Recycling von Weichkunststoffen
Kreisläufe bei Polyolefinen schließen

20.06.2022 Sabic beteiligt sich gemeinsam mit Heinz, Tesco und Berry an einem Recyclingversuch in Großbritannien, um den Kreislauf bei Lebensmittelverpackungen aus Weichkunststoffen zu schließen.

Aus einer Heinz-Beanz-Verpackung wird wieder eine Heinz-Beanz-Verpackung.
© Foto: Sabic
Aus einer Heinz-Beanz-Verpackung wird wieder eine Heinz-Beanz-Verpackung.

Verbraucher sind aufgerufen, ausgediente Verpackungen aus Polyolefinen zu Sammelstellen zu bringen, die Tesco in seinen Einkaufsmärkten eingerichtet hat. Aus einem Teil der dort gesammelten Kunststoffverpackungen werden in einem anaeroben thermischen Recyclingverfahren sogenannte Tacoil-Öle gewonnen.

Sabic produziert aus den Tesco-Fraktionen dann ein zertifiziertes Kreislaufpolypropylen in Granulatform mit der gleichen Qualität wie fossil-basierte Neuware. Berry Global setzt dieses Granulat schließlich zur Fertigung neuer Snap Pots (Fertigmenueschalen) ein und liefert diese an Heinz zum Befüllen mit Beanz und Versand an Tesco. Leere Pots und die Banderolen können an verbrauchernahen Sammelstellen entsorgt werden.

Die Kooperation fügt sich in das Truecircle Programm von Sabic und unterstreicht die Entschlossenheit des Unternehmens, den Wandel der Kunststoffverpackungsindustrie zur Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. „Wir freuen uns über diese Gelegenheit, unsere Rolle als Anbieter herausragender Kreislauflösungen zu bekräftigen“, sagt Lada Kurelec, General Manager PP, PET, PS, PVC, PU & Elastomers Businesses bei Sabic Petrochemicals. „Neben unserem Materialwissen konnten wir Wertschöpfungspartner zusammenbringen und wesentliche Unterstützung leisten, wie im Bereich der Zertifizierung oder Berechnung von Lebenszyklusparametern, um so dazu beizutragen, dass wertvoller Kunststoff nicht auf Deponien oder in der Müllverbrennung verloren geht.“

Der Snap Pots Recyclingversuch ist Teil des globalen Versprechens von Heinz, bis 2025 sämtliche seiner Verpackungen recycelbar, wiederverwendbar oder kompostierbar zu gestalten. „Wir sind stolz darauf, dass es uns gelungen ist, in Zusammenarbeit mit Experten in fortschrittlichem Recycling und nachhaltigen Verpackungen diese bedeutende Innovation für unsere Kunden umzusetzen“, betont Jojo de Noronha, Präsident von Heinz Nordeuropa. „Wir hoffen, dass dies den branchenweiten Blick dafür schärft, wie sich der Mangel an Recyclinglösungen für Weichkunststoffe in Großbritannien beheben lässt. Wenn es darum geht, bessere Verpackungen zu entwickeln, die den Verbrauchern und dem Wohl des Planeten dienen, dann können wir das gemeinsam schaffen.“

Jean-Marc Galvez, Präsident der Consumer Packaging International Division von Berry Global, erklärt: „Dies ist ein erstklassiges Beispiel für innovativen Fortschritt im Design von Kreislaufverpackungen, ermöglicht durch intensive Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Derartige Kreislauflösungen helfen, all jene Kunststoffe, die heute noch nicht recycelt werden, zurückzugewinnen und wiederzuverwerten, um sie im Umlauf und aus unseren Meeren und Deponien heraus zu halten.“

„Diese innovative Kooperation ist nur einer der Wege, um den von unseren Kunden zurückgebrachten Weichkunststoff in neue Lebensmittelverpackungen zu recyceln“, ergänzt James Bull, Verpackungsleiter bei Tesco. „Abgesehen von unseren Bestrebungen, den Kunststoffverbrauch zu reduzieren, sind wir entschlossen, weitere zirkuläre Verpackungslösungen zu entwickeln.“

Die neuen mikrowellengeeigneten Heinz Beanz Snap Pots bestehen zu 39 Prozent aus einem zertifiziert zirkulären Sabic PP-Homopolymer für das Spritzgießen oder Thermoformen von Lebensmittelverpackungen. Das Material erfüllt die Anforderungen an Sicherheitsvorschriften für Lebensmittelkontakt und ist in dieser dünnwandigen Anwendung eine ideale Drop-in-Alternative zu PP-Neuware, ohne Einschränkungen hinsichtlich Verarbeitbarkeit oder mechanischer Leistungsfähigkeit. Der Recyclatanteil in den Snap Pots wird mittels Massebilanzierung nach den Vorgaben des International Sustainability & Carbon Certification (ISCC) PLUS Programms validiert.

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