Hochveredelte Faltschachteln
Studie bestätigt gute Recyclingfähigkeit

13.10.2021 Die neuesten Erkenntnisse aus einer vom FFI beauftragten Studie zur Recyclingfähigkeit von Faltschachteln nutzt der Veredelungsexperte Kurz nun, um die Wiederverwendung dekorierter Verpackungen noch weiter voranzutreiben.

Hochdekorierte Faltschachteln lasse sich mittlerweile problemlos recyclen.
© Foto: Leonhard Kurz
Hochdekorierte Faltschachteln lasse sich mittlerweile problemlos recyclen.

So sei die hauchdünne Transferdekoration, die modernste Designs für Verpackungen mittels Heißprägung, Kalttransfer oder digitalem Transfer ermöglicht, allein schon dahingehend umweltverträglicher, als dass sie keine PET-Trägerfolie auf dem Produkt hinterlässt und keine Laminate verwendet.

Umfangreiche Tests, die jetzt im Rahmen der Studie in Kooperation mit dem Hygienepapier-Hersteller Essity durchgeführt wurden, belegen außerdem die extrem gute Deink- und Rezyklierbarkeit von Faltschachteln, die mit Veredelungverfahren von Kurz dekoriert wurden. Aus den entsprechenden Monofraktionen lasse sich hochwertigster Faserstoff gewinnen, der für helle Neupapiere, Tissuepapiere und Kartondecken verwendet werden kann. Das bestätigt auch Anne-Katrin Klar, PfR Sourcing Manager, Essity Operations in Mainz-Kostheim: „Die bei uns zur Herstellung von Papierhandtüchern aus Altpapier eingesetzten, von Kurz zur Verfügung gestellten Druckereiabfälle, konnten ohne Änderungen des Prozesses problemlos verarbeitet werden. Es traten weder erhöhte Schmutzpunkte oder Verluste noch eine Beeinträchtigung des Weißgrades auf.“

25 Tonnen Makulatur liefern wichtige Erkenntnisse

„Von uns veredelte Produkte sind recycelbar. Das bestätigen uns unabhängige Verbände wie Ingede für Deinking oder die Zertifizierung nach DIN-EN 13432 für Kompostierbarkeit bereits seit vielen Jahren“, betont Dr. Markus von Beyer, Environmental & Safety Manager bei Leonhard Kurz. „Nun konnten wir jedoch auch zeigen, dass Recycler unsere Verpackungen akzeptieren und ein hochwertiges, neues Produkt daraus machen können.“

Für die zur Durchführung der Studie eingesetzten Tests wurden über mehrere Monate hinweg rund 25 Tonnen Papierabfall gesammelt. „Ein solch aufwändiges Vorgehen rund um die Wiederverwendbarkeit von industriellem Abfall ist vermutlich in der Branche bislang einmalig und uns wohl auch nicht so einfach nachzumachen“, unterstreicht Dr. Markus von Beyer. Über die geglückte Testreihe freut sich auch Axel Fischer, Head of Public Relations bei Ingede: „Dieser Betriebsversuch, bei dem bis zu 30 Prozent Reste aus der Veredelung als Rohstoff dienten, bestätigt unsere früheren positiven Ergebnisse mit einer Reihe verschiedener Produkte von Kurz.“

Die neuen Erkenntnisse seien ein Gewinn für alle Beteiligten: Während bislang oftmals eher Downcycling betrieben und dabei Material von minderer Qualität hergestellt wurde, „haben wir jetzt den Nachwies einer gewinnbringenderen Lösung für diese Fraktionen". Dank der von Kurz initiierten Zertifizierungen über die Deinkbarkeit dekorierter Faltschachteln und Bögen sei es für Papierrecyclingfirmen nunmehr lohnender, entsprechende Abfälle entgegenzunehmen, erhalten sie doch hochwertiges Material, aus dem sich neue Qualitätsprodukte machen lassen. „Wir freuen uns, dass wir unseren Kunden auf diese Weise nun die wichtigsten Aspekte, die es rund um ein recycelbares Produkt zu beachten gibt, belegen können“, so Dr. Markus von Beyer. „Das ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Nachhaltigkeitsstrategie!“

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