Die Bilanz von Schulze und Klöckner
„Was haben Sie in Sachen Verpackung erreicht?“

20.09.2021 Am kommenden Sonntag wird bekanntermaßen ein neuer Bundestag gewählt. Der packREPORT hat dies zum Anlass genommen, um in Berlin mal anzufragen – im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Julia Klöckner (CDU), Svenja Schulze (SPD)
© Foto: IMAGO / Jürgen Heinrich, IMAGO / Future Image
Julia Klöckner (CDU), Svenja Schulze (SPD)

Die Leitfrage: Was ist denn aus Sicht der beiden zuständigen Ministerinnen Svenja Schulze (SPD) sowie Julia Klöckner (CDU) in Sachen Verpackung so alles passiert in der zurückliegenden Legislaturperiode? Lesen Sie beide Statements exklusiv nur bei uns.

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner (CDU), äußert sich wie folgt:

„Die großen Mengen an Plastikmüll, die täglich produziert werden, sind ein globales Problem. Deshalb arbeiten wir daran, Plastik entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren – gerade bei Verpackungen. Mit etwa drei Millionen Euro fördern wir die Entwicklung intelligenter und innovativer Verpackungen, sogar neun Millionen stehen für die Entwicklung von Bio-Kunststoffen bereit. In einigen Bereichen kann sogar ganz auf Verpackungen verzichtet werden, deshalb entwickeln wir aktuell einen Leitfaden für verpackungsfreie Supermärkte. Wir treiben also verschiedene Lösungen intensiv voran. Gleichzeitig darf dabei aber nicht aus dem Blick geraten, dass Verpackungen bei vielen Lebensmitteln notwendig sind, um ihre Sicherheit und die der Verbraucher zu garantieren. Wo immer möglich, haben wir aber das klare Ziel, zu reduzieren und auf umweltverträgliche Alternativen umzustellen.“

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) erklärt:

„In den vergangenen vier Jahren hat Deutschland viel erreicht: ein neues Verpackungsgesetz, Verbot von Plastiktüten und Wegwerfplastik sowie endlich mehr Mehrwegverpackungen auf dem Markt. Mit steigenden Recyclingquoten sorgt die Bundesregierung seit 2019 dafür, dass aus alten Verpackungen wirklich neue Produkte entstehen. Die neue Zentrale Stelle Verpackungsregister stellt sicher, dass die dualen Systeme die Verpackungen auch wirklich recyceln. Gastronome, die To-Go-Getränke und Take-Away-Essen anbieten, müssen künftig ihre Produkte auch in Mehrwegverpackungen anbieten. Die Ausnahmen von der Pfandpflicht für bestimmte Getränke in Plastikflaschen und Dosen haben wir abgeschafft. Auch die Nachfrage nach Rezyklaten kurbeln wir an: Bald müssen Flaschen aus Kunststoff zu mindestens 25 Prozent aus recyceltem PET-Kunststoff bestehen. Und in der Gastronomie entstehen gute neue Lösungen: Immer mehr Restaurants und Lieferdienste setzen Mehrwegbecher und -schüsseln ein, die mit dem Blauen Engel nachweislich umweltfreundlich sind.“

 

 

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