E-Commerce
Preise für Wellpappe und Verpackungen steigen

24.03.2021 Versandverpackungen aus Wellpappe haben bedingt durch das E-Commerce-Wachstum während der Coronakrise einen weiteren Aufschwung erlebt. Viele Internethändler weltweit sehen sich nun aber vermehrt mit längeren Lieferzeiten und höheren Preisen für Versandverpackungen konfrontiert, teilte Packing by Quadient mit.

Passgenaue Pakete als Antwort auf steigende Wellpapppreise.
© Foto: Packaging by Quadient
Passgenaue Pakete als Antwort auf steigende Wellpapppreise.

 

„Weil Prognosen zufolge der E-Commerce-Boom auch nach der Corona-Pandemie anhält, sind Versender gut beraten, auf die Produktion von maßgeschneiderten Verpackungskartons aus Endloswellpappe umzusteigen“, rät Claus Weigel, International Senior Sales Manager DACH des auf automatisierte 3D-Verpackungssysteme spezialisierten Anbieters Packaging by Quadient. Im Vergleich zum Versand in überdimensionierte Kartons, ließen sich hier bis zu 30 Prozent an Rohstoff einsparen.

Wie stark der E-Commerce wächst, zeigen Zahlen des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Bevh. Demnach stieg der Online-Warenumsatz 2020 von 72,6 auf 83,3 Milliarden Euro – ein Plus von 14,6 Prozent. Da laut Packaging by Quadient im Schnitt neun von zehn Verbrauchsgütern in Wellpappe verschickt werden, wuchs die Nachfrage nach Versandverpackungen aus diesem Material im vergangenen Jahr. Alleine im vierten Quartal 2020 verzeichneten die Mitglieder des Verbandes der Wellpappen-Industrie (VDW) eine Absatzsteigerung von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt haben die im VDW organisierten Wellpappenproduzenten in den letzten drei Monaten des Jahres 2020 mehr als 2,1 Milliarden Quadratmeter abgesetzt. Kostentreiber für die Hersteller sind unter anderem die Papierpreise. Sie sind dem VDW zufolge im vierten Quartal 2020 um 12,9 Prozent gestiegen. Weitere Preiserhöhungen für Papier sind angekündigt.

Verschärfte Nachfrage nach Wellpappe

„Die Nachfragesituation wird in ganz Europa noch verschärft, weil in China aufgrund von Umweltvorschriften einige Wellpappenfabriken geschlossen wurden und nun weniger Wellpappe auf den europäischen Kontinent exportiert wird”, erläutert Weigel. Besonders starke Preissprünge für Wellpappe seien in Großbritannien zu beobachten. Dort sei der Preis von 60 Pfund pro Tonne im Dezember 2020 auf 75,50 Pfund Ende Januar gestiegen.

Onlinehändler sollten laut Weigel nicht darauf spekulieren, dass die Preise für Wellpappe wieder in den Keller fallen. Dem IFH Köln zufolge solle der E-Commerce bis 2024 um bis zu 60 Prozent hierzulande wachsen. Packaging by Quadient entwickelte dazu die automatisierten 3D-Verpackungssysteme CVP Impack und CVP Everest sind entwickelt worden, damit kleine und große Versender maßgeschneiderte Versandkartons herstellen können und den Wellpappenverbrauch reduzieren. „Und für passgenaue Pakete entfällt gleicheitig Füllmaterial, weil sich keine Luft mehr im Paketinnenraum befindet”, so Weigel. Gleichzeitig könnten Nutzer der Anlagen Transport- und Personalkosten sparen. Ein einziger Bediener könne mit der CVP Everest bis zu 1.100 Kartons pro Stunde produzieren – damit werden bis zu 20 manuelle Verpackungsstationen überflüssig. In der DACH-Region nutzen beispielsweise Unternehmen wie Sportokay oder Deindeal automatisierte Verpackungslösungen von Packaging by Quadient.

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