrukturierung des Produktionsnetzwerks. Ergänzend gebe die Studie einen aktuellen Überblick zur Aufteilung und Entwicklung des Marktes – weltweit und in Europa.



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